GAME Bundesverband der deutschen Games-Branche: - 4Players.de

4Players.de Das Spielemagazin. Kritisch. Ehrlich. Aktuell. 4Players.de Das Spielemagazin. Kritisch. Ehrlich. Aktuell.

Wie findest Du das Spiel?

Spielinfo Bilder Videos

Schnäppchen-Angebote

Stellenmarkt Jobbörse Jobware

Nachrichten

Folge uns

       
von ,

GAME Bundesverband beklagt fehlende Aussagekraft des BGH-Urteils zu Runes of Magic (an Kinder gerichtete Werbung)

GAME Bundesverband der deutschen Games-Branche (Unternehmen) von G.A.M.E. Bundesverband der Computerspielindustrie e.V.
GAME Bundesverband der deutschen Games-Branche (Unternehmen) von G.A.M.E. Bundesverband der Computerspielindustrie e.V. - Bildquelle: G.A.M.E. Bundesverband der Computerspielindustrie e.V.
GAME (Bundesverband der deutschen Games-Branche e.V.) zeigt sich von dem abschließenden Bundesgerichtshof-Urteil in Sachen Runes of Magic enttäuscht, da der erhoffte Zugewinn an Rechtssicherheit weitgehend ausbleibt. Der Bundesgerichtshof (BGH) erhält das bereits zuvor ergangene Versäumnisurteil unverändert aufrecht. Im September 2014 sahen es die BGH-Richter als erwiesen an, dass der Hersteller (Gameforge) gezielt Kinder zum Kauf von Ingame-Gegenständen animieren wollte. Im Mittelpunkt des Verfahrens steht die Aufforderung "Schnapp Dir die günstige Gelegenheit und verpasse Deiner Rüstung & Waffen das gewisse 'Etwas'".
 
Bereits das Versäumnisurteil (wir berichteten) wurde - laut dem Bundesverband - von Branchenvertretern und Medienrechtlern gleichermaßen kritisiert. In der Pressemitteilung heißt es: "Dass insbesondere der Tenor des Versäumnisurteils zu weit greift, hat nun zwar auch der BGH erkannt. Dennoch hat er darauf verzichtet, den ursprünglichen Tenor zu konkretisieren. Stattdessen wird auf die Möglichkeit verwiesen, die Anwendbarkeit des Urteils im Wege der Auslegung zu bestimmen." Dr. Konstantin Bertram (Justiziar) merkt dazu an: "Die aus dem Urteil resultierende Rechtsunsicherheit ist weder im Interesse der Verbraucher noch der Spielebranche. Die Frage, wann eine grundsätzlich erlaubte Werbung im Umfeld von Kindern zur unzulässigen direkten Kaufaufforderung wird, wird in Zukunft kaum einfacher zu beantworten sein."
 
"Besonders irritierend sind die Ausführungen zur Abgrenzung einer an Kinder gerichteten von einer an jedermann gerichteten werbenden Ansprache. Fragen hinterlässt der Umstand, dass der BGH kürzlich in einem durchaus vergleichbaren Fall (Urteil vom 12.12.2013 – I ZR 192/12 - 'Goldbärenbarren') eine verbotene Ansprache von Kindern verneinte, als es um den TV-Spot eines für den Slogan '...macht Kinder froh, und Erwachsene ebenso' bekannten Süßwarenherstellers ging. Die betreffende Werbung richtete sich nach Ansicht des BGH nicht speziell Kinder, sondern spreche alle Mitglieder einer Familie an. Es reiche für ein Verbot nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) nicht aus, wenn sich eine Werbung auf diese Weise an jedermann richte. Im Fall 'Runes of Magic' hingegen lässt es der BGH für ein Verbot genügen, dass sich in der (ganz überwiegend erwachsenen) Zielgruppe des Spiels mitunter auch Kinder fänden. Der BGH rechtfertigt diese Unterscheidung wenig überzeugend mit dem lapidaren Verweis auf die 'weiteren Umstände' der 'Goldbärenbarren'-Entscheidung.
 
Einen durchaus hilfreichen Hinweis enthält das Urteil allerdings auch: Der BGH stellt nämlich klar, dass weder ein generelles Verbot der Bewerbung von Onlinespielen gegenüber Kindern noch ein Verbot der Werbeansprache in der zweiten Person Singular ("Du") in Rede stehe."

"Bei aller Kritik an dem Urteil ist anzuerkennen, dass darin einige für die Branche schwer nachvollziehbare Parameter aus dem Versäumnisurteil zumindest relativiert werden, wie insbesondere die 'Du'-Ansprache. Uns als Verband geht es vor allem um verlässliche Rahmenbedingungen, die ein gesundes Zusammenspiel von Verbraucher- und Anbieterinteressen abbilden", merkt Thorsten Unger, Geschäftsführer des GAME Bundesverbandes der deutschen Games-Branche e.V., an.

Quelle: GAME Bundesverband der deutschen Games-Branche e.V.

Kommentare

greenelve schrieb am
Starslayer78 hat geschrieben: Und so sehr können sich doch die Zeiten nun auch wieder nicht geändert haben, dass heute jedes Kind über ein eigenes Konto verfügt.
Es wird zwar nicht alle betreffen und ich hab keine Ahnung, wieviel genau, aber durchs Handy und dessen Abbuchungen kann ich mir durchaus vorstellen, dass mehr Kinder (so 12-16 rum) über ein eigenes Konto verfügen. :/
Luststrolch schrieb am
Starslayer78 hat geschrieben:Ich frag mich gerade wie viele Kinder in Ingame-Shops einkaufen gehen können. Gut als ich 12-16 Jahre alt war, gabs sowas noch nicht. Nur selbst wenn, da ich kein Konto hatte von dem ich die Beträge hätte abbuchen können,wäre es nicht möglich gewesen, egal was die Werbung mir da erzählt hätte und meine Eltern hätten mir nen Vogel gezeigt wenn ich sie für sowas nach ihren Bankdaten gefragt hätte.
Und so sehr können sich doch die Zeiten nun auch wieder nicht geändert haben, dass heute jedes Kind über ein eigenes Konto verfügt.
PaysafeCard & co gibt es an jedem Kiosk. Dafür brauchst du kein Bankkonto nur Taschengeld. Und es gibt immer mehr In-Game-Käufe, die u.a. diese Karten unterstützen. Das gilt aber auch für sehr viele Onlineportale.
johndoe984149 schrieb am
Starslayer78 hat geschrieben:Ich frag mich gerade wie viele Kinder in Ingame-Shops einkaufen gehen können. Gut als ich 12-16 Jahre alt war, gabs sowas noch nicht. Nur selbst wenn, da ich kein Konto hatte von dem ich die Beträge hätte abbuchen können,wäre es nicht möglich gewesen, egal was die Werbung mir da erzählt hätte und meine Eltern hätten mir nen Vogel gezeigt wenn ich sie für sowas nach ihren Bankdaten gefragt hätte.
Und so sehr können sich doch die Zeiten nun auch wieder nicht geändert haben, dass heute jedes Kind über ein eigenes Konto verfügt.
Das Handy von Freunden oder Eltern und zeitweise ging auch stand Telefon.
Kreditkarten von Freunden oder Eltern usw.....
Die Beschaffens Kriminalität für F2P Itemshop steigt von Jahr zu Jahr und das immer schneller.
Alter Sack schrieb am
Also das Urteil fand ich spitze aber wie sich auch schon im damaligen Thread dazu herausstellte (da gabs ja auch einige Diskussionen darüber) ist es wirklich nicht gut formuliert. Da muss man der Industrie schon Recht geben. Das ist aber auch der einzigste Punkt in diesem Fall wo sie Recht haben :wink:
Scorcher24_ schrieb am
Starslayer78 hat geschrieben:Ich frag mich gerade wie viele Kinder in Ingame-Shops einkaufen gehen können. Gut als ich 12-16 Jahre alt war, gabs sowas noch nicht. Nur selbst wenn, da ich kein Konto hatte von dem ich die Beträge hätte abbuchen können,wäre es nicht möglich gewesen, egal was die Werbung mir da erzählt hätte und meine Eltern hätten mir nen Vogel gezeigt wenn ich sie für sowas nach ihren Bankdaten gefragt hätte.
Und so sehr können sich doch die Zeiten nun auch wieder nicht geändert haben, dass heute jedes Kind über ein eigenes Konto verfügt.
79 geboren hier.
Hatte mit 15 mein erstes Guthabenkonto.
Also so abwegig ist das nicht.
Ist ein guter Weg um den Umgang mit Geld zu lernen, wenn man dem Kind ca. mit 13-15 ein Konto gibt und das Taschengeld darauf einzahlt. Würde ich auch so machen, wäre ich Vater. Gibts auch bei vielen Banken kostenlos.
Beispiel ohne Wert:
https://www.sparkasse.de/privatkunden/j ... ueler.html
schrieb am

Facebook

Google+