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Metacritic unter die Haube geschaut

Spielkultur: Metacritic unter die Haube geschaut
Bildquelle: 4Players
Metacritic gilt als einflussreiche Brancheninstitution, die für viele Nutzer ein Anlaufpunkt für Wertungen ist. Und für viele Hersteller ist die Seite mangels anderer Metriken eine Messlatte für Qualität, von der bei Entwicklern nicht selten bestimmte Zielmarken und damit verbundene Boni abhängig sind.

Es ist kein Geheimnis, dass das Portal dabei keine reine Durchschnittswertung, sondern einen gewichteten Durchschnitt publiziert, auf den manche Magazine einen größeren, andere einen kleineren Einfluss haben. Daraus, wie diese Gewichtung aussieht, machen die Betreiber aber seit jeher ein Geheimnis.

Wie Gamasutra berichtet, hat Adams Greenwood-Ericksen von der Full Sail University die Webseite zusammen mit Studenten einige Monate lang analysiert. Mittels statistischer Methoden hat das Team versucht, die Gewichtungen rückwärts zu ermitteln. Das daraus entwickelte Modell auf Basis von 188 erfassten Magazinen habe sich fast immer als übereinstimmend erwiesen bei späteren Wertungen. (Anmerkung: 4Players wird ebenfalls bei Metacritic geführt, wurde aber nicht im Rahmen der vor 18 Monaten begonnenen Untersuchung erfasst und eingestuft.)

Zu den Magazinen mit der höchsten Gewichtung zählen u.a. Game Informer, die New York Times, Wired und IGN. Was natürlich immer noch nicht erklären würde, auf welcher Basis Metacritic eigentlich einstuft. So sind z.B. Eurogamer Spanien und Italien höher eingestuft als die internationale Mutterseite, die eine neutrale Gewichtung hat.

Es ist nicht unüblich, dass gewisse Magazine ihre Tests bestimmter Spiele zuerst veröffentlichen dürfen, während andere Magazine sich an Embargos halten müssen oder gar nicht mit Rezensionsexemplaren bemustert werden. Das Ansinnen ist recht klar, sind so doch zuerst die höchsten, den Hersteller genehmen Wertungen im Umlauf. Ein weiterer Effekt: Die bereits vorhandenen Wertungen beinflussen jene, die ein Spiel noch testen müssen. So gibt es laut der Analyse von Greenwood-Ericksen bei den initialen Wertungen noch eine gewisse Spannbreite bzw. Variabilität; ab einem gewissen Zeitpunkt würden folgende Wertungen sich nur innerhalb des dann gesetzten Spektrums bewegen.

Das Team beanstandet zudem die schon häufiger kritisierte Vorgehensweise, Wertungen aus einem anderem System, z.B. Schulnoten, in das 100er System zu konvertieren.

Zwischen den Wertungen und dem Absatz gebe es auch einen statistischen Zusammenhang: Ab einem Durschnitt von 83 würden die Verkaufszahlen deutlich besser ausfallen. Die Korrelation beträgt hier 0.72 - das Team betont natürlich, dass es sich eben um eine Korrelation handelt und man auf Basis dessen nicht von einer Kausalität sprechen sollte.

Metacritic antwortet

Das Portal hat übrigens mittlerweile ein offizielles Statement veröffentlicht und die Ergebnisse erwartungsgemäß kritisiert. Die Schätzungen des Teams seien "ziemlich und absolut ungenau/falsch".

Metacritic habe weniger als die sechs von Greenwood-Ericksen et al postulierten Gewichtungen. Auch seien die Unterschiede zwischen diesen in Wirklichkeit viel geringer als gemutmaßt. Laut des Modells hätten die am höchsten eingestuften Magazine sechs Mal so viel Gewicht wie die mit der niedrigsten Einstufung. Die tatsächliche Gewichtung würde aber nicht so weit auseinandergehen und einen geringeren Einfluss auf die Berechnung der Wertung haben.

Last but not least: Die vermutete Einstufung der Magazine würde von der wirklichen abweichen. Viele Magazine seien über-, andere unterbewertet worden. In manchen Fällen sei die Differenz geradezu absurd. Metacritic würde zudem die Gewichtung regelmäß anpassen bzw. ändern in Abhängigkeit vom Qualitätstrend der Magazine.

Kommentare

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  • Adam Sessler über Metacritic: http://www.youtube.com/watch?v=kqeiN4pqTjo
  • Finde gekauft Wertungen auch nicht schlimmer als völlig subjektive Tests die Klicks ziehen sollen weil sie absurd schlechte Wertungen oder absurd gute Wertungen als Ergebniss haben. Am Ende weiss man selber ob man das Spiel kaufen will oder nicht. Hilfestellungen brauch man doch eher wenn  [...] Finde gekauft Wertungen auch nicht schlimmer als völlig subjektive Tests die Klicks ziehen sollen weil sie absurd schlechte Wertungen oder absurd gute Wertungen als Ergebniss haben. Am Ende weiss man selber ob man das Spiel kaufen will oder nicht. Hilfestellungen brauch man doch eher wenn irgendwas total daneben geht.. Und da sollte man sich 3-4 Seiten suchen auf denen einen die Tests gefallen und selber einen Querschnitt ziehen. Wenn ich nur nach 4 Players Wertungen gehen würde hätte ich diverse Spiele nicht gekauft die mir richtig gut gefallen haben. Wenn es hier mal wieder so einen Ausreisser gibt (CoD BO II für die Wii U z.B) dann lese ich die Tests auf den Seiten wo ich mich noch rumtreibe und sehen wieviel wirklich dran ist und wieviel schlichtweg subjektive Fehleinschätzungen waren.
  • Enthroned schrieb:
    Ich bin jedoch der Überzeugung, dass jedes Spiel auf seine Art und Weise Spaß macht und wenn man schlecht über ein Spiel schreibt oder redet, sollte man doch zumindest einmal gespielt haben.
    Kommt doch immer drauf an, was man dazu sagt. Eine  [...]
    Enthroned schrieb:
    Ich bin jedoch der Überzeugung, dass jedes Spiel auf seine Art und Weise Spaß macht und wenn man schlecht über ein Spiel schreibt oder redet, sollte man doch zumindest einmal gespielt haben.
    Kommt doch immer drauf an, was man dazu sagt. Eine hässliche Grafik muss ich nicht gespielt haben, grobe Fehler erkennt man problemlos auch in Videos und konzeptionelle Fehler schlimmster Art sind ohne Weiteres einem Text zu entnehmen. Das Gesamtbild mag man so nicht erreichen, aber wenn mich nur eines davon so sehr abschreckt, sehe ich keinen Grund, es doch zu spielen, und rede dann auch sicher nicht positiv darüber.
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