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Spector über Storytelling

Develop hatte kürzlich die Gelegenheit, mit Warren Spector zu plaudern. Der Mann, der an Spielen wie System Shock oder Deus Ex mitwirkte, äußerte vor allem seine Unzufriedenheit darüber, wie Geschichten derzeit in Spielen erzählt werden. Das Potenzial sei noch nicht annähernd ausgereizt.

Beispielsweise würden Spiele standardmäßig nach dem Schema 'Interaktion, Filmsequenz, Interaktion, Filmsequenz' zergliedert, anstatt eine Story auf andere Weise darzubieten. Spiele wie Half-Life 2 oder Mass Effect hätten sich da etwas auf Neuland gewagt, es gäbe allerdings noch immer reichlich zu tun. Cutscenes würden zwar durchaus Sinn machen, würden aber heutzutage viel zu häufig verwendet.

Auch könnten sich die Storyautoren eine Scheibe von der Arbeit der Drehbuchautoren im Filmbereich abschneiden - die würden es nämlich schaffen, komplexe Emotionen mit deutlich weniger Worten zu vermitteln, so Spector, der die Kritik auch auf sich bezieht. Es sei fast so, als ob es irgendwo ein Ehrenabzeichen gebe, wenn man mehr als 250.000 Wörter im Manuskript stehen hat.

Eine weitere Herausforderung, die es zu knacken gilt: Wie kann man eine intelligente Story in Mehrspielerspielen erzählen - wohlgemerkt nicht in MMOGs -, die alle fünf, sechs oder sieben Akteure intelligent miteinbezieht?

Die oft versprochene interaktive Geschichte sei in der Regel nur eine Illusion - der Spieler stehe oft nur scheinbar vor einer Auswahl an Möglichkeiten, habe aber letztendlich keine wirklichen Einfluss auf das Geschehen.
Autor: Julian Dasgupta
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Kommentare

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  • Jep, belassen wirs dabei und tragen diesen Tread zu Grabe... Alle Diskussionen sollten so enden.
  • ich weiss was kawaii bedeutet, aber dies als gegenargument zu bringen, zeigt ja eigentlich das dich eher das visuelle design dieser figuren stört, als deren tatsächliche hintergründe. ist halt auch geschmackssache, aber ich mag es. ich bin sowieso recht kindlich, deswegen steh ich ohnehin auf  [...] ich weiss was kawaii bedeutet, aber dies als gegenargument zu bringen, zeigt ja eigentlich das dich eher das visuelle design dieser figuren stört, als deren tatsächliche hintergründe. ist halt auch geschmackssache, aber ich mag es. ich bin sowieso recht kindlich, deswegen steh ich ohnehin auf comicartige figuren. ^^ das du gute geschichten für ein gutes spieleerlebnis brauchst ist denke ich auch die richtige einschätzung. ich brauche sie nämlich nicht unbedingt. zwar sind meine besten spieleerlebnisse auch fast immer damit verbunden, daß ich eine sehr gute story durchlebt habe, aber es gibt auch zu hauf spiele die mir gewaltig spaß machen ohne das überhaupt ein ansatz einer story zu erkennen sein muss. ich mein es gibt ja nicht nur videospiele. kartenspielen kann auch spaß machen, ganz ohne story, genauso wie kicken gehen oder sonstige sportliche aktivitäten. alles keine story, aber macht trotzdem spaß, also finde ich muss das auch für videospiele gelten :) deswegen sehe ich auch kein problem damit, wenn nur eine kompenente einer erzählung erfüllt ist. mannchmal reicht es einfach nur einen pseudogrund vorgeschoben zu kriegen, weswegen man das spiel zocken sollte. wie halt in einem actionfilm der grund geschaffen wird um geballer, explosionen und stunts zu erleben. es wäre natürlich viel schöner, wenn fast jedes spiel von nun an eine exzellente story hätte, aber ich denke das ist doch etwas zu viel verlangt. genauso wie das verlangen nach perfektion, denn so etwas gibt es einfach nicht. wie ich schon gesagt habe, man kann es nicht jedem recht machen und das solltest du schon darin erkennen, das wir beide unterschiedliche geschmäcker haben :)
  • TNT.sf schrieb:
    ich finde das muss man differenziert betrachten. ein gutes spiel braucht keine gute story. ein spiel kann aber gut werden, wenn es eine gute story hat. von daher braucht ein rpg, was spielerisch einfach hervorragend ist nicht unbedingt eine intelligente geschichte
     [...]
    TNT.sf schrieb:
    ich finde das muss man differenziert betrachten. ein gutes spiel braucht keine gute story. ein spiel kann aber gut werden, wenn es eine gute story hat. von daher braucht ein rpg, was spielerisch einfach hervorragend ist nicht unbedingt eine intelligente geschichte oder tiefgründige charaktere. das gilt eigentlich für alle spiele
    Blödsinn! Zuerst: ich habe niemals alle Genres gemeint. Selbstverständlich braucht ein Puzzler keine dramatische Geschichte. Aber es bedarf, wenn 2 Komponenten, also gute Story und guter Char vorhandeen sind auch die dritte Komponente. Was bringt einem der interessanteste Character, wenn er nur Rotz erzählt. Was bringen einem die spannendensten Dialoge, wenn sie von Figuren mit dem Charisma eines Toastbrotes vorgetragen werden? Was nutzt ein toller Antiheld in einer stupiden Geschichte? Das macht jeweils die Geschichte, den Character und/oder den Dialog unglaubwürdig. Zum Beispiel Michigan, der erste Streich der Killer7 macher. Auf Silent Hill getrimmter Survival Horror mit hirnlosen, unsympatischen Spielfiguren die nur Müll labern (spoilerfreier auszug aus dem Spiel) [url]http://www.youtube.com/watch?v=kinHOtOm0UI[/url] TNT.sf schrieb:
    alle 3 vereint wäre ja schon nah an der perfektion
    was spricht gegen die Perfektion eines Spiels? Alle drei Komponenten ermöglichen eine glaubwürdige Spielwelt. Und die wollen wir doch irgendwo alle, gell? Würde Freeman sich gelegentlich (nicht ständig) mal zu Wort melden, würde er viel besser in die Geschite passen. Er wäre nicht so austauschbar. Gerade in Episode 2, als man so auf Survivalm Horror gemacht hat. (Taschenlampe, Dunkelheit...) Genau wie die ganzen Figuren des Final Fantasy Universums. Ausschließlich Abziehbilder! Es bedarf ja keinen Grimepreis Gewinner als Drehbuchautor, um eine glaubwürdige Spielwelt auf die Beine zu stellen. Die Gothic Reihe bildet ein tolles Beispiel. Der "Held" passt sich den Aktionen des Spielers an, die Dialoge sind gut gemacht und vielseitig. Und trotzdem hat der Held Charisma, was ua an seiner tollen Synchronstimme liegt. Natürlich macht Metroid Prime3 Spaß, obwohl Samus schweigt wie ein Grab. Ich kann mir auch keinen quaselnden Mario vorstellen. Genauso wie ich mir vorstellen kann, das dass die Shooter-Doom-Fragboy Fraktion interessiert, die ballern wollen und einen feuchten Dreck um eine Geschichte geben. Aber sie haben mehr als genug auswahl. Heutzutage wollen alle Shooter wie Halo sein. Crysis, Turok, Quake, Gears of Wars, Resistance. Alle haben eine vergleichbare Story um Aliens (ah gut Turok kippelt). Stories interessieren die Fragboys und Clanmember nicht. Vieleicht leigt es daran, das ich Adventure Fan bin, und gute Geschichten brauche für ein angemessenes Spielerlebnis. RPGs aber, brachen eine gute Geschichte. Gerade JRPGs opfern interessante Spielfiguren zugunsten der kawaiiness. (frag ein Japangroupie in deiner umgebung was dieses wort heißt)