Project Memoir: Ori-Entwickler plant ein spielbares Gegenstück zu Schindlers Liste; Kritik an der bisherigen Umsetzung von Spielen im Zweiten Weltkrieg - 4Players.de

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Adventure
Entwickler: Moon Studios
Publisher: -
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Project Memoir: Ori-Entwickler plant ein spielbares Gegenstück zu Schindlers Liste

Project Memoir (Adventure) von
Project Memoir (Adventure) von - Bildquelle: Moon Studios
Der Chef-Entwickler des Plattformers Ori and the Blind Forest, Thomas Mahler, ist enttäuscht davon, auf welche Weise das Thema Zweiter Weltkrieg bislang in der Spielewelt aufgearbeitet wurde. In einem Interview mit Gamesindustry.biz berichtet er, dass er aus diesem Grund an einem Spiele-Prototyp arbeite, der thematisch dem Spielfilmdrama Schindlers Liste ähneln soll. Die "interaktive Dokumentation" mit dem Arbeitstitel Project Memoir handelt vom slowakischen Juden Rudolf Vrba, der im Jahr 1944 aus dem Konzentrationslager Ausschwitz flieht. Im Interview erläutert Mahler, dass es natürlich kein typischer Shooter werde, in dem man Zombies die Rübe vom Hals pustet:

"Es ist recht peinlich, wenn du dir die Videospiel-Industrie anschaust und wie sie das Thema Zweiter Weltkrieg als Thema anfasst. Wenn du einen Eindruck davon bekommen willst, wie weit Spiele in Punkto Geschichtenerzählung hinterher hinken, musst du dir nur das anschauen. Es erscheinen so viele Spiele zum Zweiten Weltkrieg, und jedes einzelne davon klammert die wirklich interessanten Dinge aus, die man erzählen könnte. Superfaszinierende Dinge in Punkto menschlicher Psychologie, die Geschichte der Menschheit usw. In jedem einzelnen Spiel ging es nur darum, ein paar Nazis abzuschießen. Das ist einfach nur dämlich!"

Mahler gehe nicht davon aus, dass er einen großen Publisher für die Idee wird begeistern können, daher denke er über Eigenfinanzierung nach. Er habe bereits "eine ziemliche Menge" Geld investiert, wisse aber noch nicht, ob das Spiel je veröffentlicht werden wird:

"Ich würde es sehr schwer haben, wenn ich zu einem Unternehmen wie Microsoft, Activision oder EA ginge und sagte: 'Hey, wollt ihr mein Spiel finanzieren, das story-basiert und extrem kontrovers ist; ein interaktives Dokumentations-Ding, das niemand vorher gemacht hat, und es gibt keine Möglichkeit vorab abzuschätzen, ob es Erfolg hat oder nicht. Wollt ihr das finanzieren?' Das würde ich zu gerne sehen. Es gibt in dieser Industrie momentan keinen Weg, etwas wie Schindlers Liste für Spiele zu erschaffen!"




Quelle: Gamesindustry.biz

Kommentare

Balmung schrieb am
Bedameister hat geschrieben:Wenn das Klappt wäre das richtig genial. Ich wünschte mehr Leute würden sowas machen. Ich bin auf jedenfall gespannt.

:Daumenlinks:
Sehr interessantes Projekt, aber ob das aufgeht? Spiele werden ja nun nicht gerade unbedingt als Kunst anerkannt, aber vielleicht hilft es ja dabei.
Bedameister schrieb am
Wenn das Klappt wäre das richtig genial. Ich wünschte mehr Leute würden sowas machen. Ich bin auf jedenfall gespannt.
Nauglamir schrieb am
Er sollte sich ein Beispiel an Ubisofts Valiant Hearts nehmen.... die haben das Thema 1.Weltkrieg sehr gut spielerisch verarbeitet...
just_Edu schrieb am
Wurde für genau Sowas nicht Kickstarter gegründet?
schrieb am

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