Ubisoft

Neue Konsolen fördern Kreativität

Hinsichtlich der Ankunft der nächsten Konsolengeneration gibt es naturgemäß zwei Lager in der Branche: Hersteller wie 2K Games und Entwickler wie Warren Spector hatten durchblicken lassen, dass man eigentlich recht zufrieden ist mit dem derzeitigen Stand der Dinge. Gerade der Gamedesigner ließ verlauten: Es gebe noch genug inhaltliche/kreative Herausforderungen, die man erstmal meistern müsste.

Bei Square Enix und Epic Games scharrt man eher ungeduldig mit den Hufen und hatte in den vergangenen Wochen bereits Tech-Demos der jeweiligen nächsten Engine-Generation vorgeführt. Beim japanischen Hersteller hatte man den langen Lebenszyklus der aktuellen Konsolen gar als den "größten Fehler" bezeichnet, den Microsoft und Sony gemacht hätten. Gareth Wilson - einst bei Bizarre Creations (Project Gotham Racing, Blur) tätig - sinnierte vor ein paar Wochen, die Nachfolger von PS3 und Xbox 360 könnten dem Rennspielgenre neues Leben einhauchen.

Auch bei Ubisoft freut man sich bekanntermaßen auf neues Spielzeug. Der übliche Fünf-Jahres-Rhythmus habe ihm schon gefehlt, so Yves Guillemot in einem Interview mit Gamasutra. Der Mangel an frischen Konsolen sei quasi eine "Strafe" gewesen: "Ich verstehe ja, dass die Plattformanbieter sie nicht zu schnell/oft haben wollen, weil das teuer ist, aber es ist wichtig für die gesamte Branche, dass es neue Konsolen gibt, weil das der Kreativität hilft."

Es sei deutlich weniger risikoreich für die Hersteller, neue Marken und Produkte am Anfang einer neuen Konsolengeneration vom Stapel laufen zu lassen, merkt der Geschäftsführer des Publishers an. Auch heißt es: "Unsere Kunden sind neuen Dingen gegenüber sehr offen. Und sie öffnen sich wieder neuen Dingen gegenüber.... am Ende einer Konsolengeneration wollen sie neuen Kram, aber sie kaufen nicht so viel Neues. Sie wissen, dass ihre Freunde Call of Duty oder Assassin's Creed spielen werden, also entscheiden sich sich auch dafür. Das Ende eines Zyklus ist sehr schwierig."

Innovationen könnten schließlich auch auf andere Bereiche wirken, erläutert Guillemot: Die extrem erfolgreiche Just Dance-Reihe hätte es ohne die Raving Rabbids und das darin verbaute Tanzspiel nie gegeben. Es sei aber schwierig, Risiken einzugehen und innovativ zu sein, wenn die Kunden nicht bereits sind, Geld auszugeben. Allerdings würden die Spieler ohne neue Ideen auch irgendwann gelangweilt sein.

Autor: Julian Dasgupta

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Kommentare

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  • PixelMurder schrieb:
    Schön gesagt, das Gefühl habe ich auch. Natürlich sind Games und Teile davon irgendwie Kunst, aber irgendwie verspürt man keine Liebe mehr dahinter, wenn Enden fehlen und dafür direkt danach eine Aufforderung zum Kauf eines DLCs angezeigt wird, Dinge nicht
     [...]
    PixelMurder schrieb:
    Schön gesagt, das Gefühl habe ich auch. Natürlich sind Games und Teile davon irgendwie Kunst, aber irgendwie verspürt man keine Liebe mehr dahinter, wenn Enden fehlen und dafür direkt danach eine Aufforderung zum Kauf eines DLCs angezeigt wird, Dinge nicht nach bestem Willen an Plattformen angepasst werden und Game so fehlerbehaftet sind.
    Doch, es gibt Spiele, wo ich merke, da hat sich wer Gedanken gemacht und Herzblut mit drin. Oder wenigstens in Teilen von Spielen. Aber leider gibt es auch Spiele, besondern Spielereihen, die so grottentief nur "abzocke" sind, das es schon nciht mehr schoen ist. Siehe SINGSTAR... Ein programm, etwa 50 MB gross, und ein Editor im Entwicklerstudio, und schon macht man 20 Teile mit je 20-30 Liedern und verkauft so die Lieder und die Popelsoftware für viel Knete. Hm...gibt aber auch ULTRASTAR. da kann jeder, weil der Editor mit drin ist, den gleichen Spass haben fuer Lau, indem er seine eigenen Lieder reinbastelt, oder schon vorgefertigte bastelarbeiten nimmt. Und nein, ich mein mit bastelarbeiten nicht, dass man musik ausm netz laden muss dafuer, sondern da gibt es listen mit text und gesangspatterns fuer Lieder, die man selber hat. Da haut man die Lieder quasi in nen Ordner, die man hat, und fuer die diese Patterns da sind. Oder mindestens genausogut : Die SIMS....ich bitte euch -.-
  • Schön gesagt, das Gefühl habe ich auch. Natürlich sind Games und Teile davon irgendwie Kunst, aber irgendwie verspürt man keine Liebe mehr dahinter, wenn Enden fehlen und dafür direkt danach eine Aufforderung zum Kauf eines DLCs angezeigt wird, Dinge nicht nach bestem Willen an Plattformen angepasst  [...] Schön gesagt, das Gefühl habe ich auch. Natürlich sind Games und Teile davon irgendwie Kunst, aber irgendwie verspürt man keine Liebe mehr dahinter, wenn Enden fehlen und dafür direkt danach eine Aufforderung zum Kauf eines DLCs angezeigt wird, Dinge nicht nach bestem Willen an Plattformen angepasst werden und Game so fehlerbehaftet sind.
  • Es fehlt an dieser gewissen Einstellung, welche Kreativberufen eigentlich eigen ist - die Sache über das finanzielle Risiko zu stellen. Ich arbeite bspw. im Musikbusiness und hab' selbst schon die ein oder andere finanzielle Katastrophe erlebt. Ganz einfach deshalb, weil Dinge getan wurden, nur weil  [...] Es fehlt an dieser gewissen Einstellung, welche Kreativberufen eigentlich eigen ist - die Sache über das finanzielle Risiko zu stellen. Ich arbeite bspw. im Musikbusiness und hab' selbst schon die ein oder andere finanzielle Katastrophe erlebt. Ganz einfach deshalb, weil Dinge getan wurden, nur weil sie geil sind. Und ich würde es jederzeit wieder tun. Leider wird das Bild der Gamesbranche nicht mehr von der Kreativkultur bestimmt, sondern von den dicken Ledersesseln der Publisher aus. Und dort ist das primäre Ziel sich noch dickere Ledersessel reinzustellen