Ubisoft: Will nach Vivendi-Einstieg für seine Unabhängigkeit kämpfen - 4Players.de

4Players.de Das Spielemagazin. Kritisch. Ehrlich. Aktuell. 4Players.de Das Spielemagazin. Kritisch. Ehrlich. Aktuell.
Unternehmen
Entwickler:
Publisher: Ubisoft

Wie findest Du das Spiel?

Spielinfo Bilder Videos

Schnäppchen-Angebote

Stellenmarkt Jobbörse Jobware

Nachrichten

Folge uns

       

Ubisoft: Will nach Vivendi-Einstieg für seine Unabhängigkeit kämpfen

Ubisoft (Unternehmen) von Ubisoft
Ubisoft (Unternehmen) von Ubisoft - Bildquelle: Ubisoft
Der Einstieg von Vivendi bei Ubisoft wurde beim französischen Publisher nicht positiv aufgenommen. Nachdem der größte französische Medienkonzern in der vergangenen Woche 6,6 Prozent der Aktienanteile für 140,3 Millionen Euro erworben hatte, fürchten viele Mitarbeiter, dass dies den Anfang einer feindlichen Übernahme markieren könnte.

Gamesindustry.biz hat Einblicke in interne E-Mails bekommen, die Ubisofts CEO Yves Guillemot an die Mitarbeiter verschickt hat. Dort bezeichnet er den Kauf des neuen Anteilseigners als "unerwünscht" und "nicht willkommen" - auch weil Vivendi und sein Vorsitzender laut Guillemot aggressiv Unternehmen des Entertainment-Sektors verfolgen.

"Unsere Intention ist und war es immer, unabhängig zu bleiben. Dies hat es uns jetzt für 30 Jahre erlaubt, innovativ zu sein, Risiken einzugehen, beliebte Marken für Spieler rund um den Globus zu erschaffen, was dem Unternehmen dazu verholfen, zu dem Anführer heranzuwachsen, den es heute darstellt",
so Guillemot. "Wir werden dafür kämpfen, unsere Freiheit zu sichern. Wir sollten uns von dieser Situation - oder zukünftigen Handlungen durch Vivendi oder andere - nicht von unseren Zielen abbringen lassen. Unsere beste Verteidigung besteht darin, uns weiter auf das zu konzentrieren, was wir am besten können: das Abliefern von den originellsten und erinnerungswürdigesten Spielerfahrungen."

In einer weiteren E-Mail bezeichnet Ubisofts CEO außerdem das Risiko einer feindlichen Übernahme, denn in diesen Fall würde der Publisher "geleitet von Leuten, die unsere Expertise nicht verstehen oder was es braucht, um Erfolg in dieser Industrie zu haben."

Zuvor war Vivendi bereits bei Activision-Blizzard involviert, bevor ein Konsortium unter der Leitung von Bobby Kotick die Unabhängigkeit zurückkaufen konnte - ein Ziel, das jetzt vielleicht Yves Guillemot verfolgen dürfte.


Quelle: Gamesindustry.biz

Kommentare

hydro-sunk_416 schrieb am
Für mich gibts zwei Gesichter von Ubisoft.
Die kapitalistische Fratze mit ihren Formel-Spielen und Kundengängelung und das Ubisoft, das kleineren Teams etwas freiere Hand lässt und schöne Spiele produzieren lässt.
Unter Vivendi könnte ich mir vorstellen, dass das schönere Gesicht bald nicht mehr existiert.
Dr. Fritte schrieb am
Ich habe gerade keine Lust um die zeitlichen Abläufe exakt abzugleichen, aber ging es nicht mit Blizzard und insbesondere WoW steil bergab, seit Vivendi sich da eingekauft hatte? :roll:
Zumindest bin ich da absolut kein Fan von, wenn Parasiten sich irgendwo einkaufen....
ChrisJumper schrieb am
MrLetiso hat geschrieben:
"Unsere Intention ist und war es immer, unabhängig zu bleiben. Dies hat es uns jetzt für 30 Jahre erlaubt, innovativ zu sein, Risiken einzugehen, (...)
Selbst als Ubisoft-Fan sollte man den Fehler in der Aussage finden o_ô
Rayman, Child of Light und die anderen Art-Cartoon Games. Dinge wie Dance Now oder das Kinder-Spiel mit diesen Hasen zu der Fernseh-Serie. Dazu Watch Dogs was sich zwar auch an AC-Mechaniken anlehnt weil es funktioniert.
Ich finde das unternehmen viel Innovativer und Risikoferudiger als zum Beispiel Activision und EA. Ich freue mich tierisch auf The Division aktuell weil es scheinbar das MMO-Coop-Play interessant verwickelt mit hoffentlich einer guten Story. Das was Destiny sich ein wenig selbst zerschossen hat. Zudem macht Division mit dem T. Clancy Drehbuch in der Postapokalyptischen Welt auf mich einen besseren Eindruck als zum Beispiel Fallout 4 (wobei ich mich auch hier überraschen lassen mag.).
Lasse mich aber auch gern in die Ubisoft Fanboy Ecke stellen wenn es denn sein muss. Aber ich hoffe einfach das dieser Vivendi Konzern keinen schlechten Einfluss auf Ubisoft hat.
Xris schrieb am
An den Casualgames würde das rein gar nix ändern. Ist das eine Art Werbung? Bei bspw. Bioware die damals übernommen wurden durch EA war das iwie was anderes. Und die Befürchtungen haben sich ja bestätigt. Heute arbeitet da niemand mehr vom ursprünglichen Team und sie entwickeln nur noch recycelten Abfall. Aber was soll bei Ubsisoft schon passieren?
Weil die Kundschaft, die für diese Riesenumsätze sorgt, nur CoD haben möchte und nicht etwas, das wie CoD ist.
EA und Konsorten haben "versucht" ein CoD zu machen. Dabei raus kam zwar oft ein Schlauchlevelshooter mit Moorhuhn KI. Aber weder das Gameplay noch Inszenierung waren jemals auf dem Niveau von CoD. Mann mag ja über CoD sagen was mann will, aber hier macht Activision so schnell niemand was vor. Ich sehe das rein objektiv. Ich bin auch kein Fan von CoD. Aracadeshooter gut. Aber ich mag weder Schlauchlevel noch das Szenario in dem CoD meist spielt. Auf der einen Seite wird oft über CoD gelästert. Auf der anderen Seite scheint es schwerer zu sein CoD zu kopieren als es den Anschein hat.
Alter Sack schrieb am
Kajetan hat geschrieben:
Alter Sack hat geschrieben:Ich denke er schätzt auch die Situation richtig ein. Die meisten großen Publisher sind schon auf Gewinnmaximierung ausgelegt und eine feindliche Übernahme würde diesen Effekt noch verstärken. Das wäre der Anfang vom Ende nach meiner Meinung. Die Branche ist schon schwierig genug ohne das da noch "Unwissende" mit rumwuschteln. Konami mit ihrem neuen CEO ist für mich das beste Beispiel.
Bei Ubisoft ist man genauso auf Gewinnmaximierung versessen wie alle anderen. So ist das nicht. Aber rein strategisch hat man sich sehr geschickt Marktbereiche und Franchises geschaffen, die so von der Konkurrenz nicht abgedeckt werden. Ubisoft tritt mit seinen Spielen nicht in Konkurrenz zu EA oder Activision, weil Guillemot schlau genug war zu erkennen, dass so eine Produktpolitik nicht zum Erfolg führt. Trotz irrsinniger Umsätze wurde nie versucht einen CoD-Klon zu etablieren. Weil die Kundschaft, die für diese Riesenumsätze sorgt, nur CoD haben möchte und nicht etwas, das wie CoD ist. EA hat es versucht, THQ hat es versucht und beide sind mit Medal of Honor und Homefront derbe auf die Schnauze gefallen. Dafür hat EA mit Dragon Age Inquisition nun versucht das FarCry/AC-Wimmelbild-Gameplay zu kopieren. Weil das für Ubisoft all die Jahre über sehr gut funktioniert hat und wahrscheinlich noch ne Weile funktionieren wird, weil die Kunden, die solche Spiele mögen, dieser noch nicht müde sind.
Seine Befürchtung ist nun, dass die neuen Anteilseigner versuchen Ubisoft ums Verrecken in direkte Konkurrenz zu anderen Marken und Franchises zu treiben, weil diese gutes Geld bringen. Also muss man doch auch gutes Geld machen, wenn man genau das gleiche macht, nicht? Diese Denkweise wird, so seine Befürchtung (die ich teile), Ubisoft nicht gut tun und die wirtschaftliche Existenz des Unternehmens gefährden.
Genau das mein ich ja
schrieb am

Facebook

Google+