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Ubisoft: Wechsel der Konsolen-Generation dauert zu lang

Ubisoft: Wechsel der Konsolen-Generation dauert zu lang
Ubisoft-Chef Yves Guillemot ist nicht nur unglücklich mit dem Verkaufspreis der Wii U, sondern auch damit, dass der Wechsel zur nächsten Konsolen-Generation - in seinen Augen - viel zu lange dauert. In einem Interview erklärt er, dass neue Geräte bzw. Technologien ein Sprungbrett für neue Marken und Innovationen sein können.

"In der Spiele-Industrie haben wir bekanntlich die Konsolen/Geräte alle fünf Jahre ausgetauscht. Aktuell sind wir aber im siebten Jahr der Xbox 360. Wir brauchen neue Konsolen, denn am Ende einer Generation geht es bergab mit dem Spiele-Markt, weil es einfach weniger neue Marken gibt - das hat der Industrie ein bisschen geschadet. Ich hoffe, dass in Zukunft die Geräte wieder schneller erscheinen werden", sagt Yves Guillemot.

Er führt fort, dass die Entwickler solche Hardware-Sprünge auch für Innovationen und neue Spiele-Reihen nutzen könnten. Seiner Ansicht nach würden sich viele Entwickler nach der Veröffentlichung einer neuen Konsolen-Generation förmlich selbst "neu erfinden" - ohne dabei ein allzu großes Risiko eingehen zu müssen.

Yves Guillemot: "Übergangsphasen sind die besten Zeiten und bieten die besten Wege, bei denen unsere kreativen Entwickler mehr Risiken wagen und andere Dinge umsetzen können. Wenn eine Konsole schon längere Zeit auf dem Markt ist...wird man nicht mehr so große Risiken wie z.B. die Einführung einer neuen Marke eingehen, selbst wenn sie [die neue Marke] gut ist, wird sie sich meist nicht so gut verkaufen. Jeder, der Risiken wagen möchte und Innovationen einbringt, ist in solchen Übergangsphasen besonders willkommen, vor allem weil es viele Hardcore-Spieler gibt, die neue Dinge sehen und spielen wollen, während Spiele für den Massenmarkt eher darauf ausgerichtet sind, immer die gleiche oder eine ähnliche Erfahrung zu bieten und Entwickler damit keine großen Risiken eingehen. (...) Daher ist der Startschuss einer neuen Gerätegeneration auch immer eine gute Zeit für Innovation."
Quelle: polygon.com

Kommentare

  • Es heisst Ingenieure. Und wenn man vor 30-40 Jahren den Ingenieuren gesagt hätte das heutige Computer um ein vielfaches leistungsfähiger sind als damals, in die Hand passen, wenige Millimeter dick sind (iPad) und in Nano Technologie von Maschinen gefertigt werden und vom Benutzer über kapazitive  [...] Es heisst Ingenieure. Und wenn man vor 30-40 Jahren den Ingenieuren gesagt hätte das heutige Computer um ein vielfaches leistungsfähiger sind als damals, in die Hand passen, wenige Millimeter dick sind (iPad) und in Nano Technologie von Maschinen gefertigt werden und vom Benutzer über kapazitive Bildschirme mit dem Finger bedient werden, hätte man sie vermutlich ebenso ausgelacht. Ein weltweites Netzwerk auf das Computer, Spielekonsolen und Handys zusammen zugreifen? hahahaha Eine Menge ist Spinnerei. Holodecks, Beamen, Warpgeschwindigkeit. Aber es gibt es auch eine Menge Zukunfstmusik: Fusionsenegrie, 3D Drucker, Genmanipulation, dunkle Energie...
  • Deine Holodeck- und Realityspinnereien in allen Ehren. Irgendwann wird es sicherlich so weit sein, dass wir ein Spiel wie bspw. Mario 64 komplett ohne Kontroller, nur durch unsere Bewegungen spielen. Ein Spiel irgendwann per Gedankenimpulse bzw. Gehirnströme zu steuern, scheint auch nicht mehr  [...] Deine Holodeck- und Realityspinnereien in allen Ehren. Irgendwann wird es sicherlich so weit sein, dass wir ein Spiel wie bspw. Mario 64 komplett ohne Kontroller, nur durch unsere Bewegungen spielen. Ein Spiel irgendwann per Gedankenimpulse bzw. Gehirnströme zu steuern, scheint auch nicht mehr gänzlich unmöglich zu sein. Und wenn wir den letzten Punkt mal erreicht haben, buddeln wir eben die VR-Brillen aus der alten Nintendo-Abstellkammer wieder aus um sie mit zeitgemässer Technik zu versorgen und so mittels unseren Gedanken durch die fotorealistische Welt, die sich direkt vor unseren Augen abspielt, zu wandern. Das ist etwas, das vermutlich durchaus binnen 20-30 Jahren kommen wird. Nichts für ungut, aber ginge es nach den Aussagen führender Ingeneure und Techniker vor 40 Jahren, müssten wir heute mit Raumschiffen zur Andromenda-Galaxie unterwegs sein. Ich würde mich davor hüten, sich al zu romantische Vorstellungen zu machen, welch bahnbrechende Erfindungen uns von heute in XY Jahren zur Verfügung stehen. Mit solchen Prognosen haben sich, wie gesagt, schon Ingeneure vor 30 oder 40 Jahren aus heutiger Sicht zum Affen gemacht. Erheiternde Aufzählungen des nie realisierten Nonsens. Das selbe gilt auch für Videospiele. Wie in vielen Gebieten, findet hier der Fortschritt und die Innovation "nur" noch im Detail statt. Ich erinnere mich noch, was ich mir damals 2007 nachdem Crysis erschien, für Gedanken gemacht habe wie erst Crysis 2 aussehen muss wenn das mit der Grafik so weitergeht . Wie es am Ende aussah wissen wir wohl alle . . . Ich glaube auch nicht, das Spiele auf den "Next-Generation-Konsolen" am Endo so toll aussehen, wie es jetzt schon in Render-Trailern zu sehen ist. Wenn das ganze Preislich im Rahmen bleiben soll müssen bei der Hardware, mal wieder, Kompromisse eingegangen werden.
  • Die Majors wollen nur solche Neuerungen, die sich unmittelbar in kommerziellen Erfolg umsetzen lassen. Was bedeutet, dass sie lieber abwarten, was andere tun und bei Bedarf nachzuziehen. Bestes Beispiel für diese sehr weit verbeitete Denke ist Kinect und Move als direkte Reaktion auf die  [...] Die Majors wollen nur solche Neuerungen, die sich unmittelbar in kommerziellen Erfolg umsetzen lassen. Was bedeutet, dass sie lieber abwarten, was andere tun und bei Bedarf nachzuziehen. Bestes Beispiel für diese sehr weit verbeitete Denke ist Kinect und Move als direkte Reaktion auf die ursprünglich verlachte Wii, die stückzahlenmäßig PS360 um Lichtjahre hinter sich gelassen hat. Ob es nun Hardware oder Software ist, die ganz großen Firmen scheuen die Innovation wie der Teufel das Weihwasser, vor allem im Spielebereich. Der Spruch" Innovation ist Kassengift!" kommt nicht von ungefähr. Jeder Publisher ist damit mal auf die Schnauze gefallen und hat seine Lektion gelernt, letztens EA, die dachten mit Mirrors Edge oder Dead Space die Umsätze erzielen zu können, die man mit etablierten Serien wie FIFA oder NfS einfährt. Von DIESER Seite kommt keine Innovation bez. Gameplay. Das kommt von Indies und kleinen Nischenfirmen, die einen sehr viel größeren Spielraum haben, die hier mehr riskieren können. Die größte Kreativität was Gameplay betrifft, die findet man eh im Flash-Bereich, wo wirre Einzelkämpfer und halbwahnsinnige Genies frei Schnauze die Grenzen des Denkbaren ausloten. Wirklich, man sollte trennen zwischen dem großen und trägen Kommerz der Majors, die allenfalls nur Innovationsresteverwertung betreiben und kleinen Klitschen, die auf nichts Rücksicht nehmen müssen und tatsächlich innovativ sein dürfen. Und manchmal gibt es Fälle, wo man innovativ sein MUSS, weil man mit dem Rücken zur Wand steht. Final Fantasy und Puzzle Quest sind die Ergebnisse solcher Situationen, wo aus der Not heraus Dinge erfunden wurden, die Maßstäbe gesetzt haben. Im Hardwarebereich gibt es Innovationen im kleinen Rahmen aber auch, da wird nicht ausschließlich anderen (in dem Beispiel Nintendo) hinterher gerannt. Sony ist da schon ein gewisses Risiko eingegangen, indem sie auf das damals noch nicht verbreitete BluRay gesetzt haben, was die Produktionskosten der PS3 in die Höhe schnellen ließ. Der Cell Prozessor war auch eine eher mutige Angelegenheit, Innovationswille ist jedenfalls im Hardwarebereich zu erkennen. Aber das ist auch logisch so, denn man benötigt auch als Major ein Alleinstellungsmerkmal, dass einen von der Konkurrenz abhebt. Im Softwarebereich sieht es da bei den Majors schon eher etwas dürftig aus. Aber auch das sehe ich als nahezu zwingend und logisch an. Wie Du ja schon sagst, kann sich eine kleine Independent Klitsche es eher leisten, mal etwas zu riskieren, weil da bei einem Fehlschuss ein paar Gläubiger weniger auf der Matte stehen und einfach das Gesamtvolumen des eingefahrenen Verlustes deutlich niedriger ist. 50 Mio. $ wollen einfach ungerne in riskante Projekte investiert werden, sagen vermutlich nicht nur die Bosse der Majors, sondern auch deren Banken und Investoren, die sowas finanzieren. So wirklich negativ kann ich das nicht finden, eher aus eigentlich allen Blickwinkeln heraus betrachtet nachvollziehbar. Auch sehe ich es insgesamt nicht ganz so extrem wie Du, dass Majors Innovationen fürchten "wie der Teufel das Weihwasser". Sony hat ein eigenes Finanzierungsprogramm für Indies und hat so schon einige Indie-Titel für das PSN herausgebracht, die sonst nie das Licht der Welt erblickt hätten... und das auch mit dem Risiko, damit in die Kacke zu greifen, da es sich dabei um theoretisch jede Independent Produktion handeln kann, die für Sony interessant klingt. Eben auch welche, die es zuvor noch nicht gab, also kann man sich da nicht in ein gemachtes Nest setzen. EA kauft entweder Indielabels auf (sowas wie PopCap und Konsorten) oder beteiligt sich direkt an einigen Produktionen. Natürlich machen die das aus dem Grund, damit Geld zu verdienen und nicht, weil sie eine künstlerische Vision realisieren wollen. Das überlassen sie dann dem kleinen Entwicklerstudio, während sie selbst die Gewinne einstreichen. Das klingt herzlos, aber so läuft das nunmal in der Wirtschaft, wenn jemand Geld in die Hand nimmt, um eine kleine Idee zu finanzieren. Uns Spielern kann das ja egal sein, solange die Ideen trotzdem umgesetzt werden und das sehe ich besondern momentan mehr denn je. Es ist ja nicht so, dass wir gerade in einer Computerspielezeit leben, in der man Independent Produktionen an einer Hand abzählen kann. Da kommt ja jede Woche etwas neues raus, entweder eigenfinanziert, kickstarter- oder majorunterstützt. Ich habe eher den Eindruck, dass genau das derzeit ziemlich trendy und hip ist. So gesehen haben wir Innovationen, auch von den Majors, nur eben nicht bei AAA Produktionen... aber ob sich das je ändern wird? Unwahrscheinlich, da viel zu risikobehaftet.

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