Deathfire: Ruins of Nethermore: Guido Henkel über sein Rollenspiel, klassische Fantasy und das Budget - 4Players.de

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Rollenspiel
Entwickler: G3 Studios
Publisher: G3 Studios
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Deathfire: Ruins of Nethermore - Guido Henkel über sein Rollenspiel

Guido Henkel, u.a. bekannt für Das Schwarze Auge: Die Schicksalsklinge (1992), Schatten über Riva (1996) und Planescape: Torment (1999), versucht derzeit auf Kickstarter, sein neues Rollenspiel Deathfire: Ruins of Nethermore zu finanzieren. Seit mehr als einer Woche sind 73.168 Dollar von 2.211 Unterstützern zusammengekommen, aber bis zum Mindestziel bei 390.000 Dollar ist es noch ein weiter Weg.

Wir haben mit Guido Henkel gesprochen, worum es in Deathfire geht, welche Ziele sich die Entwickler gesetzt haben und ob die geforderten 390.000 Dollar für das "komplette Spiel" ausreichen werden.

Was zeichnet Deathfire: Ruins of Nethermore besonders aus, vor allem wenn man bedenkt, dass mit Legends of Grimrock 2 und Might & Magic 10 Legacy zwei ähnlich ausgerichtete Titel in Entwicklung sind.

Guido Henkel: "Als wir 'Das Schwarze Auge' entwickelten, versuchten wir eine menschliche Rollenspiel-Gruppe zu simulieren - soweit das mit der damaligen Technologie möglich war. Und als wir "Planescape: Torment" erstellten, versuchten wir ganz gezielt, die Figuren und deren Handlungen zum Fokus zu machen. In "Deathfire" nehmen wir nun diese Elemente und versuchen sie noch weiter zu treiben und die heuten Möglichkeiten weiter auszuschöpfen.

Unser Fokus liegt daher hauptsächlich auf der Story und der Charakterentwicklung. Das gesamte Design basiert auf dem Gedanken, dass wir eine Spielwelt erschaffen wollen, in der man wirklich Rollen spielt - und die Helden sowie die Welt darauf reagieren. Die meisten Rollenspiele sind sehr an gewissen Spielstrukturen festgebunden und fühlen sich oftmals noch recht statisch an, weil sie dem Spieler sowie der Spielwelt selbst einfach zu wenig Flexibilität lassen."

Screenshot - Deathfire: Ruins of Nethermore (PC)

Screenshot - Deathfire: Ruins of Nethermore (PC)

Screenshot - Deathfire: Ruins of Nethermore (PC)

Screenshot - Deathfire: Ruins of Nethermore (PC)

Screenshot - Deathfire: Ruins of Nethermore (PC)

Screenshot - Deathfire: Ruins of Nethermore (PC)

Screenshot - Deathfire: Ruins of Nethermore (PC)

Screenshot - Deathfire: Ruins of Nethermore (PC)

Screenshot - Deathfire: Ruins of Nethermore (PC)

Kannst du ein Beispiel geben, was du damit meinst bzw. was mit "eine verwobene und adaptive Geschichte mit vielen Schlüsselpersonen und Wendepunkten" gemeint ist - so steht es jedenfalls in der Projektbeschreibung bei Kickstarter. Ich möchte jetzt nicht auf Story-Spoiler hinaus, sondern vielmehr darauf, wie ihr Euch vorstellt, dass Entscheidungen und Konsequenzen den Spielverlauf beeinflussen können.

Guido Henkel: "Wir haben eine Software-Implementation, die wir die Psycho-Engine nennen und die sehr viele Information über die Figuren im Spiel aufzeichnet und auswertet. Auf diese Weise ist es uns möglich, direkt auf Ereignisse und Wendungen zu reagieren, aber den Figuren quasi auch in Echtzeit den Puls zu fühlen.

Wenn es in der Gruppe zum Beispiel zwei Helden gibt, die permanent verschiedener Meinung sind, erkennt die Software, dass sich das langsam aufschaukelt und irgendwann kommt es dann eben zum Knall. Die Helden streiten miteinander, brüllen sich an oder hauen womöglich aufeinander ein - je nachdem wie die Faktoren aussehen, die ihr Temperament bestimmen. Der Spieler muss dann entweder einschreiten oder schon zu einem früheren Zeitpunkt irgendwie sicherstellen, dass es nicht dazu kommt - gegebenenfalls eben auch, indem er einen Helden aus der Gruppe entlässt und vielleicht jemanden sucht und aufnimmt, der sich besser in die Gruppendynamik einfügt.

Das ist nur ein kleines Beispiel. Doch man kann daran erkennen, denke ich, dass es in "Deathfire" nicht nur um eine Monsterhatz geht oder darum, alle Dialogeinträge auszuprobieren, bis man die richtige Option gefunden hat. Stattdessen geht es darum, sich ganz gezielt und kontrolliert mit Situationen and Handlungen auseinander zu setzen. Auch auf einer emotionalen Ebene."



Warum muss es immer die "klassische" Fantasy-Variante sein? Warum nicht mal ein Sci-Fi-Rollenspiel - oder Steampunk oder Piraten oder Steinzeit oder Renaissance?

Guido Henkel: "Ich mag klassische Fantasy und daher ist die Wahl für mich recht einfach. Ich muss allerdings dazu sagen, dass "Deathfire" weit über diesen Stereotypen hinausgeht. Das mag auf den ersten Blick nicht so scheinen, doch es gibt einen guten Grund, warum wir einen Nethermanten als Bösewicht gewählt haben und nicht einfach einen Nekromanten. Der Nethermant verfügt über ganz andere Zauber, die es ihm erlauben, verschiedene Dimensionen zu überbrücken ... Nur mittelalterliche Fantasykost zu erwarten ist also vielleicht etwas vorschnell."

Ihr versucht ja mindestens 390.000 Dollar zusammenzubekommen, aber natürlich kann man mit diesem Budget nicht alle Ideen realisieren, oder?

Guido Henkel: "Ich denke, du gehst da von der falschen Seite ran. Das Spiel, das wir zu finanzieren versuchen, ist feature-komplett. Da wird nichts Fehlen! Falls wir ein größeres Budget erreichen sollten, werden zusätzliche Features hinzugefügt, aber die sind nicht Teil des Grundbauplanes. Es sind Erweiterungen, wie etwa ein optionaler Kampf in einer Third-Person-Perspektive oder das Überlandreisen etc. Abstriche machen wir also keine. Wir erweitern nur, falls es uns ermöglicht wird."

Der zweite Teil des Interviews rund um Thorvalla und Crowdfunding als Chance bzw. Risiko folgt nächste Woche.



Projekt-Beschreibung: "Deathfire: Ruins of Nethermore ist ein gruppenbasiertes Computer-Rollenspiel mit rundenbasierten Kämpfen, das sich an der goldenen Ära der Fantasy-Computer-Rollenspiele orientiert. Dank der Unity-3D-Engine präsentiert "Deathfire" eine Egoperspektive die den Spieler mitten ins Geschehen zieht. Unsere Rollenspiel-Engine simuliert über vierzig sichtbare sowie zahlreiche nicht sichtbare Attribute, um das Verhaltensweisen der Charaktere im Spiel zu verwalten. Zusammen bilden sie das Grundgerüst des Spieles und erlauben es uns während der Laufzeit das Spielgeschehen zu analysieren, und auf die Aktionen des Spielers zu reagieren, so dass sich die gesamte Hintergrundgeschichte um die Aktionen und Entscheidungen des Spielers entfaltet. Die Interaktion zwischen Charakteren ist ein weiterer, elementarer Bestandteil (...), da der Spieler auf viele Bewohner der Spielwelt treffen wird und zahlreiche davon anheuern, und als Nichtspieler-Charaktere in seine Gruppe aufnehmen kann. Alle Charaktere besitzen ihre eigene Persönlichkeit, geprägt durch ihre eigene Meinung, ihre Ängste und ihre kleinen dunklen Geheimnisse, welche für einmalige Überraschungen und Wendepunkte im Spiel, sowie auch für viele unvergessliche Momente sorgen werden (...)"

Quelle: 4Players

Kommentare

Guido Henkel schrieb am
@Kajetan, wollte nur eben Bescheid sagen, dass man auch ohne Kreditkarte auf Kickstarter ganz einfach mitmachen kann. Es gibt in Deutschland an Tankstellen Prepaid Credit Cards in verschiedenen Beträgen zu kaufen. Diese kann man dann problemlos dazu benutzen auf Kickstarter mitzumischen.
Vielleicht können wir dich ja auf diese Weise bald schon als Backer von "Deathfire" empfangen. :)
Kajetan schrieb am
Guido Henkel hat geschrieben:@Kajetan, wollte nur eben Bescheid sagen, dass man auch ohne Kreditkarte auf Kickstarter ganz einfach mitmachen kann. Es gibt in Deutschland an Tankstellen Prepaid Credit Cards in verschiedenen Beträgen zu kaufen. Diese kann man dann problemlos dazu benutzen auf Kickstarter mitzumischen.
Vielleicht können wir dich ja auf diese Weise bald schon als Backer von "Deathfire" empfangen. :)
Noch einfacher: Sage mir einfach, welche Mail-Adresse ich bei Paypal angeben muss, um (fast) den kompletten Inhalt meines Girokontos dorthin zu entleeren ...
Guido Henkel schrieb am
@Kajetan, wollte nur eben Bescheid sagen, dass man auch ohne Kreditkarte auf Kickstarter ganz einfach mitmachen kann. Es gibt in Deutschland an Tankstellen Prepaid Credit Cards in verschiedenen Beträgen zu kaufen. Diese kann man dann problemlos dazu benutzen auf Kickstarter mitzumischen.
Vielleicht können wir dich ja auf diese Weise bald schon als Backer von "Deathfire" empfangen. :)
Eisenherz schrieb am
Hoffen wir mal das Beste! Nach der letzten DSA-Klatsche wirds mal wieder Zeit für ein wirklich gutes deutsches Rollenspiel. Zutrauen tu ich es dem Guido jedenfalls, und hoffentlich sehen das die Backer auch so.
Kajetan schrieb am
Eisenherz hat geschrieben:Ich wünsche ihm Glück, aber glaube auch nicht, dass es mit dem zweiten Kickstarter-Versuch klappt.
Im Gegensatz zum ersten Versuch zieht er das diesmal sehr viel besser auf. Da ist eine konkrete Gameplay-Idee, kein verschwurbeltes "Irgendwas mit Wikingern". Es gibt bereits Vorarbeiten zu sehen, man kann sich einen guten Eindruck machen, wie das Spiel in etwa aussehen wird, wie es sich in etwa spielen wird. Blöderweise wieder nur mit Kreditkarte, sonst hätte ich schon gepledged.
schrieb am

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