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Verbände appellieren an EU

MCV zufolge haben sechs europäische Entwicklerverbände, darunter auch GAME, der Bundesverband der Spieleentwickler in Deutschland, eine Art Videospielmanifest verfasst und verschiedenen EU-Politikern zukommen lassen. Darin fordern sie die allgemeine Anerkennung von Spielen als Kulturgut und damit auch eine entsprechende Förderung und Schutz.

Spieleentwicklung sei ein globales Geschäft, aber die Bedingungen seien in Europa schlechter als in anderen Märkten, besonders Nordamerika und Asien. Spieleproduktionen vom hiesigen Kontent hätten einen bestimmten Stil, und dieser sei auch eine Reflektion der Vielfältigkeit Europas. Spiele seien nicht länger einfach nur eine Form der Unterhaltung, sondern seien mittlerweile genauso Teil der Kultur wie Film, Fernsehen, Literatur und Musik.

Die Unterzeichner fordern die offizielle Anerkennung von Spielen als Kulturgut seitens der Europäischen Union auch, um jene Vielfältigkeit zu schützen. Europa würde den Anschluss verlieren, da die anderen Märkte mit ihrem Wachstumspotential - darunter zukünftig auch China und Indien - dafür sorgen könnten, dass sich die kreativen Zentren und die Schwerpunkte der Spieleentwicklung woanders hin verlagern, so die Förderung hier denn nicht ähnlich gestärkt werde wie in diesen Ländern.
Autor: Julian Dasgupta
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Kommentare

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  • unzweifelhaft sind videospiele ein kulturgut, welches sich fest im westlichen kulturkreis verankert hat und nicht wegzudenken ist. dies zu ignorieren, bewerte ich als fatal und unangebracht. daher ist der vorstoß der verbände löblich und gutzuheißen. ob jedoch das einhauchen von leben in ein  [...] unzweifelhaft sind videospiele ein kulturgut, welches sich fest im westlichen kulturkreis verankert hat und nicht wegzudenken ist. dies zu ignorieren, bewerte ich als fatal und unangebracht. daher ist der vorstoß der verbände löblich und gutzuheißen. ob jedoch das einhauchen von leben in ein paar pixel zur kunstform erhoben werden kann/darf, ist ein thema mit dem sich die kulturwissenschaftler auseinander setzen müssen. wobei ich nicht glaube, dass man sich diesbezüglich auf einen gemeinsamen kontext einigen wird :wink: zweifelsohne bedarf es an einiger kunstfertigkeit ein spiel entstehen zu lassen. das ist jedoch eine bedingung, die in jedem schöpferischen handwerksberuf vorausgesetzt wird. ist ein schreiner deshalb ein künstler? einigen wir uns doch einfach darauf, dass die entstehung eines videospiels eine hohe handwerkskunst darstellt. ob das endprodukt dann letztendlich kunst ist oder doch nur ein schnödes konsumgut, das lediglich der psychischen ertüchtigung dient, sollte jeder für sich selbst entscheiden.
  • Okay vielleicht keine Kunst (bis auf die Ausnahmen! die ich genannt habe) aber auf jedenfall ein Kulturgut! Ich denke die Mitglieder der Entwicklerverbände möchten, dass Videospiele als Kulturgut (wahrscheinlich als Alltagskultur) angesehen werden und nicht als Kunst. Wobei ich letzteres besser  [...] Okay vielleicht keine Kunst (bis auf die Ausnahmen! die ich genannt habe) aber auf jedenfall ein Kulturgut! Ich denke die Mitglieder der Entwicklerverbände möchten, dass Videospiele als Kulturgut (wahrscheinlich als Alltagskultur) angesehen werden und nicht als Kunst. Wobei ich letzteres besser finden würde da dann keine oder zumindest eine nicht so strenge Zensur herrschen würde, welche volljährige Spieler wie mich zur Weißglut bringt.
  • puuhh. ich lass videospiele sogar als kunst durchgehen wenn der herrsteller diese nur um ihrer selbst willen macht (und vllt ein wenig die gesellschaft verbessern will). das sehe ich aber aktuell nicht durch den markt bestätigt. videospiele sind genau so keine kunst wie die meinsten kinofilme die  [...] puuhh. ich lass videospiele sogar als kunst durchgehen wenn der herrsteller diese nur um ihrer selbst willen macht (und vllt ein wenig die gesellschaft verbessern will). das sehe ich aber aktuell nicht durch den markt bestätigt. videospiele sind genau so keine kunst wie die meinsten kinofilme die man sehen kann. konsumgüter deren nutzen sich auf das verbrauchen von zeit beschränkt. vllt zeigt uns dieser vorstoß ja, wie sehr die dumpfbacken von der industrie hinter geld her sind. genau genommen verraten sie damit sich selbst.