Spielkultur: Warren Spector: "Uncharted, Heavy Rain und interaktive Filme holen nicht genug aus ihrem Medium heraus" - 4Players.de

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Warren Spector: "Uncharted, Heavy Rain und interaktive Filme holen nicht genug aus ihrem Medium heraus"

Spielkultur (Sonstiges) von 4Players
Spielkultur (Sonstiges) von 4Players - Bildquelle: 4Players
Entwickler-Koryphäe Warren Spector (Wing Commander, Thief, Deus Ex) hat sich auf der Keynote der PAX Aus 2015 (via powerupgaming.co.uk) gegen Spiele mit zu starkem erzählerischem Korsett ausgesprochen: Interaktive Filme und Titel wie Uncharted, The Walking Dead und Heavy Rain holten einfach nicht genug aus den Möglichkeiten des Mediums Videospiel heraus. Die Möglichkeit, sich als Spieler in der Handlung einzubringen und auszudrücken, fehle weitgehend. An Entwickler richtete er die Botschaft: "Wenn ihr lediglich zeigen wollt, wie clever ihr seid, dann verzieht euch aus meinem Medium! Macht einen Film oder sowas - denn das ist es, was ihr machen solltet!"

Spector teilte Videospiele in drei Kategorien ein: Exemplare mit niedriger, mittlerer und hoher Ausdruckskraft. Als Beispiel für die niedrige Klasse erwähnte er Uncharted (und fügte selbstironisch hinzu, er wolle schließlich sicher gehen, nie mehr einen Auftrag zu bekommen):

"Es ist nicht so, dass Spiele wie dieses schlecht sind, aber sie limitieren eure Möglichkeit, mit der Spielwelt zu interagieren, damit sich die Story entfalten kann, wie es der Geschichtenerzähler möchte. (...) Man hat sehr limitierte Möglichkeiten, sich selbst auszudrücken; es geht darum, wie man einen festgelegten Pfad abschließt, um zum nächsten Handlungs-Punkt zu gelangen. (...) Es ist eine großartige Story - eine bessere Story als ich sie je in einem Spiel erzählen werde, aber es ist keine Story des Spielers; es ist nicht deine Story."

Zur mittleren Kategorie gehörten Titel wie Telltales Adventure The Walking Dead oder Quantic Dreams' Heavy Rain:

"Ich liebe The Walking Dead, aber die Entscheidungen, die man trifft, sind zwangsläufige Entscheidungen...aber sie richten sich nach dem Designer, nicht nach dem Spieler. Jede Entscheidung in einem Spiel wie diesem wurde vor-gescriptet und irgendwo von einem Designer vorgeschrieben - und die Effekte dieser Enstcheidung wurden von den Entwicklern vorbestimmt. (...) Es gibt nur sehr wenig Dinge, die tatsächlich der Spieler tun kann."

Auch Heavy Rain lobt Spector für das allgemeine Erlebnis, allerdings handle es sich auch hier im Wesentlichen nur um rund fünf Spielfilm-Scripts, die man in ein Spiel gepackt hat; man suche sich lediglich eine dieser Drehbuch-Varianten aus. Das Medium befinde sich momentan an einem Tiefpunkt - statt sich solcher Mechanismen zu bedienen, sollten Spiele lieber "kollaboratives Geschichtenerzählen" fördern, statt an der festgefahrenen Mechanismen der Branche festzuhalten. Spieler könnten mit ihrem Geld bestimmen, dass erzählerisch progressivere Titel erfolgreich werden. Als Positivbeispiele für "High Expression", also intensiver Einbindung des Spielers in die Erzählung nannte er z.B. Dishonored, Fallout, Deus Ex: Human Revolution und Die Sims.

Wie Powerupgaming berichtet, hat mittlerweile Naughty Dogs "Community Strategist" Arne Meier auf Spectors Thesen geantwortet. Auch er stellt fest, dass die Indutsrie mehr aus den Möglichkeiten des Mediums herausholen könnte, spricht sich aber vor allem für eine Vielfalt von Genres, Modelle, Finanzierungs- und Erzählformen aus:

"Momentan haben wir in der Industrie eine große Chance, viele unterschiedliche Spiele zu produzieren, von Blockbuster-Triple-A-Studios bis hin zu Indie-Studios, um sich an jede Art von Spielstil und jede Form von Bedürfnis zu richten, die es in einem Spiel geben kann."



Letztes aktuelles Video: The Name of the Game-Dokumentation


Quelle: PAX Aus (via powerupgaming.co.uk)

Kommentare

Alter Sack schrieb am
Usul hat geschrieben:Na gut, ich gebe es nun wirklich auf. Diesmal ganz ehrlich. Ich habe es auf mehrere Arten versucht, aber am Ende bin ich immer wieder an dieser Wand zerschellt. Die Schuld dafür suche ich bei mir. Ich ziehe mich als Geisterfahrer von dieser Autobahn der Vernunft zurück.
Ich bin der zweite Geisterfahrer der sich dir anschließt ... hoffnungslos ...
Usul schrieb am
Na gut, ich gebe es nun wirklich auf. Diesmal ganz ehrlich. Ich habe es auf mehrere Arten versucht, aber am Ende bin ich immer wieder an dieser Wand zerschellt. Die Schuld dafür suche ich bei mir. Ich ziehe mich als Geisterfahrer von dieser Autobahn der Vernunft zurück.
Kajetan schrieb am
Usul hat geschrieben: Das kannst du ja auch gerne so sehen. Dazu aber zwei Dinge:
1. Selbst wenn du das so siehst, heißt es nicht, daß deine Sicht nun 100%ig akkurat und meine 100%ig Schrott ist.
Nicht automatisch, nicht zwangsläufig, nicht immer. Woher denn auch?
Aber hier schon, weil die Fakten auf meiner Seite sind.
Alleine der Satz: "I love The Walking Dead, but the choices you have to make; they?re compelling choices? but they?re designer driven, not player driven.", sollte doch erkennen lassen, dass Spector hier nicht den Spielspass im Sinne hat, sondern einzig und alleine das Gamedesign. Ihm macht das Spiel Spass, er findet es inhaltlich gut, aber ihm passt es nicht, dass der Spieler einem Entscheidungsbaum folgt, der ihm vom Designer vorgeben wurde, anstatt dass der Gamedesigner dem Spieler nur eine Reihe von Werkzeuge und eine Handvoll von Zielen vorgibt und er dann selber entscheidet, welchen Weg er nimmt, um bestimmte Ziele zu erreichen.
Von "Ich will nicht, dass Spieler mit Titeln wie The Walking Dead Spass haben" oder "Alle Spiele müssen so sein, wie ich das will!" ist nirgendwo die Rede. Weder direkt, noch angedeutet. Diese Interpretation basiert nicht auf dem, was Spector sagt oder meint, sondern auf einzig und alleine auf dem, was im Kopf des Rezipienten dieser Meldung passiert. Es ist in Bezug auf Spectors Aussagen nicht einmal eine Interpretation, sondern nur eine Erfindung.
2. Wenn man das Ganze auf die Spitze treiben wollte, ...
Warum sollte man das? Damit man um den heissen Brei reden kann, anstatt um Spector und seine Sichtweise zu Gamedesign?
Usul schrieb am
Kajetan hat geschrieben:Nein, Spector will Dir nicht den Spass an bestimmten Spielen vermiesen. Spector sagt sogar selbst, dass er mit diesen besagten Spielen Spass hatte. Spector möchte nur, dass sich Gamedesigner mehr mit den Möglichkeiten beschäftigen, die Spiele bieten, anstatt sich zu sehr auf filmische Erzählmittel und Strukturen zu verlassen. Dann, um seinen Ärger mit diesen Designern zu demonstrieren, kommt eben dieser besagte Satz mit dem (frei nach Monty Python) "Filmregisseure gehen nach Hause".
Oh ja, Rabulistik hat er gesagt.... wurde aber auch langsam Zeit!
Wie ich zuvor schon bereits (offensichtlich vergeblich) versucht habe zu erläutern, geht es nicht um die exakte Aussage von Spector (und die alleine ist schon unnötig harsch und wurde offensichtlich mehr als einmal in ähnlicher Form genutzt - wie hier im Thread bereits beteuert, aber offenbar von dir ignoriert wurde), sondern um die Interpretation und Implikationen des Gesagten.
Insofern wäre es einfach mal erfrischend, wenn du dich nicht wie eine kaputte Schalplatte ständig wiederholen würdest - unterbrochen von lapidaren "Du verstehst es einfach nicht! :)"-Einwürfen. Denn auch wenn es schwierig zu verdauen sein sollte: Wenn es um Interpretationen geht, gibt es nicht unbedingt nicht DIE richtige... folglich ist auch DEINE nicht DIE richtige.
sphinx2k hat geschrieben:Siehst du und da widerspreche ich.
"Wenn ihr nur Zeigen wollt wie toll ihr seit weil ihr Autos mit zwei Rädern bauen könnt, solltet ihr lieber gleich Fahrräder bauen"
Ich bleibe dabei das es auf gewisse selbstherrliche Persönlichkeiten der Industrie abzielt, die ihre Vision über alles stellen.
Das kannst du ja auch gerne so sehen. Dazu aber zwei Dinge:
1. Selbst wenn du das so siehst, heißt es nicht,...
Kajetan schrieb am
Alter Sack hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben:
Alter Sack hat geschrieben:Du kennst doch den Spruch mit dem Geisterfahrer ...
Sagt gerade einer der Geisterfahrer hier im Thread :)
Hahahaha das ist schon witzig jetzt aber vermutlich nicht gewollt.
Ich habe im Singular gesprochen während du den Plural verwendet hast ... das Fettnäpfchen war nicht groß aber wohl groß genug. :D Jaja so ist das halt ... aber Danke für die indirekte Bestätigung meiner Aussage.
Deine Rabulistik kannst Du Dir sparen, weil Du etliche Seiten vorher schon gezeigt hast, dass Du rationalen, sachlichen Argumenten bei diesem Thema nicht zugänglich warst.
Nein, Spector will Dir nicht den Spass an bestimmten Spielen vermiesen. Spector sagt sogar selbst, dass er mit diesen besagten Spielen Spass hatte. Spector möchte nur, dass sich Gamedesigner mehr mit den Möglichkeiten beschäftigen, die Spiele bieten, anstatt sich zu sehr auf filmische Erzählmittel und Strukturen zu verlassen. Dann, um seinen Ärger mit diesen Designern zu demonstrieren, kommt eben dieser besagte Satz mit dem (frei nach Monty Python) "Filmregisseure gehen nach Hause".
schrieb am

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