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bitComposer Entertainment - Sanierung in der Regelinsolvenz: Investoren werden gesucht

Der Spieleentwickler bitComposer Entertainment AG aus Eschborn bei Frankfurt, der im letzten Jahr rund acht Millionen Euro umsetzte, wird in der Insolvenz fortgeführt (wir berichteten). Der Betrieb des Publishingunternehmens für PC- und Videospiele, das weltweit tätig ist und Titel wie "Schlag den Raab" entwickelte, läuft laut eigenen Angaben stabil.

Das Amtsgericht Frankfurt bestellte am 3. Dezember Rechtsanwalt Dr. Robert Schiebe von der Kanzlei Schiebe und Collegen zum vorläufigen Insolvenzverwalter und hob damit das Schutzschirmverfahren auf. Der Vorstand der bitComposer Entertainment AG will das Unternehmen im Insolvenzverfahren sanieren und einen Insolvenzplan erarbeiten. Gesucht wird ein strategischer Investor, um aussichtsreiche neue Spiele zu finanzieren. Dabei wird das Unternehmen von Dr. Jörg Eschmann von BearingPoint unterstützt.

Das 2009 gegründete Unternehmen entwickelt und vermarktet Spiele für PC, Konsolen und Mobile-Titel für den nationalen und internationalen Markt, z.B. The Voice of Germany oder Stalker. "Trotz einem kleinen Marktanteil konnte sich das schnell wachsende Start-up eine hervorragende internationale Reputation erwerben und gilt bei unabhängigen Entwicklern als wichtige Adresse. Im Unterschied zu anderen Neugründungen im Spielemarkt hat bitComposer von Beginn an bis 2013 profitabel gearbeitet. Das Unternehmen vertreibt attraktive und umsatzstarke Titel und wird auch in der Insolvenz mit einer positiven Prognose fortgeführt", erklärte der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Robert Schiebe von der Kanzlei Schiebe und Collegen, der im Schutzschirmverfahren als vorläufiger Sachwalter tätig war.

"Eine Ursache der Krise sind wirtschaftliche Schwierigkeiten von Zulieferern im Entwicklungsbereich, wodurch bitComposer aussichtsreiche Neuentwicklungen von Spielen nicht abschließen konnte. Umsatzziele wurden verfehlt und das Unternehmen beantragte am 26. September beim Amtsgericht Frankfurt wegen drohender Zahlungsunfähigkeit die Anordnung eines Schutzschirmverfahrens. Unter dem Schutzschirm konnten die weiteren Schritte mit Gläubigern und Marktpartnern wie Entwicklern und Publishern vorbereitet und bereits weitere Spieletitel erfolgreich veröffentlicht werden. Auf Anregung des vorläufigen Gläubigerausschusses beantragte der Vorstand die Überleitung in ein Regelverfahren."

"bitComposer fehlt Kapital für den Ausbau von Titeln im Spielemarkt. Das bietet Chancen sowohl für Projektfinanzierer, die einzelne Titel finanzieren wollen, wie für Investoren, die beim Unternehmen einsteigen wollen. Das Unternehmen pflegt langjährige Beziehungen zu hervorragenden Entwicklungsstudios und bietet interessante Lizenzen und Markenrechte. Kurz: Bei bitComposer schlummert Potenzial, was diesen kreativen Spieleentwickler und Publisher für strategische Investoren wie Medienunternehmen oder Entwickler von Brettspielen interessant macht", erklärte Dr. Jörg Eschmann von BearingPoint.

"Der Spielemarkt entwickelt sich wieder positiv. Nach einer Phase der Stagnation erwarten wir im nächsten Jahr Impulse von neuen Konsolen wie PS4 oder der Xbox One. Für diese leistungsstarken Konsolen passen wir Spiele wie 'Air Conflicts' und unser Action-RPG 'Shadows' an und werden 2015 neue Produkte vorstellen", so bitComposer Vorstand Oliver Neupert.

Die bitComposer AG veröffentlichte unter anderem Giana Sisters: Twisted DreamsShadowrun Returns, Shadows: Heretic Kingdoms und Jagged Alliance: Back in Action. Auch das extrem unfertige Citadels (Wertung: 10%) und die schwache Arcade-Flugaction Air Conflicts: Vietnam (Wertung: 33%) wurden von den Frankfurtern vertrieben.

Quelle: bitComposer Entertainment

Kommentare

Sir Richfield schrieb am
Clausomat hat geschrieben:
Das Unternehmen pflegt langjährige Beziehungen zu hervorragenden Entwicklungsstudios und bietet interessante Lizenzen und Markenrechte.
Die Aussage ist ein absoluter Witz: bitComposer hat sich mit fast allen Entwicklern in die Haare bekommen, viele davon sind wegen bitComposer pleite gegangen.
Nein, ist die Aussage nicht.
Da steht nämlich nichts über die QUALITÄT der Beziehungen.
Zynismus hilft enorm, das zu lesen...
Clausomat schrieb am
Das Unternehmen pflegt langjährige Beziehungen zu hervorragenden Entwicklungsstudios und bietet interessante Lizenzen und Markenrechte.
Die Aussage ist ein absoluter Witz: bitComposer hat sich mit fast allen Entwicklern in die Haare bekommen, viele davon sind wegen bitComposer pleite gegangen.
Alleine folgende Entwickler haben ihre Zusammenarbeit mit bitComposer nicht überlebt: Spielkind (Schlag den Raab), Coreplay (JA:BiA, Chaos Chronicles, Fit For Fun) und Games Distillery (Citadels).
Bei allen Studios lief es nach ähnlichem Muster: finanziell abhängig von den Zahlungen seitens bitComposer wurden Titel unfertig vorzeitig auf den Markt geworfen. Nachdem sich die Entwickler dann dagegen aufgelehnt haben, hat bitComposer einfach die Rechnungen nicht bezahlt.
Sir Richfield schrieb am
Grmpfant hat geschrieben:Aber wie Sir Richfield schon sagte: es ist Investorensprech. Eigentlich sogar schlimmer: reinstes Marketing-Geblubber. Auch Investoren sind keine Deppen, deren Portemonnaies man mit leeren Phrasen gewinnt.
Deppen, nein.
Aber Leute mit Ahnung von Videospielen oder deren Entwicklung, die hohle Phrasen als solche erkennen können, in der Regel auch nicht.
Grmpfant schrieb am
Von den "guten Beziehungen zu Entwicklern" hab ich jedenfalls nie was gemerkt. Stattdessen Rumdrucksen, Schweigen, keinerlei Berichte oder Abrechnungen.
Aber wie Sir Richfield schon sagte: es ist Investorensprech. Eigentlich sogar schlimmer: reinstes Marketing-Geblubber. Auch Investoren sind keine Deppen, deren Portemonnaies man mit leeren Phrasen gewinnt.
Sir Richfield schrieb am
Bevor sich einer wundert: Frei nach der Maus war das: Investorensprech.
Ist nicht an uns gerichtet, braucht uns gar nicht interessieren.
schrieb am

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