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Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft: Games-Industrie ist wichtiger Bestandteil der Digitalwirtschaft

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Spielkultur (Sonstiges) von 4Players - Bildquelle: 4Players
Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. (vbw) hat im Rahmen der GamifyConference 2017 die Bedeutung von "Games" für die Wirtschaft hervorgehoben. "Die Games-Industrie ist schon heute ein wichtiger Teil der Digitalwirtschaft und gehört zu den bedeutendsten Zukunftsbranchen. 2015 gab es in Deutschland bereits über 30.200 Beschäftigte, der Umsatz für digitale Spiele lag bei rund 2,8 Milliarden Euro. Um ihr volles Potenzial auszuschöpfen, müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Dazu brauchen wir eine bessere IT-Infrastruktur. Bis 2020 muss in Bayern flächendeckend eine Übertragungsgeschwindigkeit von hundert Megabit pro Sekunde zur Verfügung stehen. Ebenso wichtig ist es, das mobile Internet auf 5G auszubauen", sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

"Games sind weit mehr als ein Unterhaltungsmedium. Sogenannte 'Serious Games' haben einen ernsten und praktischen Nutzen. Als Planspiele, Simulationen oder Anwendungen im Gesundheitsbereich, zum Beispiel bei der Diagnostik, sind sie für die Aus- und Weiterbildung nicht mehr wegzudenken"
, so der vbw Hauptgeschäftsführer.

Die Vereinigung sieht Handlungsbedarf beim Fachkräftenachwuchs. "Für die Entwicklung digitaler Zukunftstechnologien brauchen wir gut ausgebildeten MINT-Nachwuchs [MINT: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik]. Diese Fachkräfte fehlen uns aber schon heute. Darüber hinaus müssen wir gerade mit Blick auf junge Unternehmer in der Spielebranche die Gründerkultur stärken, zum Beispiel mit besseren Finanzierungsmöglichkeiten und dem Zugang zu Unternehmen, um Ideen gemeinsam zu entwickeln und zu erproben", betonte Brossardt.

Laut vbw unterstützen "Serious Games" Unternehmen dabei, Entscheidungen und Produktionsprozesse zu optimieren. Die zweite wichtige Entwicklung heißt "Gamification". Dabei werden Spielelemente in andere digitale Bereiche eingebunden. Brossardt erläuterte: "Dadurch regen wir Mitarbeiter an, ihre Tätigkeiten mit einem größeren Interesse zu verrichten. Das erhöht die Produktivität im Unternehmen. Auf der anderen Seite wollen wir Kunden anregen, sich länger und intensiver mit einem Produkt oder einer Dienstleistung zu beschäftigen." Beispiele dafür sind Ranglisten und Bonuspunkte, die (laut Pressemitteilung) in Echtzeit die Ergebnisse des eigenen Handelns zeigen und so Lerneffekte und Motivation erhöhen sollen.

Quelle: Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft

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