Zu hart für Australien

Dass die australischen Behörden durchaus strenger zu Werke gehen als hiesige Institutionen, hatten wir schon öfters berichtet. Da es dort bei Spielen im Gegensatz zu Filmen, wo eine Kategorie der Sorte R18+ existiert, keine Einstufung jenseits der MA15+ gibt, läuft Unterhaltungssoftware schneller Gefahr, keine Alterskennzeichnung verpasst zu bekommen, so der Hersteller denn keine Anpassungen vornimmt. Das wiederum kommt effektiv einem Verkaufsverbot gleich.

In diesem Jahr hatte es mit NecroVisioN und Sexy Poker bisher zwei Titel erwischt, sollten Koch Media und Piranha Bytes sich nicht zu Änderungen durchringen können, wird Risen dem Duo bald Gesellschaft leisten. Laut Refused Classification hat man dem Rollenspiel in Down-Under die Klassifikation in der derzeitigen Form verweigert. So scheinen sich die zuständigen Tester an den eindeutig implizierten, aber nie explizit gezeigten sexuellen Handlungen gestört haben. Auch der "Brugleweed" genannte Marihuana-Verschnitt scheint den Behörden ein Dorn im Auge gewesen zu sein.

"During the course of the game, players can interact with prostitutes (referred to as "whores" in the game) at a local brothel. Players can trigger a lengthy dialogue to engage in their services; sexual activity is strongly implied, but never depicted on screen"

Many of the characters in the game smoke a fictional drug called "brugleweed." The "wood reefer" plant is described as having a mild relaxing effect on users, and can be bought, sold, and used by players."

Die Drogenthematik war schon bei Fallout 3 der Grund dafür gewesen, dass das Spiel im ersten Anlauf nicht eingestuft wurde. Bethesda hatte daraufhin gleich alle Versionen abgeändert.

In Deutschland ist Risen übrigens ab 12 Jahren freigegeben.


Autor: Julian Dasgupta
Quelle: Gamepolitics
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Kommentare

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  • Kaipiranha schrieb:
    Naja, ich finde die deutsche Altersfreigabe aber auch etwas fragwürdig. Ich bin der Meinung das man mit 12 Jahren noch nicht an Prostitution und Drogenkonsum herangeführt werden sollte, auch wenn das die meisten hier wohl als nicht so schlimm empfinden werden.
     [...]
    Kaipiranha schrieb:
    Naja, ich finde die deutsche Altersfreigabe aber auch etwas fragwürdig. Ich bin der Meinung das man mit 12 Jahren noch nicht an Prostitution und Drogenkonsum herangeführt werden sollte, auch wenn das die meisten hier wohl als nicht so schlimm empfinden werden. Ich find da müsste man die Grenze eindeutig auf 16 anheben.
    Das viel größere Problem ist, dass die Kids mit 12 nicht mehr an Drogenkonsum herangeführt werden müssen - die nehmen schon welche! Was nutzt es mir, wenn die Bälger zu Hause keine Drogen mehr sehen, der Dealer aber vor dem Schulhof steht? Das ist das Perverse an dem "Jugendschutz" - er läuft in die falsche Richtung, abt. "Mal was getan haben".
  • Und ich dachte dass Känguruhs Daumen hätten...sind nur falschrum montiert, aber das ist nichts was die Japaner nicht mit einem neuen Gamepad in den Griff bekommen würden. Kann natürlich sein dass die Viecher eh nur EA Sports zocken.
  • Also ist doch bezeichnend, das die Australier negativ auffallen, bei denen war doch auch auf der Kinderpornosperrliste 888.com also Livepoker.