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LG Hamburg untersagt Cheatbot

In den USA war Blizzard gegen den Anbieter des Glider-Bots für World of WarCraft vorgegangen und hatte den Hersteller erfolgreich verklagt, jetzt liegt auch im hiesigen Rechtsraum erstmals ein Urteil zu einem Cheatbot vor, wie die Kollegen von Heise Online berichten.

Demnach hat das Landgericht Hamburg dem Anbieter einer solchen Software den weiteren Vertrieb untersagt. Das Werkzeug diente dazu, Spielern in einem (in den Dokumenten geschwärzten) Free-to-Play-Titel Funktionen bzw. Boni zu verschaffen, die eigentlich nur zahlungswilligen Teilnehmern zur Verfügung standen; auch habe es Manipulationen gegeben, die generell über die vom Hersteller vorgesehenen Möglichkeiten hinausgingen.

Wurde der Glider-Bot-Schöpfer verurteilt, weil er mit seinem Programm gegen geltendes Copyright im Sinne des Digital Millenium Copyright Acts verstoßen hatte, so erachtete das Landgericht die Vorgehensweise im aktuellen Fall als unlauteres Wettbewerbshandeln. Er habe das Geschäftsmodell des Betreibers untwewandert und außerdem noch andere Nutzer zum Vertragsbruch verleitet - die Nutzungsbedingungen schließen nämlich das Verwenden von Zusatzprogrammen explizit aus. Der Streitwert des Verfahrens wurde auf 100.000 Euro beziffert, basierend auf einer Studie aus dem vergangenen Jahr, in der der weltweite Umsatz mit virtuellen Gütern auf 1,5 Mrd. Dollar geschätzt wurde.
Autor: Julian Dasgupta
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Kommentare

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  • Hm schwierig zu sagen ob er sowas hohes verdient hat an Strafe, müsste man wirklich an dem durch den Bot eingenommenen Betrag festmachen. Allerdings denke ich auch das alle(!) die diesen Bot gekauft haben ebenfalls ein wenig zur Strafe gezogen werden müssten. Er hat sie zwar zum Vertragsbruch  [...] Hm schwierig zu sagen ob er sowas hohes verdient hat an Strafe, müsste man wirklich an dem durch den Bot eingenommenen Betrag festmachen. Allerdings denke ich auch das alle(!) die diesen Bot gekauft haben ebenfalls ein wenig zur Strafe gezogen werden müssten. Er hat sie zwar zum Vertragsbruch angestiftet, wies im Text so schön heißt, aber letztlich gebrochen haben die Nutzer ihn.
  • Novalis86 schrieb:
    JimNorton schrieb:
    Als ob es Blizzard um die paar Kröten gehen würde, die wollen doch nur ein Grundsatzurteil damit ja niemand auf die Idee kommt nochmal sowas zu machen.
    Ich glaube, dass es Blizzard auch um das Geld geht.
     [...]
    Novalis86 schrieb:
    JimNorton schrieb:
    Als ob es Blizzard um die paar Kröten gehen würde, die wollen doch nur ein Grundsatzurteil damit ja niemand auf die Idee kommt nochmal sowas zu machen.
    Ich glaube, dass es Blizzard auch um das Geld geht. Nur wenn man 3 Milliarden Jahresumsatz macht heißt es nicht, das einem mehrere tausend Euro am Hintern vorbeigehen. Irgendwie setzen sich die 3 Milliarden ja zusammen ] Seit wann bietet Blizzard Free2Play Spiele an? Könnt ihr alle nich lesen oder so? Das war nicht Blizzard und Blizzard bekommt keinen Cent von dem Geld. Es gibt auch noch andere MMOG Entwickler außer Blizzard...wagt mal einen Blick über euren WoW-Tellerrand... Zum Thema: So wie ich den Gerichtsverein in Deutschlang kenne wird da am Ende sowieso nur eine minimale Strafe bei rumkommen. Vllt ein paar hundert Euro oder so. Die im Artikel genannte Summe von 100.000 Euro finde ich vollkommen ok. Der hat bestimmt ne gute Summe daran verdient, also soll es ihm gefälligst auch weh tun. Solche Bots sind bestimmt auch nicht billig...und bei der Menge von Spielern die sowas machen war der Umsatz bestimmt nicht gering. Natürlich sollte keinem Menschen die Lebensgrundlage entzogen werden, aber es muss ihm trotzdem tierisch weh tun.
  • JimNorton schrieb:
    Als ob es Blizzard um die paar Kröten gehen würde, die wollen doch nur ein Grundsatzurteil damit ja niemand auf die Idee kommt nochmal sowas zu machen.
    Ich glaube, dass es Blizzard auch um das Geld geht. Nur wenn man 3 Milliarden Jahresumsatz  [...]
    JimNorton schrieb:
    Als ob es Blizzard um die paar Kröten gehen würde, die wollen doch nur ein Grundsatzurteil damit ja niemand auf die Idee kommt nochmal sowas zu machen.
    Ich glaube, dass es Blizzard auch um das Geld geht. Nur wenn man 3 Milliarden Jahresumsatz macht heißt es nicht, das einem mehrere tausend Euro am Hintern vorbeigehen. Irgendwie setzen sich die 3 Milliarden ja zusammen :D