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PCGA über Raubkopien

Auf der GCDC 2008 hatte die PC Gaming Alliance erstmals ein paar Zahlen hinsichtlich des PC-Marktes veröffentlicht, zum Einfluss von Raubkopien auf den Umsatz wollte man sich aber noch nicht äußern, da das eigens dafür gegründete Komitee derzeit noch Daten sammle und auswerte. Irgendwann im nächsten Jahr werde man die Auswirkungen davon quantifizieren können, ließ Randy Stude nun gegenüber Gamasutra verlauten und merkt an:

"Die Annahme, dass jede Person, die ein PC-Spiel kopiert, ein Kunde ist, den man nicht mehr hat, ist keine faire Abschätzung... allerdings hat das individuelle Raubkopieren, wie auch bei Film und Musik, einen Einfluss auf das Gesamtbild - und wenn man da nichts macht, riskieren wir, dass sich das ganze Medium grundlegend ändert."

Hinsichtlich des Potenzials verweist der PCGA-Präsident auf Märkte wie China und Südkorea, wo andere Geschäftsmodelle dominieren würden.

"Wir reden hier über fünf Mrd. Dollar. Fast die Hälfte des Umsatzes, der durch PC-Software generiert wird, stammt aus Märkten, in denen es fast gar keinen traditionellen Handel (mit PC-Spielen) gibt."

Die klassischen Vertriebsmodelle - eine Disk mit Kopierschutz - seien heute nicht mehr unbedingt die führenden Ansätze. Spiele wie Spore und Crysis Warhead würden aber auch zeigen, dass sich ein Spiel trotz der Raubkopierproblematik gut verkaufen kann. Und auch wenn man nichts gegen die Piraterie unternehmen könnte, so sei die Vermutung, dass eine Plattform deswegen aussterben könnte, "lächerlich".

Alternative Geschäftsmodelle wie werbefinanzierte Free-to-Play-Titel könnten auf dem PC viel einfacher umgesetzt werden, weil auf den Konsolen die jeweiligen Hersteller noch an den Einnahmen partizipieren wollen würden. Ein Vorschlag Studes: In raubkopierten Fassungen könnte einfach deutlich mehr Werbung als in authentifizierten Versionen erscheinen. Man müsse Softwarepiraten nicht gleich gleich vom Server schmeißen, sondern beispielsweise beim Laden eines Levels mit Werbung versorgen. Spieler, die den Titel rechtmäßig erworben haben, bekämen dagegen weniger oder keine Werbung zu sehen.

Bei den Kollegen von Videogamer.com verpasste Stude gleich noch LucasArts eine Breitseite, nachdem der Hersteller eine PC-Umsetzung von Star Wars: The Force Unleashed ausgeschlossen hatte, weil es problematisch sei, die Vielfalt der Hardware zu unterstützen, und der Markt nicht groß genug sei.

"Das ist eine uninformierte Antwort. In den vergangenen Jahren wurden mindestens 100 Mio. PCs verkauft, deren Hardware vergleichbar mit oder besser als eine Xbox 360 ist. Es ist lächerlich zu sagen, dass der potenzielle Zielpublikum nicht groß genug sei, dass es da nur diesen kleinen Kreis extrem begeisterter Nutzer gebe, wenn man es umsetzt. Das ist eine uninformierte Antwort."

LucasArts habe seit langem kein gutes PC-Spiel mehr produziert, legt Stude nach.

"Ich glaube, Jedi Knight 2 war wahrscheinlich das letzte gute PC-Spiel, das sie gemacht haben, und selbst ihre Strategiespiele waren nicht so großartig. Ich kann also verstehen, warum sie sich so äußern."
Autor: Julian Dasgupta
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Kommentare

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  • Nunja. Es sind ja sogesehen Online-Cracks, weil man die meisten Spiele mit ner unoriginalen Serial erst gar nicht online spielen kann. ;) Aber ich weiß was du meinst und stimme dir da zu. Nur glaube ich nicht, dass dadurch der Kopierschutz in diesem Sinne wegfällt. Wenn man dann kein SecuRom  [...] Nunja. Es sind ja sogesehen Online-Cracks, weil man die meisten Spiele mit ner unoriginalen Serial erst gar nicht online spielen kann. ;) Aber ich weiß was du meinst und stimme dir da zu. Nur glaube ich nicht, dass dadurch der Kopierschutz in diesem Sinne wegfällt. Wenn man dann kein SecuRom mehr einfach ungefragt auf den PC geknallt bekommt, werden es dann irgendwelche Werbeprogramme sein, die im Kernel vernetzt werden und dann das komplette Verhalten des Users protokollieren. Erste Methode dieser Art sieht man ja an BF2142. Dort wird geloggt wielange ein Spieler die Werbung angeguckt hat, aus welchem Winkel er die angeguckt hat, wieviel % des Bildschirms die Werbung eingenommen hat usw.
  • ok, ich mein natürlich, daß die cracks einen trotzdem online spielen lassen sollen. lan cracks zählen da nicht. dennoch ist die werbe methode sicherlich besser, als dieser ganze kopierschutzwahn. wir brauchen ja nicht darüber zu reden, daß diese dinger ja sowieso fast garnichts bringen. mit  [...] ok, ich mein natürlich, daß die cracks einen trotzdem online spielen lassen sollen. lan cracks zählen da nicht. dennoch ist die werbe methode sicherlich besser, als dieser ganze kopierschutzwahn. wir brauchen ja nicht darüber zu reden, daß diese dinger ja sowieso fast garnichts bringen. mit dieser werbe idee hätte man wenigstens einen kleinen ausgleich für den umsatzausfall, und man würde sich die ständigen streitereien wegen dem kopierschutz sparen. ich denke nämlich nicht, daß wirklich jeder dann noch sein spiel cracken wird, nur um die werbung auszublenden. wer sich ein spiel runterlädt, nur um es mal auszuprobieren, wird sich sicherlich weniger an der werbung stören, solange das spiel direkt läuft.
  • @TNT: Diese Werbung-deaktivierenden Cracks habe ich schon öfters gesehen. ;) Aber die "Mechanik" der Cracks läuft ja dann eh anders. Aktuell sind es ja nur ins Spiel integrierte Werbeblocker wie man sie auch ausm Browser kennt. Die Cracks für das imaginäre Projekt aus der News blocken  [...] @TNT: Diese Werbung-deaktivierenden Cracks habe ich schon öfters gesehen. ;) Aber die "Mechanik" der Cracks läuft ja dann eh anders. Aktuell sind es ja nur ins Spiel integrierte Werbeblocker wie man sie auch ausm Browser kennt. Die Cracks für das imaginäre Projekt aus der News blocken eben keine Werbung, sondern gaukeln dem Spiel nur vor, dass es ein Original und keine Kopie ist. Damit entfällt die Werbung automatisch. ;)