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Entwickler: Gas Powered Games
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Wildman: Massenkündigung bei GPG

Mit Wildman setze Gas Powered Games alles auf eine Karte. Sollte die Kickstarter-Kampagne nicht erfolgreich abgeschlossen werden, gebe es keinen Plan B in der Hinterhand. Das hatte Chris Taylor vor einigen Tagen kurz vor der Eröffnung der Kampagne verlauten lassen - und dabei wohl nicht übertrieben.

Laut Kotaku scheinen sich die Ereignisse im Studio am Freitag überstürzt zu haben. Einer Quelle zufolge wurde gestern fast die gesamte Belegschaft entlassen - einzig Taylor und ein oder zwei andere Leute seien noch offiziell bei Gas Powered Games tätig. Laut einer anderen Quelle droht dem Studio das vollständige Aus. Die Kündigungen stünden eventuell im Zusammenhang mit dem bisherigen Ertrag der Kampagne (173.000 Dollar nach fünf Tagen) - möglicherweise hatte man auf einen besseren Start und einen größeren Schwung gehofft und gebaut.

Auf Anfrage bestätigte Taylor in einer Email, dass es Entlassungen gab. Man werde auch bald die Kickstarter-Webseite aktualisieren. Etwas merkwürdig klingen dann noch die folgenden Worte: "I'm way behind, so many wonderful people to talk to and share stories with, so it just takes time. It's actually been a fairly positive experience, because I run a very open company and everyone knows what's going on." Gegenüber Joystiq ließ er noch verlauten, ca. 40 Entwickler hätten ihren Arbeitsplatz verloren.

Das in Redmond ansässige Studio hatte Dungeon Siege, Dungeon Siege 2, Supreme Commander, Supreme Commander 2Demigod und Space Siege produziert. Die Spiele der jüngeren Vergangenheit waren allerdings weder wertungstechnische noch kommerzielle Erfolge gewesen. Vor knapp zwei Jahren hatte man mit Kings and Castles einen RTS-Titel angekündigt, sich dabei aber wohl verhoben: Das Projekt wurde später eingestampft. Stattdessen übernahmen die Mannen um Taylor Age of Empires Online von Robot Entertainment, stellten das Spiel fertig und kümmerten sich um dessen Weiterentwicklung. Jene Geldquelle versiegte allerdings, nachdem Microsoft Ende 2012 beschloss, keine weiteren Inhalte mehr für  AoE Online produzieren zu lassen.

Update: In einem neuen Video meldet sich ein sichtlich aufgewühlter Chris Taylor zu Wort. Abermals bestätigt er das, was am gestrigen Tag im Studio geschah. Er hätte die Belegschaft theoretisch noch bis zum Ende der Kampagne beschäftigen können. Hätte man das Mindestziel aber nicht erreicht  - und dann letztendlich überhaupt kein Geld bekommen -, hätte er die Leute feuern müssen, ohne ihnen eine Abfindung und andere Absicherungen bieten zu können. Dies sei jetzt noch möglich gewesen. Er sei bereit, seine Firma zu riskieren - er werde aber nicht mit dem Schicksal seiner Angestellten spielen.

Abschließend wendet sich der Gründer des fast 15 Jahre alten Studios an die Netzgemeinde und fragt: "Jetzt, da das Team entlassen wurde, sollte ich die Kampagne weiterlaufen lassen und gucken, ob die Zahlen besser werden, und die Leute dann wieder einstellen am Ende der Kampagne? Wenn sie denn zurückkommen wollen und nicht bereits woanders einen Job gefunden haben. Oder sollte ich die Kampagne heute oder morgen beenden und alles als erledigt betrachten?"

Taylor bittet die Nutzer, mit Kommentaren abzustimmen und ihm bei der Entscheidung zu helfen. Man werde die Beiträge erfassen.

Kommentare

SpookyNooky schrieb am
Randall Flagg hat geschrieben:Also gebe hört sich ziemlich gay an, muss ich an dieser Stelle sagen. Auch wenn's richtig sei.
Also diese "gebe"/"gäbe" Diskussion am Anfang fand ich lustig. "gebe" ist Konjunktiv 1 und richtig. Das ist nichts Neues. Lernt deutsch.
Und der Kommentar von Randall Flagg (Zitat) wurde wohl auch missverstanden ("sei" -> Konjunktiv 1 -> Ironie).
Egal, @ Topic: Erst Molyneux, jetzt Taylor. Wusste nicht, dass so viele Spieldesigner so nah am Wasser gebaut sind. :|
brent schrieb am
DasGehtZuWeit hat geschrieben: Achso, dann wurde mit dem Kickstarter eigentlich nur die Abfindung der Leute bezahlt und gar nicht die Entwicklung für das Spiel... das ist schon ziemlich dreist! Und jetzt braucht er erst recht Geld für die Entwicklung...
facepalm.jpeg
DasGehtZuWeit schrieb am
"Hätte man das Mindestziel aber nicht erreicht hätte er die Leute feuern müssen, ohne ihnen eine Abfindung und andere Absicherungen bieten zu können. Dies sei jetzt noch möglich gewesen."
Achso, dann wurde mit dem Kickstarter eigentlich nur die Abfindung der Leute bezahlt und gar nicht die Entwicklung für das Spiel... das ist schon ziemlich dreist! Und jetzt braucht er erst recht Geld für die Entwicklung...
Zum Kickstarter selbst: das Spiel wirkt so dermaßen generisch und langweilig, dass ich mich wundern muss, dass jemand sich damit in die Öffentlichkeit traut, um so einen hohen Geldbetrag zu verlangen. Und dann schon wieder dieser dämliche Comic-Stil. Die Grafik von Age of Empires I ist immer noch detailierter und liebevoller als dieser Comic-Matsch.
Nightfire123456 schrieb am
Temeter  hat geschrieben:
Nightfire123456 hat geschrieben:Und? Das sind alles Szenarien die direkt nach dem erfolg/scheitern der Kickstarter Kampagnie statt finden. Aber wer sagt das sie das Spiel mit dem Geld wircklich fertigstellen können.
Was manche anscheinend nicht sehen ist das ständig Spiele releases verschoben werden müssen weil irgendwelche Probleme in der Entwicklung aufgetreten sind oder man sich verschätzt hat. Das kostet dann alles Geld, jeden Tag wo die überziehen müssen die Entwickler dafür bezahlt werden.
Und da ist es egal wieviel Erfahrung er hat beim Entwickeln von Spielen. Sowas kann jedem Projekt passieren
Das ist eben das Risiko bei Kickstarter. Und nein, jemand, der mit viel Erfahrung an ihm bestens vertrauten Genres arbeitet, kann ein Projekt besser abschätzen als ein Neuling von der Akademie. Warum muss man sowas überhaupt erwähnen?
Ansonsten ist, mal von den Kündigungen abgesehen, dieses Projekt nicht problematischer oder riskanter als andere Kickstarter-Projekte. Entwickler werden weniger für Erfolg, sondern für das Entwickeln bezahlt. Große Finanzpolster dürfte es auch bei anderen Kickstartern kaum geben.

Das seh ich anders. Gerade die Alteingesessenen Hasen "verkünsteln" sich sehr oft. Brauchst doch nur ab und zu in den News gucken welche Spiele mal wieder verschoben wurden. Das sind mindestens genauso viele Projekte von Erfahrenen Producern wie von Newcomern
Das mit dem Risiko mag stimmen. Ich bin mittlerweile am überlegen ob ich das Projekt nicht auch unterstützen soll. Ich mein 20$ Tut einem als Kunde nicht wircklich weh aber sichert vielleicht das fortbestehen des Unternehmens
Smurfocide schrieb am
Passt doch alles solange man genug Idioten findet die jeden Rotz als State of the art abfeiern.
(CoD anyone?)
schrieb am

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