Warhammer Online: Age of Reckoning
USK: 12

Jacobs über Hellgate & Conan

Mit Warhammer Online läuft demnächst das neue Spiel von Mythic (Dark Age of Camelot ) vom Stapel. Mit MTVs Multiplayersblog plauderte Marc Jacobs, der Vizepräsident des Studios, über einige andere Titel aus dem Onlineumfeld, die in der jüngeren Vergangenheit veröffentlicht wurden. In keinem anderen Genre würden so viele Spiele scheitern wie im MMO-Bereich, findet er. Da sei sehr traurig angesichts des Geldes und der Arbeit, die dort investiert würden.

Jacobs äußerte sich auch über Hellgate: London , für das mit Bill Roper ein alter Weggefährte von ihm zuständig war:

"Es ist einfach so, dass manchmal Talent allein nicht ausreicht. Man braucht eine Führung, und man braucht Geduld. Und am wichtigsten - und das vergessen viele Entwickler irgendwann - ist es, dass man auch ein bißchen Luft aus dem Ego lassen muss. Du musst dich daran erinnern, dass du, egal wie gut du irgendwann mal warst - und Diablo war ein großartiges Spiel -, nicht immer Recht haben wirst. Ich denke das war ein Teil des Problems bei Hellgate."

Zu wenig Geduld hat Funcom laut Jacobs bei Age of Conan gehabt. Dort hätte man nicht auf die Fans gehört und nicht aus den Fehlern des Starts von Anarchy Online gelernt.

"Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie die Fehler nicht gesehen haben, die andere Leute sahen, als sie sich bereit für den Launch [von Age of Conan] machten. Laut ihrer Jahresberichte hatten sie ausreichend Geld zur Verfügung. Das hätten sie sich mal angucken sollen und dann sagen: "Wir müssen dieses Spiel verschieben." Es gibt vermutlich Gründe, die ich nicht kenne, aber ich denke, dass das ihre größte Sünde ist."

Durch die Veröffentlichung von Warhammer Online und des zweiten World of Warcraft-Add-ons werde es sehr schwer werden für Funcom, die Fans wieder für sich zu begeistern - mit genügend Zeit und Geld könne man das aber dennoch schaffen. Age of Conan werde allerdings niemals "das werden, was es eigentlich hätte sein können."

Er habe der Konkurrenz aber durchaus im Geheimen die Daumen gedrückt, so Jacobs. Seit Jahren hieße es schließlich, nur Blizzard könne Erfolg haben. Nun sei Mythic an der Reihe, das Gegenteil zu beweisen.

"Wenn wir keinen Erfolg haben mit EA im Rücken, mit der Warhammer-Marke im Rücken, mit einem der erfahrensten Teams in der Branche, dann wird das nicht gut für die Industrie sein. Wir müssen der Welt zeigen, dass nicht nur Blizzard ein großartiges Spiel machen kann, dass die Spieler absolut willens sind, neue Dinge auszuprobieren und auch was anderes als WoW zu spielen."
Autor: Julian Dasgupta
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Kommentare

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  • Hotohori schrieb:
    Es ist einfach nur armseelig, dass ein 10 Jahre altes Ultima Online immer noch Meilenweit den heutigen MMORPGs voraus ist.
    *Stellt eine Kerze am Shrine für Hotohri auf und schließt ihn in sein Nachtgebet mit ein* ^_^ ps. Darkenfall hat  [...]
    Hotohori schrieb:
    Es ist einfach nur armseelig, dass ein 10 Jahre altes Ultima Online immer noch Meilenweit den heutigen MMORPGs voraus ist.
    *Stellt eine Kerze am Shrine für Hotohri auf und schließt ihn in sein Nachtgebet mit ein* ^_^ ps. Darkenfall hat geniale Ansätze die an ein modernes Ulima Online erinnern genau dass sind was ich eigentlich will... doch... den spielen geht leider zu früh die finanzielle luft aus oder spielen sich wie free to play hobbie-projekte. Trotzdem drücke ich die Daumen (und kaufe es auch) für Darkfall.
  • Nur leider ist Guild Wars alles andere als ein reinrassiges MMORPG.
  • Guild Wars 2 wird alles wegrocken : )