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Problematische Verfügbarkeit von Grafikkarten durch Crypto-Mining-Boom; Bestellbeschränkungen und Co.

PC (Sonstiges) von
PC (Sonstiges) von - Bildquelle: NVIDIA
Aktualisierung vom 22. Januar 2018, 13:22 Uhr:

Die ursprüngliche Newsmeldung wurde mit ausführlicheren Hintergrundinformationen über Mining, Blockchain, Rechenleistung und Co. ergänzt (siehe unten).

Ursprüngliche Meldung vom 21. Januar 2018, 18:22 Uhr:

Der Boom bei Kryptowährungen (Bitcoin, Ethereum und Co.) bzw. dem Krypto-Mining hat schon seit Monaten Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Grafikkarten und damit auch auf die Preise dieser für Gaming-PCs so wichtigen Komponente - sowohl Grafikkarten von AMD als auch von NVIDIA sind betroffen.

Bei Tom's Hardware heißt es hierzu: "Ein Beispiel hierfür sind etwa die Versionen der Vega-Karten der AMD-Partner. Abgesehen davon, dass die GPU nicht gerade in großen Stückzahlen produziert wird, werden die Karten, die mit der Grafikeinheit ausgeliefert werden, quasi schon an den Werktoren von chinesischen Minern 'abgefangen'. (...) Von den Karten, die noch verfügbar sind, wie etwa die Nvidia Geforce GTX 1080 Ti, erhalten Großhändler aktuell maximal einige hundert Exemplare. Die GTX-1060- und 1080-Modelle sind dagegen von den Lieferschwierigkeiten betroffen. Mancher Händler hat seit Dezember keine dieser Grafikkarten mehr erhalten - die einen gelten als sehr effizient beim Generieren der Krypto-Währungen, bei den anderen kommt es zu Schwierigkeiten bei der Fertigung, weil der GDDR5X-Grafikspeicher knapp wird."

Krypto-Miner versuchen außerdem möglichst hohe Stückzahlen von Grafikkarten zu bekommen. Laut ComputerBase würden Händler sogar Grafikkarten-Bestellungen in dreistelliger Größenordnung erhalten. Viele einschlägige Hardware-Online-Shops reagieren mittlerweile mit einer Einschränkung der Bestellmenge.

Gegenüber ComputerBase gab der Pressesprecher von NVIDIA folgendes Statement ab: "Für NVIDIA stehen Gamer an erster Stelle. Sämtliche Aktivitäten rund um unsere GeForce-Produktreihe sind auf unsere Hauptzielgruppe ausgerichtet. Um den GeForce-Gamern auch in der aktuellen Situation weiterhin eine gute Verfügbarkeit von GeForce-Grafikkarten zu gewährleisten, empfehlen wir unseren Handelspartnern, entsprechende Vorkehrungen zu treffen, um den Bedarf der Gamer wie gewohnt abzudecken." Die Begrenzung ist allerdings nur eine "Empfehlung", da der Hardware-Hersteller nicht "in die Unabhängigkeit des Handels" eingreifen möchte.

Hintergrund zu Krypto-Mining, Blockchain und Co.: Die virtuellen Währungen wie Bitcoin und Ethereum fußen auf dezentralen Zahlungssystemen und einer maximalen (gedeckelten) Anzahl der möglichen Zahlungsmittelmenge. Die getätigten Transaktionen (Überweisungen etc.) dieser Währungen werden nicht mithilfe von Banken getätigt, verifiziert und protokolliert, sondern in einem geschlossenen, weltweiten Netzwerk des Währungssystems über eine Blockchain. In solch einer Blockchain werden (vereinfacht gesagt) alle Details über sämtliche in der Vergangenheit durchgeführten Transaktionen in Blöcken stets aneinander gereiht. Diese Blockchain-Berechnungen sind sehr rechenintensiv, weil sie durch Kryptografie und andere Methoden zusätzlich gegen Manipulation abgesichert sind. Als Mining - in Anlehnung an das Schürfen von Gold - wird der Vorgang bezeichnet, dass Nutzer (Miner) in diesem dezentralen Netzwerk mit bestimmter Software ihre Rechenleistung/Rechenkapazität zur Verfügung stellen, um bei der Berechnung der Blockchain zu helfen - und für diese komplexen Berechnungen haben sich Grafikprozessoren (GPUs) als sehr nützlich erwiesen. Daher rühren die hohe Nachfrage nach Grafikkarten und die damit verbundenen Lieferengpässe und Preise.



Für die zur Verfügung gestellte Rechenleistung erhält ein Miner eine bestimmte Belohnung. Allerdings gibt es gerade bei den Bitcoins noch einen Glücksfaktor, da nicht jeder Miner mit einem Bitcoin für seine Dienste belohnt wird. Bei kryptoinvest wird dies folgendermaßen beschrieben: "Neben der Bestätigung der Transaktionen spielen die Miner noch Lotto: Wer kann den nächsten Block zuerst entschlüsseln und den Block dem Netzwerk hinzufügen. Der 'Gewinner' wird danach mit Bitcoins entlohnt und der gefundene Block wird der Blockchain danach hinzugefügt. Bei Bitcoin wird ein Block alle zehn Minuten gefunden und an das Hauptbuch angehängt. Je mehr Leistung der Miner hat, desto schneller ist dieser im Nummern erraten und desto schneller kann der Block dem Netzwerk hinzugefügt werden. Allerdings ist die 'Blockfindung' auf zehn Minuten festgelegt, deswegen wird die Schwierigkeit, einen Block zu finden (Difficulty) erhöht, wenn die Miner zu schnell werden. Die Difficulty wird an die Anzahl bzw. die Schnelligkeit der Miner angepasst, damit alle 10 Minuten ein Block gelöst wird. Je mehr Miner, desto schwieriger wird es für den Einzelnen, Bitcoins zu minen."

Somit entsteht ein Konkurrenzkampf unter den Minern. Bei BTC-Echo heißt es weiter: "Die Miner konkurrieren bei der Suche nach neuen Blocks miteinander. Jedes Mal, wenn jemand erfolgreich einen Hash erzeugt, erhält er derzeit noch 12,5 Bitcoins. Die Blockchain bekommt durch den Hash ein Update und jeder erfährt davon. Mit diesem Anreizsystem wird das Mining, das die Transaktionsabwicklung aufrechterhält, belohnt. "

Quelle: ComputerBase, Tom's Hardware, kryptoinvest, BTC-Echo

Kommentare

mindfaQ schrieb am
sphinx2k hat geschrieben: ?
24.01.2018 16:03
Au Backe selbst wenn die sich um 50% nach oben verhauen hätten auf der Seite ist das ganz schön Hart. Wobei mir das für eine Transaktion wirklich viel vorkommt. Braucht es für die Blockchain wirklich so viel Rechenleistung von so vielen PCs?
Die Rechenleistung wird nicht benötigt. Stattdessen ist es so, dass durch die viele Rechenleistung im Netzwerk die Mining-Schwierigkeit automatisch angepasst wird, um etwa eine durchschnittliche Blockzeit von 10 Minuten zu erreichen. Ein Block enthält durchschnittlich 2000 Transaktionen.
Du könntest also das Netzwerk auch problemlos mit einem Millionstel der Rechenleistung betreiben und würdest keinen Unterschied bei der Transaktionsabwicklung bemerken. Entsprechend würde eine Transaktion auch nur ein Millionstel der Leistung verbrauchen, die sie aktuell verbraucht. Vor 5 Jahren lief das Netzwerk beispielsweise bei einem Millionstel der Rechenleistung - der Stromverbrauch wird nicht ein Millionstel des heutigen Verbrauches betragen haben, da die ASICs inzwischen deutlich effizienter arbeiten als das damalige Mining-Equipment, aber man kann sich vorstellen, dass der Verbrauch zu dem Zeitpunkt merklich geringer war und das Netzwerk lief natürlich trotzdem.
dOpesen schrieb am
ja ist richtig, gamer müssen grad ein wenig tiefer in die tasche greifen, ich hoffe das legt sich in absehbarer zukunft wieder, wollt ja auch leicht aufrüsten.
greetingz
TheLastUn1c0rn schrieb am
dOpesen hat geschrieben: ?
23.01.2018 14:39
gibbet die 1060 gebraucht nicht auch für nen schmalen kurs?
Du sprichst vielleicht von der Variante der 1060 mit nur 3 GB RAM. Die gibt es teils ab "nur" 250? neu. Laut verschiedenen Tests soll sie aber doch deutlich schlechter sein, als die 1060 mit 6GB. Und mit dieser Aussage im Rücken sind die 250? dann immer noch ein absoluter Witz... Ha... Ha...
Was das gebrauchte angeht: seit fast einem Jahr bin ich immer mal wieder auf ebay unterwegs und halte Ausschau. Auch da geht nur ganz selten mal was mit 6GB für unter 250? weg, dann aber meist schon über ein Jahr alt. Wie man es auch dreht, im Moment ist es eine absolut verfahrene Situation.
Doc Angelo schrieb am
sphinx2k hat geschrieben: ?
24.01.2018 16:34
Nicht zwei Sachen durcheinander werfen. Da eine waren die Suchanfragen bei Google und deren Stromkosten. Das andere ist Bitcoin zeug.
Ich wollte die beiden Dinge nur vergleichend nebeneinander stellen. :)
sphinx2k schrieb am
Doc Angelo hat geschrieben: ?
24.01.2018 16:24
Artikel von 2011 http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 85217.html
Den Energieverbrauch eines typischen Nutzers im Monat setzt Google mit demjenigen gleich, den eine 60-Watt-Glühbirne bei dreistündiger Brenndauer benötigt. Eine durchschnittliche Google-Suche verbrauche 0,3 Wattstunden, gab der Suchmaschinenriese bekannt. Bei der von Google geschätzten Zahl von mehr als einer Milliarde Suchanfragen pro Tag, tragen diese mit 12,5 Millionen Watt zum Energieverbrauch bei.
12,5 Megawattstunden * 365 ergeben ungefähr 4,6 Gigawattstunden im Jahr. Damit wäre man noch weit davon entfernt, die 44 Terawattstunden zu erreichen.
Nicht zwei Sachen durcheinander werfen. Da eine waren die Suchanfragen bei Google und deren Stromkosten. Das andere ist Bitcoin zeug.
schrieb am

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