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Kommt Abgabe für deutsche Entwickler?

Müssen wir bald tiefer in die Tasche greifen, um uns Perlen aus deutschen Landen wie Gothic , Far Cry oder SpellForce leisten zu können? Der Bundesverband der Entwickler G.A.M.E. hält eine staatliche Förderung für notwendig und unterstützt einen bereits gestellten Förderantrag. In anderen Ländern sei eine Förderung gang und gäbe und auch in Deutschland werde sie bei Filmen längst praktiziert, so G.A.M.E. auf seiner Homepage. Deutschland sei die einzige Industrienation, die über keine nennenswerte Spieleproduktion verfüge, und bei der die Spieletitel zum überwiegenden Teil aus dem Ausland kämen. Andere wieder sind strikt dagegen wie etwa die PC-Games, die jüngst sogar eine Unterschriftenaktion gegen eine verhasste "Sondersteuer" startete. Die Gegner fürchten höhere Endpreise durch eine solche Sonderabgabe, die 2 bis 3 Prozent des Verkaufspreises umfassen könnte. Eine von Publishern, Entwicklern und anderen Branchenvertretern besetzte Stelle würde die Finanzmittel dann verteilen. Bislang ist allerdings noch gar nichts entschieden, da der bereits 2003 gestellte Förderantrag noch geprüft wird. Ob es im Endeffekt eine Abgabe geben wird oder ob die Entwickler auch auf andere Weise gefördert werden können, steht also noch in den Sternen.   
Autor: Bodo Naser
Quelle: G.A.M.E. Bundesverband
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  • ... nein, nein und nochmals nein. keine abgabe (ohne den offensichtlichen unterschied zu subventionen nochmals durchzukauen) auf kosten der käufer.
  • Fakt ist, dass deutsche Entwickler besser unterstützt bzw. gefördert werden müssen. Sonst werden Spiele wie Far Cry oder Spellforce immer große Ausnahmeerscheinungen bleiben und das wäre doch schade.
  • Also der Reihe nach. Zum Kaufpreis: Wer den Artikel von G.A.M.E gelesen hat, wird feststellen, dass die Publisher der Meinung sind, dass es keine Preissteigerung DURCH diese Abgabe geben wÜrde. Ehrlich gesagt verstehe ich die Aufregung auch nicht ganz. Vor ein paar Jahren hat ein Spiel noch  [...] Also der Reihe nach. Zum Kaufpreis: Wer den Artikel von G.A.M.E gelesen hat, wird feststellen, dass die Publisher der Meinung sind, dass es keine Preissteigerung DURCH diese Abgabe geben wÜrde. Ehrlich gesagt verstehe ich die Aufregung auch nicht ganz. Vor ein paar Jahren hat ein Spiel noch 80 DM gekostet und jetzt sind es 50 ?. Meines Wissens gab\\\'s diesbezüglich keine Unterschriftenaktion (PC GAMES) und wir reden im Moment nur von 50 ?. Hier scheinen zudem falsche Vorstellungen von der Gewinnverteilung zu herrschen. von den 50? bekommt - der Handel 35 - 40 % - der Publisher 30 - 40 % - und der Entwickler den Rest. Vom Löwnanteil sieht der Entwickler nie was. Wenn\\\'s gut läuft, verkauft man in Deutschland etwa 150.000 Exemplare. Damit kann man bestenfalls ein 2.000.000 ? Budget decken. Bei einer Entwicklungszeit von 18 Monaten stünden einem dann gerade mal 112.00 ? / Monat zu Verfügung. Wenn man davon Miete, Lizenzen und ~ 20 Mitarbeiter finanzieren muss, wird man davon nicht reich. (Das ist allerdings auch nicht der Sinn dieser Abgabe) Zur Verteilung der Gelder: Es ist in der Tat auch nicht zu leugnen, dass in Deutschland viele Spiele mit schlechter Qualität produziert werden. Das ist bei Minibudgets allerdings auch kein Wunder und leider gilt: Ohne Geld kein Spiel und ohne Spiel/Prototyp kein Geld. Im Moment sind staatliche Fördermittel praktisch nicht vorhanden und einen klassischen Kredit (500.000+ ?) bekommt man ohne Sicherheiten nicht so ohne weiteres. Und genau da versucht G.A.M.E anzusetzen. Mit dem Geld soll Entwicklern bei der Entwicklung innovativer Prototypen und erfolgversprechenden Konzepten geholfen werden. (Mehr Infos: http://www.game-face.de/article.php3?id_article=138 ) Davon provierten in erster Linie die deutschen Spieler, denn deutsche Entwickler versuchen für den deutschen Markt zu entwickeln. zum Thema: Subventionen wo lag doch gleich der Unterschied zwischen Subvention und Förderung? In diesem Fall wird nachhaltig Geld in Innovation investiert und eigentlich ist, dass doch genau das, was unsere Politiker fordern. Das hat nichts mit Subvention, also staatlich verordnetem Preisdumping, zu tun.