World of WarCraft: Blizzard gegen Bossland: Honorbuddy darf nicht mehr in Deutschland vertrieben werden - 4Players.de

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Online-Rollenspiel
Entwickler: Blizzard
Publisher: Vivendi Games
Release:
11.02.2005
Test: World of WarCraft
91
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Blizzard gegen Bossland: Honorbuddy darf nicht mehr in Deutschland vertrieben werden

World of WarCraft (Rollenspiel) von Vivendi Games
World of WarCraft (Rollenspiel) von Vivendi Games - Bildquelle: Blizzard
Das Landgericht Hamburg hat geurteilt: Der Bossland GmbH aus Zwickau ist es nach diesem Urteil nicht mehr erlaubt, Software für World of WarCraft in Deutschland zu verteiben, die automatisch Quests sucht und abschließt sowie automatisiert Kräuter, Erze und Wolken (Ingenieurskunst) sammelt. Auch dürfen die Programme "Gatherbuddy" und "Honorbuddy" die Bezeichnung "WOW Bot" oder "World of Warcraft Bot" nicht mehr verwenden.

Darüber hinaus muss das Unternehmen die verkauften Stückzahlen, den erzielten Umsatz und den betriebenen Werbeaufwand an Blizzard übermitteln, die mit diesen Daten wiederum eine Schadensersatzklage vorbereiten können. Auszug aus dem Urteil: "Es wird festgestellt, dass die Beklagten (...) als Gesamtschuldner verpflichtet sind, der Klägerin allen Schaden zu ersetzen, der dieser durch die in Ziffer II. 1. [Verweis auf die Möglichkeiten des Bots] bezeichneten Handlungen entstanden ist und künftig entstehen wird." Gegen eine Sicherheitsleistung von 650.000 Euro (von Blizzard an das Gericht) ist das Urteil vorläufig vollstreckbar.

Schon seit einigen Jahren stehen sich Blizzard Entertainment und die Bossland GmbH vor Gericht gegenüber: "Die Parteien streiten im Kern um die Zulässigkeit sogenannter 'Bots' für ein Online-Computerspiel der Klägerin [Blizzard Entertainment] und um die Benutzung der Gemeinschaftsmarken 'World of Warcraft' und 'WOW'", heißt es im Urteil vom Landgericht Hamburg zum "Honorbuddy", einem Bot für World of WarCraft, der von der Bossland GmbH angeboten wird.

Das Urteil kann auf der Bossland-Website nachgelesen werden. Nachfolgend das Statement: "Heute war es soweit, das LG Hamburg hat entschieden, dass Honorbuddy ab sofort in Deutschland nicht angeboten werden darf. Jetzt fragt Ihr euch sicherlich, warum es denn immer noch angeboten wird? Weil Blizzard erstmal eine Sicherheitsleistung in Höhe von 650.000 EUR bezahlen muss! Hier das Urteil, leider fehlt noch die Urteilsbegründung, wird wohl per Post nachkommen, danach machen wir uns an die Arbeit, die Arbeit des Gerichts zu analysieren. Wir befürchten, hoffen es jedoch nicht, dass es mehrere hundert Seiten sein müssten, da es tatsächlich 171 Tage von der Verkündung des Urteils, bis zu seiner Zustellung gedauert hat."

Weitere Verhandlungen über buddyitems.de (D3 Gold Verkauf), das Diablo 3-Echtgeld-Auktionshaus und die AGBs von World of Warcraft sollen in den nächsten Monaten stattfinden.

Quelle: Bossland
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Kommentare

Armin schrieb am
Sir Richfield hat geschrieben: Aber vielleicht ist das für die Anbieter ja der Idealzustand: 2 Mio Bot Abos, die nicht nach endgame content schreien, keine Bugs melden, das Forum nicht Shitstormen, nur farmen und sich gegenseitig handeln. Dann schreibt man einen item generator, der regelmäßig neue Items ins Spiel pumpt, damit den Betreiber nicht irgendwann auffällt, dass der Bot schon alles hat.
Es ist sogar noch schoener. Alle paar Wochen werden bei Diablo die bot accounts gesperrt, so dass sie sich neue accounts kaufen muessen. Bei den Spielern kann man fuer die Aktion Sympathie einfahren, und die bot Nutzer stoert es kaum, weil es selten genug passiert um immernoch sehr profitabel zu sein.
Sir Richfield schrieb am
LordBen hat geschrieben:Wenn du von dir selber sagst dass du kein großes Interesse an MMORPGs oder Onlinespielen hast wird dich das nicht wirklich tangieren und dir wird dadurch vielleicht auch ein wenig die Vorstellungskraft fehlen in welchem Ausmaß Bots einem Spiel schaden können, aber für mich sind sie eben eine absolute Seuche (siehe D2).
Was nicht heißt, dass ich nicht gerne dazulerne.
Ich gebe zu, dass es schwer ist, mich zu "lesen", wann ich einfach nur ätzend sein möchte und wann ich längere Erläuterungen (oder überhaupt eine "Erklärung" der Schlagwörter/sätze) provozieren möchte.
Richtig, tangieren tut mich das nicht, ich konnte bisher bei Ausflügen in MMO den Rest einigermaßen ausblenden - Bots wie Menschen. ;)
War mir aber zur Einordnung wichtig, mehrfach darauf hinzuweisen.
Dass Bots eine Seuche sind, würde ich keinesfalls abstreiten wollen.
Wenn ich spiele, dann möchte ich meiner Welt entfliehen und nicht mit alltäglichen Dingen wie Sklaverei (Chinafarmer) und Arbeitsplatzoptimierung (Bots statt Menschen) belästigt werden.
Wenn darüber hinaus tatsächlich nicht nur die Ökonomie, sondern das Gameplay gestört wird, dann tut das wirklich weh.
Wenn sowas möglich ist, sollte man als Anbieter des MMO aber ein großes Interesse daran haben, das zu vermeiden.
Aber vielleicht ist das für die Anbieter ja der Idealzustand: 2 Mio Bot Abos, die nicht nach endgame content schreien, keine Bugs melden, das Forum nicht Shitstormen, nur farmen und sich gegenseitig handeln. Dann schreibt man einen item generator, der regelmäßig neue Items ins Spiel pumpt, damit den Betreiber nicht irgendwann auffällt, dass der Bot schon alles hat.
Sir Richfield schrieb am
Armin hat geschrieben:Wenn bots so ein Problem fuer die Spielefirma sind, dann sollen sie das Spiel halt so gestalten, dass bots nicht profitabel sind.
Das wären dann MMO ohne Grind.
Viel Glück!
Denn streng genommen ist das das einzige was Bots machen, das einzige, was die können: Grinden
Grind ist aber seit nicht erst seit WOW selig ein essenzieller Bestandteil von MMO.
Grind sorgt für eine günstige Streckung der Zeit, die ein Spieler online sein muss, Grind ist geeignet, Spieler zur Kooperation zu bringen und nicht zuletzt ist Grindvermeidung die Motivation, bei F2P/P2W Titeln Geld auf den Tisch zu legen.
Bei letzteren könnte ich dann auch die Klage verstehen, denn hier greift ein Bot tatsächlich in das Geschäftsmodell ein... ICH HABS!!! Mist, wenn einem beim Tippen Dinge einfallen. ;)
Jetzt weiß ich, wo Activision/Blizzard den Schaden (herbeigezaubert) hat:
Botnutzung verhindert Aboverlängerung:
Du holst Dir ein Abo und einen Bot.
Den Bot läßt du farmen, bis du dir die Endlevel Rüstung leisten kannst.
Du machst ein paar Raids.
Du verlängerst das Abo nicht, weil *pff* alles gesehen.
LordBen schrieb am
Sir Richfield hat geschrieben:Ah, OK. Nach all den Jahren wird D2 also gefühlt nur noch von Bots gespielt?.
Definitiv, ich war selbst darüber überascht. Selbst nach dem Ladderreset vor ein paar Tagen, wo man annehmen könnte dass das Interesse am Spiel wieder größer wird, waren fast ausschließlich Bots unterwegs.
Sir Richfield hat geschrieben: Ach Mensch. Gerade wo es anfing interessant zu werden.
Ich hätte gerne noch ein wenig darüber philosophiert, in welchem Maße Bots ein Spiel für die Spieler uninteressant machen kann und inwiefern das Design oder Unfähigkeit des Publishers oder die Gesetzeslage daran Schuld haben
Du hast sicher nicht unrecht damit dass bestimmte Designentscheidungen Bots enorm fördern. Diablo 3 ist wohl ein gutes Beispiel dafür, da es sich weitestgehend um das AH dreht und somit den perfekten Nährboden für Bots liefert.
Es gibt aber genügend Gegenbeispiele bei denen man den Entwicklern eben keinen Vorwurf machen sollte. Selbst bei uralten MMORPGs wie DAoC gabs Leute die Bots laufen hatten. Und da ging es dann nicht mehr nur um eine gestörte Ökonomie, sondern darum dass besagte Bots 24/7 bestimmte Exp- und Itemspots für sich beanspruchten und somit das Spielerlebnis anderer Spieler aktiv beeinträchtigten.
Wenn du von dir selber sagst dass du kein großes Interesse an MMORPGs oder Onlinespielen hast wird dich das nicht wirklich tangieren und dir wird dadurch vielleicht auch ein wenig die Vorstellungskraft fehlen in welchem Ausmaß Bots einem Spiel schaden können, aber für mich sind sie eben eine absolute Seuche (siehe D2).
Armin schrieb am
Dann versuch ich es mal:
Wenn bots so ein Problem fuer die Spielefirma sind, dann sollen sie das Spiel halt so gestalten, dass bots nicht profitabel sind. Entweder durch gameplay, das bots unsinnig macht, oder durch mehr bessere Ueberwachung und mehr Personal. Ne dritte Moeglichkeit waer noch einfach selber alles anzubieten, was die bots so bieten, aber das gefaellt den Spielern gar nicht.
Aber so nen Laden hochzunehmen, bringt nur den Konkurrenten was, mehr Anteil am Botmarkt.
schrieb am

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