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Atari: Muttergesellschaft ist ebenfalls insolvent

Vorgestern hatte Atari Inc. offiziell Insolvenz angemeldet - aufgrund anstehender finanzieller Verpflichtungen könne der Betrieb nicht mehr normal aufrechterhalten werden, ließ die US-Tochter von Atari SA da verlauten.

Einen Tag später zog jetzt auch das Mutterschiff nach: Das einst als Infogrames bekannte Unternehmen beantrage Gläubigerschutz nach französischem Insolvenzrecht (PDF). Der Hersteller, der vor über drei Jahren sein Europa-Vertriebsgeschäft an Namco Bandai abgetreten hatte, merkt an, man habe in der jüngeren Vergangenheit seine Verbindlichkeiten um 130 Mio. Euro reduzieren können. Auch habe die Firma in den vergangenen zwei Jahren profitabel gearbeitet.

Das Problem: Im Oktober 2010 hatte mit  BlueBay einer der Hauptinvestoren und Gesellschafter angekündigt, sich von seinen Anteilen trennen zu wollen. Auch forderte man die Rückzahlung des einst gewährten Kredits bis zum 31. März 2013. In zweieinhalb Jahren hatte es Atari aber nicht geschafft, einen Investor zu finden, der BlueBay ersetzen und neues Kapital bereitstellen kann. Da man die Schulden in Höhe von 21 Mio. Dollar nicht begleichen kann und nicht genug Ressourcen für den Weiterbetrieb haben wird, sei die geordnete Insolvenz die logische Konsequenz. Die Tatsache, dass man keine neuen Geldgeber auftreiben konnte, begründet Atari SA u.a. mit dem allgemein schlechten Wirtschaftsklima, der komplizierten Kapitalstruktur des Unternehmens und dem Umstand, dass man an der französischen Börse notiert ist.

Den Gedankenspielen des Managements zufolge soll die US-Sparte, die in der jüngeren Vergangenheit einen beträchtlichen Teil des Umsatzes erwirtschaftet hatte, abgekoppelt und eigenständig weitergeführt werden. Die Verbindlichkeiten würde man soweit wie möglich bei Atari SA abladen. Im Rahmen der jetzt anstehenden Umstrukturierung sollen innerhalb der nächsten 90 bis 120 Tage sämtliche Assets des Unternehmens zum Verkauf stehen. Andere Hersteller könnten sich jetzt also die Rechte an allerlei Arcade-Klassikern wie Centipede, Asteroids, Pong, Breakout oder Missile Command sichern. Auch neuere Marken wie Test Drive, Alone in the Dark, Rollercoaster Tycoon, die Taktik-Reihe Desperados oder das Atari-Logo selbst können potenziell den Eigentümer wechseln.

Kommentare

Armin schrieb am
Das war doch doch sowieso mehr Infogrames, nicht das alte Atari.
Barranoid schrieb am
Nero7 hat geschrieben:Tja haben die denn überhaupt irgendwas gutes rausgebracht ausser Act of War und den oldies?
Wie alt warst du noch gleich?
@Topic :
Sehr schade um Atari. Okay sie haben wirklich die letzten Jahre nichts weltbewegendes gebracht aber irgendwie gehörten sie doch dazu. Ohne Atari würden wir heutzutage sicherlich einiges vermissen. Aber andererseits stimme ich zu, dass Atari so laaangsam verdient hat in Frieden zu ruhen. Unternehmerisch haben sies ziemlich verbockt und sich einfach nicht am Markt behaupten können.
Todesglubsch schrieb am
Kajetan hat geschrieben:Kommt wohl wieder, wenn die Sache endgültig geklärt ist, denn NWN1 wird bei GOG.com mit Bioware/Hasbro als Eigner angeboten.
Atari hat die kompletten Rechte an D&D verloren. Werden wahrscheinlich noch die Namensrechte an den Titeln haben, mit denen sie aber wohl nichts anfangen dürfen. Denn immerhin ist "Neverwinter" ja auch ein geschützter Begriff.
Wenn's wiederkommt, dann wohl über Hasbro.
Pyoro-2 schrieb am
Vllt sieht Valve hier 'ne Chance, aus dem generischen "Steambox" 'ne "Atari Steambox" zu machen :ugly:
Zappes schrieb am
Am schönsten wäre es, wenn eine Firma mit geeigneter Finanzkraft die Marke kaufen und eine Spielkonsole herausbringen würde, die dann aber auch so richtig gut sein müsste. Wäre es nicht schön, zum ersten mal seit dem VCS mal wieder eine erfolgreiche Atari-Konsole zu haben?
schrieb am

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