Spielkultur: Entwickler sprechen über das Frauenbild in Spielen und den Druck, erfolgreich sein zu müssen - 4Players.de

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Entwickler sprechen über das Frauenbild in Spielen und den Druck, erfolgreich sein zu müssen

Spielkultur (Sonstiges) von 4Players
Spielkultur (Sonstiges) von 4Players - Bildquelle: 4Players
Auf dem gestrigen BFI Video Games Day sprachen u.a. drei Vertreter der Spieleindustrie über die Darstellung von Geschlechterrollen und darüber, wie finanzieller Erfolgsdruck die kreative Entwicklung des Mediums behindert. MCV UK fasst die Eckpunkte des Panels zusammen.

Spieleautorin Rhianna Pratchett betonte, dass nicht nur die Anzahl weiblicher Charaktere zu kurz kommt - auch die Darstellung von Männerrollen lasse zu wünschen übrig. Vaterfiguren würde es etwa seit Kurzem erst vermehrt geben und noch immer dominiere das Bild des "weißen, heterosexuellen Mannes mit braunen Haaren".

In den vergangenen Wochen und Monaten hatte das Thema für großen Wirbel gesorgt. Im Mittelpunkt stand häufig die erklärte Feministin Anita Sarkeesian (wir berichteten). Shaid Ahmad, der sich bei Sony Europa um "strategic content" kümmert, mahnte Entwickler, vermutlich in diesem Zusammenhang, dass sie aufgebrachte Internet-Nutzer frühzeitig unter Kontrolle bringen sollten.

Heutzutage würden sich Aufgebrachte schnell zu einer lautstarken Gruppe formieren. Solche Gruppen dürften allerdings nicht die Entwicklung der Spielewelt hin zu mehr Vielfalt beeinträchtigen.

Ahmad kritisierte außerdem die Entwickler finanziell aufwändiger Spiele: Sie würden aufgrund des Erfolgsdrucks mehr auf das Vorhandensein funktionierender Elemente bedacht sein als auf die Entwicklung des Mediums. Die Angst vor finanziellen Einbußen verhindere das Ausprobieren neuer Ideen.

Pratchett sprach schließlich das Image an, das Entwickler und Spielentwickung bei Kindern hätten: Das Bild des männlichen, alten, unhygienischen Entwicklers würde ebenso vorherrschen wie der Glaube, dass Spielentwickung vor allem mit Mathematik zu tun habe.

"Sie (die Kinder, Anm. d. Red.) wissen gar nicht, dass es Design und Kunst und Musik und Produktion und Schreiben gibt", so Pratchett, die fortfährt: "Wir schulden es der nachwachsenden Generation, dass wir uns nicht zieren, über Themen wie Geschlechterrollen und Verschiedenartigkeit zu reden."

Quelle: MCV UK

Kommentare

SethSteiner schrieb am
Dass die Interessen von Frauen an X geringer ausfallen ist ein Geheimnis, unter anderem soll daran ja etwas geändert werden. Ist ja nicht so als wäre "IT? Igitt" in Frauen einprogrammiert. Die japanische Gesellschaft hat größere Probleme in Hinsicht auf die Rollenverteilung als wir, genauso wie die Inder, wobei anderherum in Japan zumindest starke Frauenrollen schon deutlich länger Tradition haben aber ich denke, wer annimmt es gäbe einen kausalen Zusammenhang zwischen dem was sich fiktionell abspielt und dem was vor dem Bildschirm passiert hat sowieso nichts verstanden. Mal abgesehen davon, dass die Kritik hier vor allem ja auch in Richtung mangelhafte Qualität und Kreativität geht und erst anschließend zur Gesellschaft, ist das auch nur ein Schritt von sehr vielen, damit sich wirklich etwas ändert. Dass es das tun kann, zeigt sich ja eben in der Diversität der Kulturen (von der individuellen Unterschiedlichkeit zwischen Anna, Ezra und Vivienne als Beispiel fangen wir besser gar nicht erst an).
Kein Programmierer muss sich vor irgendeiner Insitution zur Einhaltung "Politischer Korrektheit" verantworten aber wenn jemand mal wieder zu einfältig ist, sich was anständiges auszudenken und Frau und Mann mal wieder in Geschlechterrollen darstellen muss, kriegt er eben eine entsprechende Rückmeldung. Im Grunde genommen können sich doch die Programmierer freuen, wenn sie Schwarze klischeehaft darstellen würden oder gar Jugen Stereotyp darstellten, würden Reaktionen viel heftiger ausfallen.
Ich denke der Unterschied von Gewalt und Sexismus ist auch ziemlich selbsterklärend. Gewalt kennt keine Hautfarbe, keine Klasse, keine Religion, kein Geschlecht, keine sexuelle Orientierung und so weiter und so fort. Und Sexismus und Sex, man kann es nicht oft genug sagen, sind keine Synonyme.
Oddgamer schrieb am
@Maho. :)
Wollen wirklich jetzt wirklich die Arbeitsbedingungen bei Kik oder in Katar auf die gleiche Empörungsstufe stellen, wie den Umstand das in japanischen Konzernen zu 90% Männer in Führerungsposition arbeiten? :wink:
Wir sollten hier nicht moralische und ethische Verfehlungen, mit dem geringen Prozentsatz von Frauen in Führungspositionen oder der Hauptrolle von Spielen durcheinander wirbeln.
Das ginge zu weit.
Der Unternehmensspirit kann durchaus positiv ausfallen, auch ohne das eine Frau im Vorstand sitzt. Gerade Japaner erzählen gerne mal Geschichten die zum Nachdenken anregen, mehr als es jeder westliche Stuff tut. Einen reinen Männervorstand pauschal zu dämonisieren, indem Vergleiche zu KiK oder Fussball-WM in Katar gezogen werden, wirkt auf mich wie ein verzweifeltes Totschlagargument. Und wie gesagt, das Interesse an IT Berufen ist bei Frauen eher gering.
Nachzulesen hier:
http://www.golem.de/news/studie-maedche ... 10736.html
Übrigens gilt selbiges für Straßenbau. :wink:
Und wie gesagt sind Frauen in Videospielen bis heute doch ziemlich gut weggekommen. Die Muddi am Herd sieht man eher immer öffentlich Rechtlichen Fernsehen, als in unseren heissgeliebten Videospielen. ;)
In Videospielen tragen die Damen oft sogar superschwere Rüstungen und 2H Waffen und teilen ebenso gut aus wie ihre männlichen Kollegen, haben lockere Sprüche drauf und...
maho76 schrieb am
Wenn eine Spiele Firma tolle Ergebnisse liefert hat das Unternehmen alles richtig gemacht. Da ärgere ich mich doch nicht darüber, wie sich deren Vorstand zusammensetzt?
KIK liefert billige Klamotten die einigermassen lange halten und manchmal rel. schick sind, ergo machen sie alles richtig. wenn katar ne gute fussball-wm ausrichtet haben sie alles richtig gemacht. was interessieren mich tote kindernäherinnen in bangladesh oder Sklaven auf katar-Baustellen.
sowas nennt man Ignoranz...und in firmenkreisen wohl "guter Konsument". ;)
und sich als weitere antwort auf "Als ob Frauen in Deutschland ein höheres Ansehen genießen als in Japan" sich jetzt nur die vorstände in it-comps rauszunehmen und daraufhin mit eventuellem Desinteresse zu kommen ist auch ein bisschen fragwürdig, oder?
dass Frauen nicht gleichberechtigt sind sagt ein Großteil der Japaner ganz offen, das sollte doch reichen. zu sagen "andere Kultur" ist die ausrede mit der Frauen auch hierzulande Jahrhunderte/tausende der Gleichberechtigung beraubt wurden, "ist halt so" eben (noch vor 40 jahren hieß es hier "Frauen gehören in die küche und ins bett"). so würde sich nie irgendwas ändern und wir wären alle noch leibeigene durch erbfolge.
Gerade in Anime Manga oder eben auch Spielen werden Frauen sehr oft als Superheldinnen dargestellt, die eben in keine Klischee Schublade passen.
und keine davon ist mal nicht sexyhexi. überzeichnete lange beine und zu 90% DD+-Hupen. kein Klischee? :)
Oddgamer schrieb am
Das hat auch nix mit Ignoranz zu tun. Wenn eine Spiele Firma tolle Ergebnisse liefert hat das Unternehmen alles richtig gemacht. Da ärgere ich mich doch nicht darüber, wie sich deren Vorstand zusammensetzt? Zumal erstmal der Beweis erbracht werden müsste, das überhaupt eine Vielzahl von Frauen Interesse an diesen Positionen zeigt. Laut dem Branchenverband in Deutschland, ist das Interesse von Frauen an IT Unternehmen nur sehr gering...
Wulgaru schrieb am
Ehrlich gesagt ist ein objektiver Vergleich kein Problem, wenn man einen ganz bestimmten Maßstab anlegt und Gleichberechtigung ist nicht irgendein Fantasy-Wort sondern ziemlich simpel. Japanische Unternehmen haben kaum weibliche Mitarbeiter in Führungspositionen und in der Politik gibt es auch keine. In der Familie hat der Mann das sagen usw. usw.
Natürlich kann man sagen andere Länder andere Sitten und das ist nicht unser Problem, denn genug Bildung besitzen japanische Frauen ja, aber gerade wenn man das sagt sollte man auch erkennen das es Unterschiede gibt und man sie schlicht in dem Punkt ignorieren will. Man sollte Toleranz nicht mit Ignoranz verwechseln.
schrieb am

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