Spielkultur: David Jaffes "Kunstspiel-"Kritik - 4Players.de

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David Jaffe: Kritisiert "Kunstspiele"

Spielkultur (Sonstiges) von 4Players
Spielkultur (Sonstiges) von 4Players - Bildquelle: 4Players
Als schweigsamer Zeitgenosse ist David Jaffe nicht bekannt. Der Mann, der die Twisted Metal-Reihe miterschuf, als Creative Director für God of War zuständig war, danach Calling All Cars ablieferte und derzeit an Twisted Metal für die PS3 werkelt, gibt seine Meinung per Blog und Twitter häufiger zum Besten. So auch in einem neuen Artikel:

Nur weil der Wind rauscht, man große Räume erforschen kann und alles mit einer niedrigen Geschwindigkeit abläuft, heißt das nicht, dass das Spiel, das ihr spielt, Kunst ist.

Und der Umstand, dass die Story und Präsentation eines Spiels Elemente enthält. die man aus 'Filmen für große Jungs' kennt, bedeutet nicht, dass Spiele erwachsen werden oder sind.

Das alles seien oberflächliche Elemente, die natürlich herausfordernd seien, aber nichts über den Reifegrad des Mediums aussagen würden. Er sei es leid zu sehen, "dass Spieler, besonders Spielejournalisten" immer wieder darauf reinfallen würden.

Gerade ihr Spielejournalisten müsst uns Entwicklern unseren Schall-und-Rauch-Bullshit aufzeigen. Wenn wir die Spitze des Berges erreichen wollen, dann müssen wir auch ehrlich hinsichtlich des aktuellen Zustandes der 'Kunst' sein.

Nur weil ein Spiel scheinbar relevant wirken würde, müsse es noch lange nicht tatsächlich relevant sein. Wer sich einen Wollkragenpullover anzieht, eine Baskenmütze aufsetzt und sich in ein Café in Paris setzt, gehöre schließlich auch nicht automatisch zur intellektuellen Elite. Ein Spiel sei nicht unbedingt "wichtig, künstlerisch wertvoll und bedeutungsvoll", nur weil es das lauthals behauptet, so der Designer, der allerdings keine konkreten Namen nennt.

"Ganz im Gegenteil: Je mehr ein Spiel rumbrabbelt und und dir wieder und wieder erzählt, wie besonders es doch ist, desto mehr Gründe gibt es zu vermuten, dass diese Behauptungen irgendwie dem Ego (oder Marketing), aber nicht wirklicher Leidenschaft und Innovation entstammen.

Echte Kunst und wichtige Werke haben es nicht nötig, ständig ins eigene Horn zu blasen. Es liegt in ihrer Natur - bis auf wenige Ausnahmen -, dass ihr künstlerische Aspekt oder ihre wichtige Rolle offensichtlich ist, ohne dass jemand euch erzählen muss, dass das so ist."

Je mehr Journalisten das beachten, desto eher werden die Entwickler dazu gezwungen, "zu scheißen oder das Klo zu verlassen", sinniert Jaffe weiter.

"Erzählt uns Entwicklern, dass wir [am Ziel] angekommen sind, und bevor ihr euch verseht, glauben wir tatsächlich, dass das der Fall ist (manche tun das bereits). Aber wir sind wirklich noch nicht angekommen, und es scheint einfach so, als ob es da diesen mysterösen Bullshit-Geheimklub hinter den Kulissen gibt, wo wir der Presse erzählen, wie wichtig und bedeutsam wir geworden sind, um unsere Egos zu streicheln. Und dann schreibt die Presse (MANCHE, sicherlich nicht alle) darüber, wie wichtig Spiele doch geworden sind - auch um sich selbst davon zu überzeugen, dass ihre Arbeit wichtig ist, dass es nicht nur um die Zahl der Knarren oder die Größe der Levels in der nächsten Erweiterung geht."

Spiele, die hochgejubelt werden, könnten in der Regel in Sachen Emotionalität und Bedeutsamkeit nicht mal mit zweitklassiger Fernsehunterhaltung mithalten, legt Jaffe weiter nach. Die Aufmerksamkeit durch die Medien würde aber darin resultieren, dass die Publisher Geld von "traditionellen" Spielen abziehen. Das würde letztendlich bedeuten, dass die Dinge, die das Medium eigentlich so erfolgreich beherrscht, weniger geschätzt, respektiert und geliebt werden.

Das Ansinnen, dass etwas "mehr als ein Spiel" sein sollte, sei in gewisser Weise auch eine Geringschätzung der Unterhaltung, die von klassischen Spielen geboten wird. Ohne jene Titel wäre die Welt aber deutlich ärmer.

Sowohl Werbung als auch die Berichterstattung sollten sich stärker auf Verbesserungen in der Spielmechanik konzentrieren, anstatt nur über die Story zu plaudern.

Im Rest des recht langen Blogeintrags wettert Jaffe noch gegen das Geld, das in die Erstellung von Zwischensequenzen investiert wird, statt es für das Gameplay oder die Aufbesserung der Gehälter der Entwickler zu verwenden. Er habe überhaupt nichts gegen den Story-Aspekt - allerdings sollte man sich vielleicht zuerst auf das fokussieren, was das Medium Spiele auszeichnet: Gameplay/Interaktivität.

Kommentare

MaxDetroit schrieb am
Crewmate hat geschrieben:Ist doch recht offensichtlich. Er beschwert sich über Sonys Projekte "The last Guardian" und besonders "Journey". Besonders deshalb, weil sein altes Santa Monica Studio (GoW) auch an Journey beteiligt ist.
Wer gegen Kunstspiele ist, ist gegen die Vielfalt. Es gibt Spiele für jeden Geschmack, jeder kann Zeig finden, das er mag.
Die Genrevielfalt ist besser denn je, mit Shootern von lustig bis bitter ernst, taktisch komplex bis Hirn-aus-Abzug-drücken. Rennspiele von Arcade bis Simulation - mit Open World oder 1:1 übernommenen Strecken, bockschweres Arcadezeug wie Super Meat Boy und MegaMan 10 bis zu lockereinfachen 2D JnRs, Strategie von simpel bis komplex ausladend. Casualgames für deine Muddah.EV Survival Horror vom Gruselshooter bis hin zum Horroradventure. Adventures der alten und der neuen Schule. etc etc blabloodybla.
Durch die Existenz des einen, verliert keiner von euch etwas anderes.
Das soll gerade Jaffre mir nochmal aufzeigen, wie etwas wie Journey seinem Twisted Metal schadet. Er hat gerade eine der in den USA erfolgreichsten Reihen in der Hand. Wer gegen diese Vielfalt an Spielen ist, ist meiner Meinung nach ein Arschloch. Gerade weil es genug Alternativen gibt, und eben jeder etwas finden kann. Einen reißerischen Testbericht muss ich nicht lesen, dafür gibt es genug andere Seiten im Netz. Er gönnt anderen die Kekse nicht.
Und vielleicht ist das auch Jaffres Problem. Weiß keiner, die Hintergründe sind mir auch nach lesen des Originaltextes nicht klar.
Also ich verstehe ihn immer noch so: Spiele sollen in erster Linie unterhalten und vor allem durch ihr Gameplay überzeugen, denn das ist der Kern eines jeden Spiels. Gameplay bedeutet für mich eben die Spielmechaniken, Steuerung, wie spiele ich so ein Spiel, wie gewinne und verliere ich dabei. Bei einem Brettspiel wären es eben die Regeln, wer z.B. wann am Zug ist, wie gewürfelt wird usw.
Nun, und da...
crewmate schrieb am
Ist doch recht offensichtlich. Er beschwert sich über Sonys Projekte "The last Guardian" und besonders "Journey". Besonders deshalb, weil sein altes Santa Monica Studio (GoW) auch an Journey beteiligt ist.
Wer gegen Kunstspiele ist, ist gegen die Vielfalt. Es gibt Spiele für jeden Geschmack, jeder kann Zeig finden, das er mag.
Die Genrevielfalt ist besser denn je, mit Shootern von lustig bis bitter ernst, taktisch komplex bis Hirn-aus-Abzug-drücken. Rennspiele von Arcade bis Simulation - mit Open World oder 1:1 übernommenen Strecken, bockschweres Arcadezeug wie Super Meat Boy und MegaMan 10 bis zu lockereinfachen 2D JnRs, Strategie von simpel bis komplex ausladend. Casualgames für deine Muddah.EV Survival Horror vom Gruselshooter bis hin zum Horroradventure. Adventures der alten und der neuen Schule. etc etc blabloodybla.
Durch die Existenz des einen, verliert keiner von euch etwas anderes.
Das soll gerade Jaffre mir nochmal aufzeigen, wie etwas wie Journey seinem Twisted Metal schadet. Er hat gerade eine der in den USA erfolgreichsten Reihen in der Hand. Wer gegen diese Vielfalt an Spielen ist, ist meiner Meinung nach ein Arschloch. Gerade weil es genug Alternativen gibt, und eben jeder etwas finden kann. Einen reißerischen Testbericht muss ich nicht lesen, dafür gibt es genug andere Seiten im Netz. Er gönnt anderen die Kekse nicht.
Und vielleicht ist das auch Jaffres Problem. Weiß keiner, die Hintergründe sind mir auch nach lesen des Originaltextes nicht klar.
bruchstein schrieb am
Eigentlich lohnt es sich nicht darüber zu rätseln was David Jaffe uns im einzelnen damit sagen will. Er hat da was im Zorn rausgerotzt ohne darüber nachzudenken, dazu recht wiedersprüchlich das ganze ...seine einzigste Botschaft die ich erkennen kann ist die, das er schiss hat sich anpassen zu müssen und so gesehen finde ich es gut ,das er es getan hat.....er will weiterhin sein Ding machen können, eigenständig bleiben....und das ist ja das grosse Problem der Gameindustrie, wo inzwischen ja alles gleicher als gleich sein muss :D
Roger Whittaker schrieb am
Aber um nochmal auf das Thema Bezug zu nehmen:
Warum sagt gerade David Jaffe, der mit GoW3 griechische Mythologie so fabelhaft zum Leben erweckt, dass es keine Kunst sei???
Vielleicht hat er gerade mit der Kunst im Spiel nix zu tun gehabt...
Würde mir aber auch genauso komisch vorkommen, wenn Mozart sagen würde, Musik hat keinen musischen Charakter, sondern ist reine Mathematik...
bruchstein schrieb am
lol jetzt habe ich fertig.... bei mir braucht das immer ewig.... :D
EDIT nein aber jetzt......i :wink:
schrieb am

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