Electronic Sports League: Managing Director: "eSport muss weiter reifen" - 4Players.de

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Electronic Sports League: eSport muss reifer werden

Electronic Sports League (Sonstiges) von MTG
Electronic Sports League (Sonstiges) von MTG - Bildquelle: MTG
Nach dem Drogenskandal rund um gedopte eSportler, die teilweise ganz selbstverständlich davon erzählen, mit Amphetaminen ihre Reaktionsfähigkeit und Aufmerksamkeit in den Wettbewerben zu steigern, fordern die Verantwortlichen der Liga nicht nur Konsequenzen in Form zukünftiger Drogentests. Michal Blicharz, Managing Director Pro Gaming bei der ESL, will generell, dass der eSport langsam erwachsen wird.

"Natürlich muss eSports weiter reifen. Er ist ja noch nicht einmal 20 Jahre alt", so Blicharz im Gespräch mit PC Gamer. "Gleichzeitig ist er in der gleichen Zeit in vielerlei Hinsicht aus einigen Sportarten herausgewachsen, die seit fast einem Jahrhundert existieren. Das braucht Zeit, aber wir werden sicher dorthin kommen."

Nachträglich wird man zwar keine Untersuchungen mehr gegen mögliche oder selbst enttarnte Sünder wie das Team Cloud9 einleiten - auch aus Mangel an Beweisen bzw. dem zu großen Aufwand und wenigen Erfolgsaussichten. Mehr erhofft man sich dagegen von den Drogentests, mit denen man schon im August beim ESL-Event in Köln beginnen wird. Wird jemand bei den Stichproben positiv auf verbotene Substanzen getestet, müssen er und sein Team wohl mit ähnlichen Konsequenzen rechnen, welche die ESL auch bei ertappten Cheatern anwendet.

"Unsere Teams rund um den Ligabetrieb und Rechte arbeiten gerade daran, die Regeln zu überarbeiten. Die exakten Formulierungen bei allen Sanktionen müssen noch festgelegt werden. Wir wollen Doping wie jede andere Form des Betrugs handhaben", so Blicharz. "Darüber sollte unser Leiter des Ligabetriebs sprechen, aber wahrscheinlich werden wir illegales Doping genauso bestrafen wie das Mogeln in einer Partie. In ihrer Essenz unterscheidet sich beides nicht voneinander, was die Aufrichtigkeit innerhalb eines Wettbewerbs betrifft."

Laut Sektion 2.13.3 des aktuellen Regelwerks würde dies wohl bedeuten: Wird ein Teilnehmer erwischt, wird nicht nur er, sondern auch sein gesamtes Team vom Rest des laufenden Wettbewerbs ausgeschlossen. Aber was passiert, wenn einer der Spieler tatsächlich aus medizinischen Gründen Adderall oder andere potenziell verbotene Stoffe einnehmen muss und ein Rezept vorweisen kann? Ein Grenzfall. Derzeit untersucht man bei der ESL, wie man damit umgehen sollte, unterstreicht aber, dass man Spieler mit Gesundheitsproblemen aufgrund der Problematik nur ungern aus dem Wettbewerk ausschließen würde.

Innerhalb der Videospielbranche und eSport-Teams werden die Pläne der Liga laut Blicharz überwiegend positiv aufgenommen. "Im Kern sind die Teams interessiert daran, ein faires Spielfeld vorzufinden. Und deshalb liegt es auch an den Teams sicherzustellen, dass sauber gespielt wird und ich hoffe, sie werden ebenfalls aktiv ihren Teil dazu beitragen."

Quelle: PC Gamer

Kommentare

Sir Richfield schrieb am
Ich fordere (auch im nicht elektronischen Sport) eher volle Transparenz:
Die Sportler, die dopen wollen, müssen offenlegen, was sie von welchem Hersteller alles so zu sich nehmen.
Damit man sehen kann, was wirkt.
ZUSÄTZLICH! Müssen die Sportler aber auch Einschränkungen in ihrem Privatleben in Kauf nehmen. So werden sie regelmäßig gecheckt und auch noch viele Jahre nach Ende ihrer Karriere dokumentiert.
Damit man sehen kann WIE es wirkt.
schrieb am

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