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Killerspiele: Mehr Verbote gefordert

Der Wahlkampf ist zwar vorbei, doch der Umgang mit den so genannten "Killerspielen" ist in Deutschland immer noch ein Thema. So hat eine Komission namens "Expertenkreis Amok", die von der baden-würtembergischen Landesregierung eingesetzt wurde, jüngst ihre Ergebnisse in einem 85-seitigen PDF präsentiert und schildert, welche Konsequenzen man nach dem Amoklauf von Winnenden ziehen sollte, um in Zukunft solche Taten zu verhindern.

Klar, dass dabei neben der Forderung nach mehr Schulpsychologen und einer stärkeren Medienkompetenz auch der Umgang mit Videospielen in den Fokus rückt. Und genau so klar dürfte sein, dass sich die "Experten" für eine Eindämmung der so genannten "Killerspiele" aussprechen. Den Schlüssel dazu sehen sie in der BPjM, deren Kompetenz gegenüber der USK gestärkt werden soll, um Spiele auch nach einer Alterskennzeichnung noch verbieten zu können. Aus diesem Grund empfiehlt die Runde, das Strafgesetzbuch entsprechend abzuändern. Im Originaltext liest sich das dann so:

51. EMPFEHLUNG: INDIZIERUNG UND BESCHLAGNAHME VERSTÄRKEN

Der Fokus sollte auf einer konsequenten Anwendung des Instruments der Indizierung
bzw. einer gesellschaftlichen Diskussion der Kriterien liegen, da Hersteller ein wirtschaftliches Interesse daran haben, dass Spiele auch im deutschen Markt vertrieben werden können.

52. EMPFEHLUNG: VERSTÄRKUNG DES EINFLUSSES DER BPJM PRÜFEN

Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) hat bisher keine Möglichkeit, Titel nachträglich zu indizieren, wenn bereits eine Altersfreigabe durch die USK erteilt wurde. Um sicherzustellen, dass die Indizierungsmöglichkeiten der BPjM verstärkt in die Entscheidungen einfließen, wird empfohlen eine Intensivierung der Zusammenarbeit zu prüfen.
 

Außerdem kommen sie zu folgendem Schluss:

Zurückliegende Amoktaten weisen deutliche Parallelen bei der zeitintensiven Beschäftigung der Täter mit gewaltverherrlichenden Computerspielen auf, die im Einzelfall als digitales Schießtraining genutzt werden können. In der Regel handelt es sich um sog. Ego-Shooter (z. B. Counterstrike), bei denen die Darstellung einer dreidimensionalen frei begehbaren Spielwelt durch die Augen des Spielers erfolgt und eine reale Teilnahme an Kampf- und Tötungshandlungen suggeriert. 

Jetzt liegt es an der Politik zu entscheiden, welche Empfehlungen der Komission umgesetzt werden sollen.
Autor: Michael Krosta
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Kommentare

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  • Gut, dass es eine "unabhängige Geldregulierungsbehörde" schon gibt, sollte man glaube ich nach der 9. (?) Klasse wissen. Aber er hat insofern recht, dass wir ein mieses Bildungssystem haben (in der Form wie es jetzt ! ist) ist wohl unbestritten, denn wieviel besser es in Ländern, mit  [...] Gut, dass es eine "unabhängige Geldregulierungsbehörde" schon gibt, sollte man glaube ich nach der 9. (?) Klasse wissen. Aber er hat insofern recht, dass wir ein mieses Bildungssystem haben (in der Form wie es jetzt ! ist) ist wohl unbestritten, denn wieviel besser es in Ländern, mit elternentlastenden und sozialkompetenzen fördernden Schulen klappt, beweist nicht nur Pisa ;) (Mal Japan und Südkorea aussen vor) Du findest also, dass Schulen nicht erziehen sollen? Das jedenfalls lese ich aus dem was du da schreibst, und finde es grundlegend falsch. Denn Schulen müssen erziehen und bilden, und das tun sie doch sowieso, ob sie es denn nun wollen oder nicht. Oder willst du mir erzählen, dass z.B. die Erfahrungen in der Schule, das Verhalten der Lehrer/innen und was und wie die Schüler den Stoff lernen nicht erzieht?? Ich stimme dir da 100%ig zu, es kann nicht einfach nur eine Erhöhung der zur Verfügung stehenden Geldmenge geben. Dadurch werden wohl die kleinsten Probleme gelöst. Man muss das Geld auch noch in die richtigen Richtungen lenken, damit das Geld etwas bewirken kann. Meiner Meinung nach, sollte mehr in die Ausbildung der Lehrer (vor allem in pädagogischer Hinsicht) und vor allem in die Unterstützung der Schüler ! investiert werden. Wenn man nun natürlich das ganze System in Frage stellt, wäre eine Komplettsanierung von Nöten. -> Kompetenzen der Länder einschränken -> 6 Jahre Grundschule -> Bis zur 10. Klasse wieder gemeinsame Klassen -> Und dann erst weitere Splittung -> und das Bundesweit (1. Punkt) -> Ganztagsschule in den ersten Jahren, und dort kostenloses Essen -> Möglicherweise wirklich gut ausgebildete "Helfer" an den Schulen, die z.B. Schülern bei Hausaufgaben, aber auch bei Problemen helfen könnten -> Entlastung der Lehrer (fällt mit dem eben genannten Punkt zusammen) -> Bessere einheitlichere (bundesweite) Bezahlung Teuer aufjedenfall, aber ich denke der Nutzen würde enorm sein (Finnland). Natürlich wird die Schule, wie auch alles andere, was von der Politik bestimmt wird, von politischen Ideologien "befeuert". Nur ob z.B. die Politik der CDU (hinsichtlich Gesamtschulen in Niedersachsen) nun für die Allgemeinheit wirklich gut ist, sei mal dahin gestellt. Und ob sich dahinter nicht doch ein Master-Plan versteckt, ist bedenklich. Ja, ich gebe dir recht, die Lehrpläne sollten mal überdacht und überarbeitet werden, meine derzeitigen Themen für das Abi ('11) sind aber meiner Meinung nach, nicht schlecht gewählt. Möglicherweise könnte man in der Hinsicht, einen "Nachtest" nach z.B. 20 Jahren machen, und/oder dem einfach entgegen wirken, und Lehrer halt auf verpflichtende Weiterbildungskurse schicken (was ja auch schon geschieht (aber oft wohl nicht verpflichtend)). Zur Systemfrage: Es kann sowieso kein perfektes "System" geben, da kein Mensch perfekt ist, und sich so nie jeder Mensch perfekt in das System eingliedern kann. So wird es immer zu Konflikten kommen, und das System wird halt nicht perfekt sein :P Zu der Frage wie man das System verbessern könnte, habe ich allerdings schon ein paar Ideen, die aber wohl nicht zu realisieren sind, da es zu viele Menschen in viel zu vielen hohen Positionen gibt, die einfach viel zu egoistisch sind ;) P.S. Tut mir leid, dass meine Antwort so spät kommt, hatte am Wochenende nicht die Zeit zu antworten...
  • @muselgrusel So sofern ichs noch zusammen kriege, war der Anlass das mein vorheriger Diskussionspartner zum einen die Politik für alle Missstände der Gesellschaft verantwortlich machte zum anderen das System des Geldes. Den ersten Punkt versuchte er an unseren zerrütteten Familien und miesem  [...] @muselgrusel So sofern ichs noch zusammen kriege, war der Anlass das mein vorheriger Diskussionspartner zum einen die Politik für alle Missstände der Gesellschaft verantwortlich machte zum anderen das System des Geldes. Den ersten Punkt versuchte er an unseren zerrütteten Familien und miesem Bildungssystem zu belegen...zum 2. Punkt wurde eine unabhängige "Geldregulierungsbehörde" gefordert die das "System des Geldes" aufbricht. Soweit richtig? Gut dann gehts los. Zunächst muss ich grundsätzlich sagen, das ich es für einen Fehler halte der Politik überhaupt soviel Macht und Kompetenz zuzugestehen, dass sie in unsere elementaren privaten Lebensbereiche wie zum Beispiel Erziehung eingreifen darf (es sei denn wir haben es mit Straftaten und dergleichen zu tun). Politik ist nämlich (zum Glück) nicht so mächtig in alle Lebensbereiche eingreifen zu können und daher auch nicht für alles verantwortlich zu machen. So, nächster Punkt Bildung, da gehe ich jetzt auch mal auf dich ein :wink: Ich bin der Meinung das es überhaupt nichts bringen würde sagen wir mal...den Bildungsetat von heute auf Morgen zu verfünffachen. Natürlich ist zu wenig Geld im System, was aber tatsächlich der Grund für die Missstände ist, ist meiner Meinung nach das System selber. Da ich gerade das zweifelhafte Privileg genieße aus erster Hand zu erfahren, wie die Lehrpläne und Zentralprüfungen des Landes Hedwig Holzbein erstellt werden, bin ich über dieses System nahezu entsetzt. Die Zukunft unserer Kinder wird hier von politischen Ideologien (sei es links oder rechts) befeuert, die zuständigen Beamten verfahren im Grunde nach Gutdünken (und das nicht mal böswillig, es hat einfach keiner einen Master-Plan) und das ist nur die Spitze des Eisberges. Dann haben wir noch das zweifelhafte Ausbildungssystem des Lehramtes. Wenn irgendein Lehrer seine Prüfung hängend und Würgen mit 4,0 abschließt (das ist schlecht und im Grunde ein Mitleidsdienst), darf er für den Rest seines Berufslebens Lehrer "spielen", hat also die Möglichkeit Jahrzehntelang Kindern nichts beizubringen. Das ist in keinem anderem Beruf so und das finde ich nicht richtig, zumal keine Partei in diese Richtung etwas zu unternehmen gedenkt...den Geldhahn aufdrehen reicht da leider nicht. Zum Thema Erziehung: Jap stimm ich mit dir überein. Skandinavien ist da ein Vorbild dem wir nacheifern sollten. NoGo war eben dieses: "Frau-am-Herd" Zeugs :wink: Zur Geldpolitik habe ich ja bereits auf die EZB verwiesen. Wenn wir ernsthaft zur Systemfrage kommen...nun ja...es ist kein Problem ein bisschen utopisch zu sein wenn man Verbesserungen fordert, nur so nähert man sich in der Mitte den Pragmatikern an und kann gemeinsam Reformen erarbeiten...aber wenn man die Systemfrage stellt, braucht man einen konstruktiven Alternativvorschlag. Gestern war zum Beispiel die Juso-Vorsitzende bei Harald Schmidt die ähnliches fordert. Sie nennt es einen Demokratischen Sozialismus, Wirtschaft soll zukünftig demokratisch funktionieren. Das hört sich super an, aber leider kann weder sie noch jemand anders erklären wie das funktionieren soll. Und ganz ehrlich ein Land in dem 80 Millionen Menschen leben sollte nicht zur Experimentierküche gemacht werden. So genug gefaselt, du bist dran :D
  • Ich finde es einfach nur schrecklich ... Vielleicht gibt es ein paar Kinder , denen es an die Psyche geht aber , muss das den direckt verboten werden ? !!! IN GANZ DEUTSCHLAND !!! Der Verbot ist momentan schon sehr schlimm ... Einige der geilsten Games sind nicht nach deutschland gekommen , wenn  [...] Ich finde es einfach nur schrecklich ... Vielleicht gibt es ein paar Kinder , denen es an die Psyche geht aber , muss das den direckt verboten werden ? !!! IN GANZ DEUTSCHLAND !!! Der Verbot ist momentan schon sehr schlimm ... Einige der geilsten Games sind nicht nach deutschland gekommen , wenn dan geschnitten das geht mir gewaltig auf die Nerven , in Österreich zum Beispiel , da finde ich es gut geregelt !