Age of Empires 3: Ersteindruck frisch von der GC! - 4Players.de

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Strategie
Entwickler: Ensemble Studios
Publisher: Microsoft
Release:
04.11.2005
Test: Age of Empires 3
82

“Auf den ersten Blick der schönste, aber auf den zweiten Blick auch der inkonsequenteste Teil der ruhmreichen Serie. ”

Leserwertung: 87% [13]

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Age of Empires III: Ersteindruck!

Kurz nach 12 Uhr donnerten die Kanonen: Bruce Shelley präsentierte dem Fachpublikum Age of Empires III. Er legte bei der Präsentation auf der Großbildleinwand sehr viel wert auf die Hervorhebung der traumhaften Grafik und die einzigartige Physik-Engine. Nur bei der Frage nach der Vielfalt und dem Einsatz von Formationen schlug der Senior Game Designer der Ensemble Studios etwas leisere Töne an: Er wisse um die Defizite in diesem Bereich und hätte sich auch mehr Möglichkeiten gewünscht, aber das hätte mehr Entwicklungszeit gebraucht - was laut Shelley mit Microsofts Terminplanungen kollidierte.

Neugierig gemacht von der traumhaften Kulisse einerseits und der überraschenden Selbstkritik Shelleys andererseits, haben wir uns natürlich sofort an die spielbaren Fassungen gemacht: Siedlung aufbauen, Schlachten austragen, Volk entwickeln. Schon nach einer Stunde scheint sich abzuzeichnen, dass AoE III mit drei klaren Stärken und einer Schwäche Richtung Weihnachts-Release steuert.

Die Grafik ist die erste große Stärke: Kein anderes RTS kann mit derart authentischen Schattenwürfen, Spiegelungen und Umweltbewegungen auftrumpfen. Das belebte Terrain von Neu-England begeisterte genau so wie die historischen Uniformen von Franzosen, Briten und Spaniern bzw. der Kopf- und Hautschmuck der Indianer. AoE III ist eine einzige Augenweide.

Die Physik ist die zweite große Stärke: Wenn ihr mit Kanonen Häuser aufs Korn nehmt, sorgen die Einschläge für splitternde Trümmer. Wenn ihr in Gruppen feuert, werden die Soldaten von der Wucht mehrere Meter weit geschleudert oder fallen Klippen herunter. Die Folgen dieser explosiven Ballistik werden alle in Echtzeit berechnet und sorgen für jede Menge Spaß.

Das neue Aufbauprinzip ist die dritte große Stärke: Denn neben dem klassischen Sammeln von Rohstoffen und dem Bau von Gebäuden, könnt ihr bei jedem Kampf Erfahrungspunkte sammeln, so dass eure Heimatstadt in Europa im Level aufsteigen kann. Ihr könnt wie in einem Trading Card-Game bestimmte Karten mit Vor- und Nachteilen kaufen und sogar spezielle Decks anlegen, die z.B. besonders effektiv bei See-Angriffen oder gegen ein Volk sind. Gerade diese neue Komponente könnte den Wiederspielwert im Online-Bereich enorm erhöhen.

Aber es gibt eine Schwäche: Die Feldtaktik kann trotz eines Riesenaufgebots an indianischen und europäischen Truppen noch nicht überzeugen. Zum einen gibt es nur sehr wenige Formationen: Eure Infanterie kann sich lockerer aufstellen, um Kanonenbeschuss besser zu überstehen, in den Nahkampf übergehen oder ein Gebiet verteidigen; die Kavallerie kann zum Trampelangriff ansetzen - das war's. Ihr könnt z.B. nicht gezielt in Keil-, Kreis- oder Linie aufmarschieren, was angesichts der Musketen-Epoche etwas unverständlich ist. Zum anderen wirkt die KI noch etwas träge: Wir konnten mit nur einer von Pferden gezogenen britischen Kanone im freien Feld ganze Bataillone an Franzosen aufreiben, die sich zwar immer wieder annäherten, aber nie einen Sturmangriff auf uns wagten, obwohl wir 100 zu 1 unterlegen waren.

Das sind Schwächen, die hoffentlich bis zum Release noch ausgemerzt werden, aber momentan dafür sorgen, dass AoEIII statt des erwarteten ausgezeichneten "nur" einen sehr guten Eindruck bei uns hinterlässt. Es wird übrigens eine Special Edition inklusive Artwork-Buch und Making Of-DVD geben, die Shelley bereits auf der Messe präsentierte. Sobald wir nähere Details haben, lassen wir es euch wissen.


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