Banished: Angespielt: Schule oder Kinderarbeit? - Test folgt - 4Players.de

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Aufbau-Strategie
Publisher: -
Release:
18.02.2014
Test: Banished
83

Leserwertung: 70% [3]

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Angespielt: Banished (PC) - Test folgt

Banished (Strategie) von
Banished (Strategie) von - Bildquelle: Shining Rock Software
Banished, also verbannt: Das trifft auf eine kleine Gruppe Siedler zu, die im mittelalterlichen Niemandsland ausgesetzt wird. Zwischen kleinen Flüssen, Bergen und dichten Wäldern kämpft sie ums Überleben – gegen Kälte, Hunger und Krankheiten. Das Besondere an diesem "Sim Siedler" ist nicht nur, dass es von einem einzigen Mann entwickelt wurde. Das Besondere sind die Bewohner seiner virtuellen Welt.

Denn jeder Mensch hat einen Namen, eine Familie und einen Lebenslauf. Sie oder er wird geboren, tollt zunächst als Kind umher, geht anschließend in die Schule, übt die von mir zugewiesene Tätigkeit aus und stirbt schließlich. Raffen ihn Krankheit oder Hunger früher dahin, fehlt mir eine wichtige Arbeitskraft. Und das kann verdammt schnell gehen! Eine magere Ernte zieht fast unausweichlich einen richtig harten Winter nach sich. Ich war jedenfalls selten so um die Grundversorgung meiner Bevölkerung bemüht.

Aus einer kleinen Siedlung...
Aus einer kleinen Siedlung...

Menschen wachsen ja nicht per Mausklick nach: Die zehn Jahre, bis ein Neugeborenes mit anpacken kann, sind hier eine richtig lange Zeit. Auch nachdem ich in höchster Not eine Herde Rinder schlachte, müssen Kälber erst in jahrelanger Zucht herangewachsen. Ähnliches gilt für die rücksichtslose Rodung des Waldes, denn selbst wenn ich zahlreiche Forstarbeiter beschäftige, werden Keimlinge mit jedem Jahr nur ein winziges Stück größer. Und Holz ist mein wichtigster Rohstoff...

... wächst schon bald ein Dorf. Die Probleme fangen damit allerdings erst an.
... wächst schon bald ein Dorf. Die Probleme fangen damit allerdings erst an.

Im Kleinen zeigt Banished Schwächen, wenn Menschen z.B. über eine abgesperrte Weide spazieren, einen Bauauftrag scheinbar vergessen oder ein Tier mitten in einem Zaun steht. Und so idyllisch die verklärte Mittelalterromantik auch aussieht: Es lohnt sich kaum, das Treiben aus der Nähe zu betrachten. Zu steif laufen die Siedler von einem Punkt zum nächsten, um dort äußerlich nüchtern ihre Arbeit zu verrichten.

Der Reiz liegt im Beobachten der alltäglichen Veränderungen. Kommen zwei Kinder ins rechte Alter, plane ich z.B. den Bau eines neuen Hauses und beobachte in den folgenden Jahren, wie die junge Familie ganz langsam größer wird. Und dann tut es richtig weh, wenn ich die Schule dicht machen muss, weil ich nach dem harten Winter unbedingt die Hilfe ihrer Kinder auf dem Feld benötige. Ich bin gespannt, ob ich diese Nähe auch dann noch spüre, wenn mein Dorf zu einer Stadt gewachsen ist!

Mehr dazu in Kürze in unserem Test.

Einschätzung: gut

Letztes aktuelles Video: Trailer


Kommentare

Isegrim74 schrieb am
Habe auch Stunden bei meinen verbannten Siedlern verbracht. Mit ihnen gelitten, mit ihnen den Stolz verspürt, wenn ich berstenden Lager hatte und sogar mit Nahrung handeln konnte, wenn die Gemeinde immer wieder um ein paar Köpfe größer wurde oder die Wut und die Trauer, wenn sie schrumpfte. Es gibt manchmal Durststrecken, wo ich ab und an das Spiel auch auf maximaler Geschwindigkeit laufen lasse. Aber niemals über längere Zeiträume. Ich hoffe, dass es noch zu weiterverarbeitenden Produktionsketten kommt und das Spiel dadurch noch mehr Tiefe. Vielleicht mit zu erhandelnden Blaupausen und/oder Ausbauten an bestehenden Gebäuden - z.B. Lagerhäuser aus Stein, die mehr Fassungsvermögen haben bzw. vor Feuer besser geschützt. Ich entspanne mich derzeit jeden Abend nach der Arbeit in meinem kleinen Dorf - ich hatte schon hier einen Begriff gelesen, der besser nicht passen kann: Zen-Gaming. Auch wenn es manchmal viel zu tun gibt dort, ist es dennoch mehr als befriedigend, dem treiben zu zuschauen.
Also bleibt vorerst die Hoffnung auf DLCs (und hier würde ich mit Vergnügen dafür zahlen) und die Community mit Mods. Ein paar Dinge könnten wirklich noch komplexer werden bzw. auch die Desaster könnte man erweitern mit Nahrungsmittel, die in Lagerhäusern vergammeln, wenn ich zu schnell zu viel davon anhäufe etc. pp.
Wie gehabt, hat mich Banished nicht enttäuscht und ich habe tatsächlich endlich mein Spiel gefunden, wie ich es schon immer haben wollte: ohne kriegerische Konflikte und dem Ehrgeiz, meinen Leuten ein Leben in der Verbannung zu ermöglichen.
Von mir ein Titel der derzeit in hohen 80er Wertungen ankommen sollte. Mit Mods und DLCs vielleicht sogar noch höher, je nach dem wohin die Entwicklung gehen wird. :-)
Nightfire123456 schrieb am
casanoffi hat geschrieben:
Flachpfeife hat geschrieben:wie isses denn mit dem test, liebes 4p team? lasst euch ja ganz schön zeit :)
1.: entweder zu viel anderes zu tun
2.: oder kein Bock drauf
3.: oder doch kein Spaß für nur 1-2 Nachmittage :mrgreen:
Wobei ich nochmals erwähnen will, dass man das Spiel mit halbwegs normaler Geschwindigkeit deutlich länger genießen kann.
Banished mit maximaler Geschwindigkeit zu spielen erinnernt mich ein wenig an die Power-Gamer bei MMOs, die nach einem halben Jahr 10 Charaktere auf Maximal-Level haben und dann traurig sind, dass es langweilig wird ^^
Naja, jeder wie er mag.
Aber gerade wenn man schon weiter ist und alles gut läuft passiert doch kaum noch was. Am Anfang spiele ich eigentlich immer mit 1x oder 2x Geschwindigkeit. Später wenn man oft Jahre warten muss bis es wieder was zu tun gibt hab ich fast durchgehend 10x an, Von mir aus könnte es sogar noch einen schnelleren Modus geben. Ich guck doch nicht einen ganzen Abend meinen Leutchen zu wie sie ein Stück holz von der einen Seite der Map auf die andere tragen. Ich mag das game echt aber das wäre mir zu langweilig.
Und das es nicht soviel zum bauen gibt finde ich nicht so schlimm. Hab mittlerweile schon sehr viele Stunden mit dem Spiel verbracht und viel Spaß gehabt. Das Grundgerüßt funktioniert und ist süchtig machend. Dank angekündigten Mod support freu ich mich schon auf viele neuerungen. Und dadurch das, dass Game ja recht erfolgreich ist dürfte der Entwickler wohl auch bald neuen Content dazu liefern.
Für das Spiel bietet es sich ja auch an Dlc´s anzubieten.
casanoffi schrieb am
Flachpfeife hat geschrieben:wie isses denn mit dem test, liebes 4p team? lasst euch ja ganz schön zeit :)
1.: entweder zu viel anderes zu tun
2.: oder kein Bock drauf
3.: oder doch kein Spaß für nur 1-2 Nachmittage :mrgreen:
Wobei ich nochmals erwähnen will, dass man das Spiel mit halbwegs normaler Geschwindigkeit deutlich länger genießen kann.
Banished mit maximaler Geschwindigkeit zu spielen erinnernt mich ein wenig an die Power-Gamer bei MMOs, die nach einem halben Jahr 10 Charaktere auf Maximal-Level haben und dann traurig sind, dass es langweilig wird ^^
Naja, jeder wie er mag.
Flachpfeife schrieb am
mich suchtets immer noch hart. jedes mal bessere stadt, effizienter etc.
naja, für alle die, für dies zu wenig content is, kommt ja anscheinend bald n modkit.
wie isses denn mit dem test, liebes 4p team? lasst euch ja ganz schön zeit :)
ZackeZells schrieb am
Mich hat Banished den Samstag und Sonntag total fasziniert, gestern Abend noch einmal reingeschaut und die Luft war raus.
Habe eine Neue Map auf Groß und wenig Anfangsrohstoffen gestartet - nach einer Stunde standen schon die Grundgebäude und ich musste nur auf die Vermehrung meiner Einwohner warten....und genau da ist für mich die Luft raus gewesen.
Wenn man den Kniff der Grundversorgung heraus hat ist das Spiel ein leichtes und leider auch mit wenig Abwechslung gesegnet.
Meinen Respekt an den Entwickler. Ein sehr schönes Spiel für 1-2 Nachmittage.
schrieb am

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