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Gameforge: Rotstift angesetzt

'Schwarzer Donnerstag' bei Gameforge: Wie Gamesmarkt berichtet, stehen die Browserspiel-Spezialisten vor einer umfassenden Umstrukturierung.  Mehr Aufgaben- statt Produktorientiertheit, heißt es da. Auch gehe es um eine stärkere Integrierung von Frogster in das Unternehmen. Wie aus dem Buch für in solchen Fällen üblichen Phrasen wird da angemerkt: "Durch eine effizientere Organisationsstruktur können wir unseren Ressourceneinsatz optimieren und große Potenziale für das weitere Wachstum heben."

Der Hersteller, dessen Stammsitz in Karlsruhe verortet ist, wird die beiden Sparten Webgames und Clientgames abschaffen und dafür die Abteilungen Development und Publishing bilden. Im Rahmen des Umbaus werden ca. 100 der insgesamt 450 Stellen bei Gameforge gestrichen. Genauere Details wurden aber nicht bekannt gegeben.

Diverse Projekte werden dem Schnitt ebenfalls zum Opfer fallen. Dass die Euro-Server von Mythos vom Netz genommen werden, hatte Frogster bereits vor einigen Tagen mitgeteilt. Auch das Action-RPG Hellbreed konnte die Erwartungen nicht erfüllen. Selbst der von Keen Games produzierte Gameforge-Vorzeigetitel Star Trek - Infinite Space werde jetzt genau unter die Lupe genommen. So wird derzeit überlegt, ob ein weiter Partner als Co-Publisher an Bord geholt wird. Es sei aber auch nicht ausgeschlossen, dass das Projekt eingestampft wird.
Autor: Julian Dasgupta
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Kommentare

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  • So läuft es auch bei den großen Studios. Wenn ich nur daran denke , das ich mich letztes Jahr nach meinem Studienabschluss bei denen beworben hatte(zum Glück eine lukrativere Stelle gefunden).
  • Usul schrieb:
    Ich möchte nicht verallgemeinernd klingen, aber irgendwie scheinen viele deutsche "New Economy"-Firmen dieselben Fehler zu machen: Erste Erfolge feiern, dann auf Teufel komm raus expandieren und wachsen... und dann merken, daß man sich übernommen hat. Also
     [...]
    Usul schrieb:
    Ich möchte nicht verallgemeinernd klingen, aber irgendwie scheinen viele deutsche "New Economy"-Firmen dieselben Fehler zu machen: Erste Erfolge feiern, dann auf Teufel komm raus expandieren und wachsen... und dann merken, daß man sich übernommen hat. Also Leute entlassen, umstrukturieren und irgendwann Konkurs anmelden. Mag in anderen Ländern ähnlich sein, aber in Deutschland lebend und ab und an mit solchen Firmen zu tun habend, fällt es mir hier halt besonders auf. Bei den Leuten, die die eingestellt haben, wundert mich diese neue Entwicklung überhaupt nicht.
    Der Fisch stinkt halt vom Kopfe her ... wenn man fast zwei Jahre lang Investorengeld VERBALLERT und es nicht auf die Reihe bringt mit all diesem Geld eine effiziente Struktur und produktive Teams auf die Beine zu stellen ... Nein, es ist nicht einfach. Aber diese Kompetenz lässt sich einkaufen. Und wenn man nicht die Leute findet, die sowas können, dann macht man halt kleinere Schritte und lernt das notwendige Handwerk eben selbst. Dann haben Fehler auch keine so schlimmen Auswirkungen, es lassen sich kritische Phasen besser überbrücken, ohne dass man haufenweise Leute feuern muss. Aber wenn man den Investoren mit großartigen Plänen und wilden Versprechungen das Geld aus den Taschen geleiert hat, ist es natürlich nicht so einfach plötzlich einen Gang zurückzuschrauben. Dann wird halt volle Kanne weiterexpandiert und über Jahre hinweg wild Leute gesucht und kunterbunt eingestellt oder auch nicht. Und dann hat man plötzlich XXX auf der Ausgabenseite, aber nur y auf der Einnahmenseite. Huch? Wie kommts?
  • Ich möchte nicht verallgemeinernd klingen, aber irgendwie scheinen viele deutsche "New Economy"-Firmen dieselben Fehler zu machen: Erste Erfolge feiern, dann auf Teufel komm raus expandieren und wachsen... und dann merken, daß man sich übernommen hat. Also Leute entlassen, umstrukturieren  [...] Ich möchte nicht verallgemeinernd klingen, aber irgendwie scheinen viele deutsche "New Economy"-Firmen dieselben Fehler zu machen: Erste Erfolge feiern, dann auf Teufel komm raus expandieren und wachsen... und dann merken, daß man sich übernommen hat. Also Leute entlassen, umstrukturieren und irgendwann Konkurs anmelden. Mag in anderen Ländern ähnlich sein, aber in Deutschland lebend und ab und an mit solchen Firmen zu tun habend, fällt es mir hier halt besonders auf. Bei den Leuten, die die eingestellt haben, wundert mich diese neue Entwicklung überhaupt nicht.