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Epic: Zankt sich weiter mit Silicon Knights

Epic Games (Unternehmen) von Epic Games
Epic Games (Unternehmen) von Epic Games - Bildquelle: Epic Games

Vor über vier Jahren hatte Silicon Knights Epic verklagt. Die Kanadier rund um Chef Denis Dyack warfen dem Studio vor, die Unreal Engine habe nicht den versprochenen Fertigungsstand gehabt. Auch habe sich Epic voll auf Gears of War konzentriert, statt den vereinbarten Support für andere Entwickler bereitzustellen. Dadurch sei die Produktion von Too Human erheblich behindert worden.

Epic bestritt jene Behauptungen und holte gleich zur Gegenklage aus: Silicon Knights habe gegen die Lizenzvereinbarung und geltendes Copyright verstoßen. Die Entwickler hatten die Engine laut eigenen Angaben nach und nach durch eigene Technologie ersetzt.

Wer geglaubt hat, dass sich beide Parteien still und heimlich außergerichtlich geeinigt haben, irrt: Ein Bundesgericht hat die Klage der Eternal Darkness -Macher durchgewinkt: Der Fall darf in einem Jury-Verfahren verhandelt werden.

Laut der Kotaku vorliegenden Dokumente verweist Silicon Knights u.a. auf einen Beschwerdebrief, in dem die Disney-Sparte Buena Vista Games 2006 ähnliche Vorwürde äußerte. Das Gericht fand in dem vorliegenden Material auch Hinweise darauf, dass Epic "getäuscht" und die Engine-Lizenz schmackhaft gemacht habe, um damit die eigenen Produktionen zu finanzieren und gleichzeitig die Arbeit von SK und anderer eventuell konkurrierender Hersteller zu "verzögern".

Epic habe selbst zugegeben, dass die Engine im Verbund mit eigenen Spielen weiterentwickelt wird - SK habe man aber den Eindruck vermittelt, dass die Technologie von einem separaten Team gehandhabt wird.

Epic selbst habe zugegeben, dass es keine dedizierten Entwickler für den Lizenzbereich gab - vielmehr habe jeder Programmierer in der Firma den Support mehr oder weniger zusätzlich zur jeweiligen Hauptaufgabe leisten müssen. Nach außen hin hätten die Mannen um Tim Sweeney dies aber anders dargestellt.

SK zitiert dann auch eine Email vom Lead-Engine-Entwickler Dan Vogel, der seinen Programmierer folgenden Hinweis schickte:

"Gears hat Vorrang - wenn ihr also irgendwelche Arbeitsaufträge für Gears habt, lasst die Arbeit am Hauptteil [der Engine] liegen und erledigt die Gears-Aufgaben."

Michael Capps ließ in einer anderen Email verlauten: "Momentan sind wir im 'Hilft es, Gears schneller fertigzustellen? Wenn nicht, dann weg damit'-Modus."

Ein paar der Anschuldigungen wurden allerdings auch abgewiesen. Die Vorwürfe der persönlichen Bereichung und bewussten Störung der Arbeit des Lizenznehmers ließen sich mit dem vorliegenden Material nicht erhärten.

Silicon Knights kommentierte den neuen Beschluss folgendermaßen: Epic habe behauptet, die Anschuldigungen seien völlig grundlos gewesen. Zwei Richter des Bundesgerichtes hätten das unabhängig voneinander anders gesehen. Jetzt könne es endlich zu der Verhandlung kommen, in der man Epics Vergehen näher beleuchten könne. Man sei überzeugt davon, dass die Jury die Wahrheit erkennen wird.

Epic betont in einer eigenen Mitteilung naturgemäß jene Punkte der Anklage, die von den Richtern abgewiesen wurde. Diese hätten zudem ja nicht die Güte/Glaubwürdigkeit der Zeugen und des vorliegenden Materials bewertet oder Epics eigenes Material berücksichtigt, sondern lediglich bestätigt, dass es gemäß dem geltenden Zivilrecht einer Jury gestatten werden muss, beide Seiten anzuhören bzgl. der verbliebenen Vorwürfe.

Das Gericht habe zudem schon früher den Versuch von Silicon Knights abgeschmettert, Epics Gegenklage abweisen zu lassen. Der Vorwurf des Vertragsbruchs und Technologiediebstahls könne also ebenfalls noch verhandelt werden. Auch die Mannen von Mark Rein geben sich erwartungsgemäß siegessicher.


Kommentare

Huhamamba schrieb am
Hey, Silicon Knights. :D Gibt's die überhaupt noch? Dachte, die wären längst weg vom Fenster, nachdem sie mit Too Human den Flop des Jahrzehnt abgeliefert hatten. :lol:
Arkune schrieb am
Pioneer82 hat geschrieben:Wundern würden mich die Vorwürfe nicht, da abgesehen von Epic kaum jemand in der Anfangsphase die Engine in den Griff bekam.
Welch Wunder der Engine-Entwickler kann am besten mit seiner eignen Engine umgehen...
Pioneer82 schrieb am
Wundern würden mich die Vorwürfe nicht, da abgesehen von Epic kaum jemand in der Anfangsphase die Engine in den Griff bekam.
schrieb am

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