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50% würden Onlinegebühren zahlen

Vor rund zwei Wochen sorgte Michael Pachter, Analyst bei Wedbush Morgan Securities, mal wieder für Aufsehen, weil er eine Gebühr für den Online-Multiplayer-Modus forderte (wir berichteten). Jetzt geht er einen Schritt weiter und spekuliert über Zahlen, Spiele und mächtig viel Profitpotenzial. Er geht davon aus, dass ein Premium-Multiplayer-Modell mit zusätzlichen Gebühren zusammen mit einem eingeschränkten kostenlosen Multiplayer-Modus in den nächsten großen Titeln zu finden sein wird und obwohl Activision Blizzard verneinte, "Pay to play"-Pläne für Call of Duty: Black Ops zu haben, ist Michael Pachter weiterhin davon überzeugt.

"Wir schätzen, dass rund die Hälfte der 15 Millionen Online-Spieler eine Gebühr für Premium-Inhalte zahlen würden und die andere Hälfte wird weniger Zeit im Mehrspieler-Modus verbringen, weil die kostenlose Multiplayer-Alternative kein so nachhaltiges Erlebnis sei. [...] Würden die 7,5 Millionen Leute nur fünf Dollar pro Monat (11,5 Cent pro Stunde) zahlen, könnten die Publisher ihren operativen Gewinn um bis zu 450 Millionen Dollar steigern. [...] Wir denken, dass diese Premium-Multiplayer-Inhalte den rückläufigen Verkaufstrend stark beeinflussen können" und seiner Meinung nach sollen alle Spieler, die sich nicht mit dem kostenpflichtigen Modell oder dem abgespeckten kostenlosen Mehrspieler-Modus anfreunden können, dazu verleitet werden, mehr (andere) Spiele zu kaufen, um die verlorenen Stunden zu kompensieren.

Erneut greift er Modern Warfare 2 als Beispiel auf, bezeichnet den Mehrspieler-Modus als Hauptgrund für die hohen Verkaufszahlen und kreidet Activision Blizzard zugleich an, dass sie die Chance verpasst hätten, dieses monetäre Potenzial zu nutzen. Hätten sie beispielsweise 0,06 Dollar pro Stunde als Gebühr verlangt, hätten sie ihren Gewinn in einer Zeitspanne von sechs Monaten um 120 Millionen Dollar steigern können.

Abschließend prophezeit er: "Wir denken, dass zukünftige Titel wie Call of Duty: Black Ops, Medal of Honor und Halo Reach, ebenso wie unangekündigte Projekte à la Grand Theft Auto 5, eine Möglichkeit enthalten werden, damit die Publisher mehr Geld von den Spielern bekommen können."

"We expect somewhere around half of the current 15 million online game players to pay something for premium content, and expect the other half to play fewer hours online if the free experience is slightly less robust in the future". [...] "We think that scheduled releases like Call of Duty: Black Ops, Medal of Honor, and Halo Reach, and unscheduled releases like Grand Theft Auto 5 all will contain the opportunity for gamers to pay more to the publishers".


Autor: Marcel Kleffmann
Quelle: gamesindustry.biz
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Kommentare

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  • Wenn das passiert, beschränke ich mich auf meinen Nintendo DS :ugly:
  • n3xus_2k4 schrieb:
    Und ich kann mir nie im Leben vorstellen, dass 50% (wo hat der die Zahl überhaupt her?) der Leute monatliche Gebühren für CoD zahlen würden.
    man konnte sich auch nicht vorstellen, dass mehr als 10 mio. leute monatlich fuer WoW bezahlen...
  • FuerstderSchatten schrieb:
    Ja, nach deiner Defenition des Kapitalismus,
    Naja, soweit ich das verstanden habe, definiert a-team Kapitalismus nicht zwingend so, sondern sagt einfach, dass der Kapitalismus eine logische Schlussfolgerung aus eben diesen Trieben  [...]
    FuerstderSchatten schrieb:
    Ja, nach deiner Defenition des Kapitalismus,
    Naja, soweit ich das verstanden habe, definiert a-team Kapitalismus nicht zwingend so, sondern sagt einfach, dass der Kapitalismus eine logische Schlussfolgerung aus eben diesen Trieben sind.. Und der Kapitalismus ist noch das fairste der "Sozialkonstrukte", die sich der Mensch zur Orientierung erschaffen hat.. Zwar nicht das Beste, aber wenn wir beispielsweise den Kommunismus nehmen, gibt es für den einzelnen (Tellerwäscher?) keinerlei Chancen, jemals mehr zu sein, als ein Tellerwäscher. Natürlich ist der Kommunismus nicht grundlegend schlecht (die Idee), leider scheitert es an ebendieser "Gier" des Menschen, dass dann die Mächtigen eben NICHT gleich sind, weil sie nicht gleich sein wollen. Ich meine, ehrlich gesagt will doch niemand "gleich" sein wie alle anderen, und wenn es geht möglichst besser?? Das sieht man ja auch am Herdenverhalten von Jugendlichen und Gruppen von Menschen.. Es gibt immer jemanden der sich profilieren muss.. Aber ich schweife (wieder mal :roll: ) ab... Grundlegend geht es a-team darum (soweit ich das richtig verstanden habe) zu zeigen, dass "Kapitalismus" nur ein Unterbegriff und eben eine "logische Schlussfolgerung" ist.. Wie auch immer, beim Rest stimme ich dir zu :)