G.A.M.E.: Erklärung zu aktuellem CSU-Vorstoß

von Benjamin Schmädig,
GAME Bundesverband der deutschen Games-Branche (Unternehmen) von G.A.M.E. Bundesverband der Computerspielindustrie e.V.
Bildquelle: G.A.M.E. Bundesverband der Computerspielindustrie e.V.

Das Thema Videospiele bleibt nicht zuletzt wegen des aktuellen Vorstoßes der bayerischen Initiative zum vollständigen Verbot so genannter "Killerspiele" auch weiterhin im Fokus der Öffentlichkeit. Heute äußert sich der Bundesverband der Entwickler von Computerspielen, G.A.M.E., zu dem Vorhaben und warnt davor, dass eine entsprechende Gesetzes-Änderung "hoch spezialisierte Arbeitsplätze im Schnittbereich von Technologie und Kultur" gefährden würde. Zusätzlich weist G.A.M.E. auch auf gesellschaftliche Konsequenzen hin:

"Die meisten jungen Menschen wissen, dass ein Verbot von Killerspielen in Deutschland unnötig, unsinnig und ausschließlich politisch motiviert ist. Die latente Kriminalisierung von Computerspielern durch die Begrifflichkeit 'Killerspiele' führt bereits jetzt zu einer enormen Politikverdrossenheit unter Jugendlichen."

Laut dem Geschäftsführer von G.A.M.E., Stephan Reichart, führe diese Politikverdrossenheit zu einem Verlust von Wählerstimmen für die CSU und nicht zuletzt greife selbst das Verbot einer kleinen Menge an Spielen in das Recht der Erwachsenen auf Kultur ein. Immerhin dürften sowohl Bücher als auch Filme das Stilmittel der Gewalt in Deutschland einsetzen, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen.

G.A.M.E. fordert letztendlich, "von dem Vorhaben Abstand zu nehmen, die bereits vorbildlichen und absolut bewährten Jugendschutzbestimmungen im Bereich der Computerspiele in Deutschland durch ein 'Kulturverbot' ersetzen zu wollen."





Quelle: Pressemitteilung G.A.M.E.



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