Spielkultur: Jonathan Blow: Fordert mehr Tiefe & Vielfalt - 4Players.de

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Entwickler: 4Players
Publisher: 4Players
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Jonathan Blow: Fordert mehr Tiefe & Vielfalt

Spielkultur (Sonstiges) von 4Players
Spielkultur (Sonstiges) von 4Players - Bildquelle: 4Players
In Endgame: Syria beschäftigt sich Game the News mit den aktuellen Geschehnissen in Syrien und ihren mögliche Konsequenzen. Während die Software in Googles Play-Kanal veröffentlicht werden konnte, verweigerte Apple den Zutritt zum App Store. Der Hersteller, der wegen seiner Ausschlussentscheidungen nicht zum ersten Mal ins Gerede kommt, verweist auf eine Passage in den Nutzungsbedingungen für Entwickler. Darin heißt es: Spiele würden anders gehandhabt als Bücher oder Lieder. Wer Religion kritisieren oder Sex beschreiben wolle, solle ein Buch oder einen Song verfassen oder eine medizinische App schreiben. Man habe eben bestimmte inhaltliche Richtlinien festgelegt.

"We view Apps different than books or songs, which we do not curate. If you want to criticize a religion, write a book. If you want to describe sex, write a book or a song, or create a medical app. It can get complicated, but we have decided to not allow certain kinds of content in the App Store."

Im Rahmen eines Artikels hatte Venture Beat mehrere Entwickler gebeten, sich zu jenem Umstand zu äußern. Jonathan Blow (Braid) hat seine vollständige Antwort jetzt per Blog veröffentlicht. Und findet: Grundsätzlich sei das natürlich eine falsche Einstellung gegenüber Spielen, für die letztendlich aber nicht Apple, sondern die Entwickler verantwortlich seien.

"Apple behandelt Spiele als oberflächliche kommerzielle Unterhaltung, weil man von Spieleentwicklern gelernt hat, dass Spiele eben genau das sind.

Würden wir in einer Welt leben, in der Spiele sich auch ganz routinemäßig mit ernsten Problemen in einer Art und Weise beschäftigen, die Leute anspricht, dann könnte Apple diesen Standpunkt nicht vertreten, weil er keinen Sinn ergeben würde."

Apple empfehle das Schreiben eines Buches, um Kritik an Religion zu üben, da das Verbot von Büchern ja offensichtlich etwas Schlechtes sei. Es habe schon viele Bücher gegeben, die von Leuten als wichtig empfunden wurden, und es habe schon häufig Zeiten gegeben, in denen versucht wurde, Bücher zu verbannen. Der gesellschaftliche Konsens sei heutzutage letztendlich, dass dies keine gute Sache sei. Spiele hätten diesen historischen Hintergrund nicht. Dementsprechend würde Apple das Medium eben mit Angry Birds oder Infinity Blade gleichsetzen - und das sei nicht die Schuld des Unternehmens.

Man könne auf den Hersteller zwar wegen seiner Vorgaben einprügeln, diese seien aber letztendlich nur ein Spiegel des allgemeinen kulturellen Verständnisses von Spielen. Das könne man nur verändern, indem Entwickler viele ernsthafte, rührende, mutige und tiefgründige Spiele über einen langen Zeitraum hinweg produzieren.

"Ich weiß nicht, ob das jemals passieren wird. Wie viele Spiele kennst du, denen du diese Adjektive ernsthaft zuschreiben könntest? Sicherlich keinem der bestverkauften Spiele im App Store. Und sicherlich keinem dieser großen Free-to-play-Spiele, die gerade die ganze Kohle einfahren.

Die Entwickler ernten nur das, was sie auch gesät haben. Was sonst würdest du erwarten?"

Ein Wandel könne nur über viele stetige Schritte erreicht werden - der eine oder andere gelegentliche Vorzeigetitel würde die Wahrnehmung nicht wirklich ändern können.

Kommentare

brent schrieb am
LP 90 hat geschrieben:
brent hat geschrieben:
LP 90 hat geschrieben: es gibt bis heute keinen gesellschaftskritischen, großen Animationsfilm
Marvel und DC haben doch genug kritisches im Portfolio, was auch oft genug in allerlei Formen verfilmt wurde. Bloß weil Disney das größte Stück vom Kuchen hat, heißt das nicht, dass man alles andere direkt ignorieren kann.
Ich bezog mich eigentlich mehr auf 3d-Animationen, falls die auch welche gemacht haben touché, aber es ist mir durchaus bewusst das die beiden da gute Filme gemacht haben.
Wieso sollte man den Blick aber gerade auf eine einzige Technik beschränken wollen?
LP 90 schrieb am
Sry, Doppelpost
LP 90 schrieb am
brent hat geschrieben:
LP 90 hat geschrieben: es gibt bis heute keinen gesellschaftskritischen, großen Animationsfilm
Marvel und DC haben doch genug kritisches im Portfolio, was auch oft genug in allerlei Formen verfilmt wurde. Bloß weil Disney das größte Stück vom Kuchen hat, heißt das nicht, dass man alles andere direkt ignorieren kann.
Ich bezog mich eigentlich mehr auf 3d-Animationen, falls die auch welche gemacht haben touché, aber es ist mir durchaus bewusst das die beiden da gute Filme gemacht haben.
brent schrieb am
LP 90 hat geschrieben: es gibt bis heute keinen gesellschaftskritischen, großen Animationsfilm
Marvel und DC haben doch genug kritisches im Portfolio, was auch oft genug in allerlei Formen verfilmt wurde. Bloß weil Disney das größte Stück vom Kuchen hat, heißt das nicht, dass man alles andere direkt ignorieren kann.
LP 90 schrieb am
um mal zur Manga-Diskussion zu kommen:
Anspruchsvolle Mangas gabs schon aus den 60-ern. (Fragt mich jetzt bitte nicht mehr nach dem Namen, kann mir nicht alles merken :wink: ), Vorläufer der Manga sind aus dem 1700 Jahrhundert bekannt.
Des weiteren sollte man aber auch sehen, das zu einer Zeit in der hier grade mal König der Löwen lief( geiler Film) in Japan etwas wie Ghost in the Shell da war. Die sind einfach zeitlich weiter als wir was das angeht oder einfach in der westl. gesellschaft zu Profit besessen um mal was anständiges mit den Möglichkeiten zu machen. es gibt bis heute keinen gesellschaftskritischen, großen Animationsfilm( Was nich sagt das es keine tollen, emotionalen Erlebnisse sein können)
Der Comic konnte seine Verwandlung meiner Meinung auch nur mmachen, weil er zur Randfigur gemacht wurde, vor allem durch das Fernsehen. Reformen mussten gemacht werden um neue käufer zu finden. Und da sah man eben eine Schicht von Leuten die mit dem Medium aufgewachsen ist, jetzt aber anspruchsvollere Unterhaltung haben wollte. Schlussfolgerung: Visual Novel. Wobei Stan Lee das ganze ja schon in den 60/70 Jahren begann. (von wegen Verwischung von Gut und Böse, Novum für die Comic-Welt damals)
Meine Schlussfolgerung: neue Medien werden solange kritsich beäugt, wie es braucht bis die Generation die mit diesen Medium aufgewachsen ist braucht, kulturell federführend zu sein. Das Kino musste auch kämpfen. Zeichentrick musste auch kämpfen. Der Comic auch SO eine Buch-reihe wie "A Song of ice and fire"hätte es in Tolkiens Zeiten nie geben können. So hat sich zum Beispiel einzelne genres auch weiter entwickelt . Ändert aber auch nichts daran das alle Medien auch unter Mainstream zu "leiden" haben und es ihn überall und immer geben wird, denn dort liegt das Geld. Die Wertschätzung zu dem Besonderen ändert sich nur, so haben zwar weitaus mehr...
schrieb am

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