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China schränkt Online-Konsum ein

Was können wir uns glücklich schätzen, nicht in einem Land wie China zu wohnen. Dort wurde nämlich jetzt laut GamesIndustry.biz ein Limit von drei Stunden für das Zocken von Online-Spielen eingeführt - danach muss pausiert werden. Wer länger online bleibt, muss zumindest virtuell mit ernsthaften Konsequenzen rechnen: der Spielcharakter wird bis auf die Hälfte seiner Stärke reduziert. Wer fünf Stunden und länger am Stück vor der Flimmerkiste sitzt, wird sogar auf den niedrigsten Level zurückgesetzt.

Und wie funktioniert das? Ganz einfach: Vor dem Spielen von Online-Titeln muss ein Programm der Regierung installiert werden, das nebenbei auch genau protokolliert, wie oft sich ein Benutzer in das Online-Universum einloggt. Alle Anbieter von Online-Games müssen eine Klausel zu Unterstützung dieser Software unterschreiben, wenn sie ihre Produkte auf dem großen chinesischen Markt veröffentlichen wollen. Ab Oktober wird das System an den Start gehen.

Chinas Regierung führt viele soziale Probleme auf den übermäßigen Konsum von Onlinespielen zurück - allen voran Rollenspiele wie World Of Warcraft. Erst im vergangenen Monat wurde angekündigt, sämtliche Spiele Minderjährigen zu verbieten, die von der Regierung als gefährdend eingestuft werden.


Autor: Michael Krosta
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Kommentare

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  • Als ich den Artikel gelesen habe, habe ich auch erst gedacht: Die spinnen, die Chinesen. Dann hab ich die Kommentare gelesen und jetzt komme ich zu dem Schluß: Wir spinnen, wir "West"ler. Wirklich unverantwortlich, wie lax wir mit "neuen Medien" umgehen und jedem bedenkenlos Zutritt gewähren.  [...] Als ich den Artikel gelesen habe, habe ich auch erst gedacht: Die spinnen, die Chinesen. Dann hab ich die Kommentare gelesen und jetzt komme ich zu dem Schluß: Wir spinnen, wir "West"ler. Wirklich unverantwortlich, wie lax wir mit "neuen Medien" umgehen und jedem bedenkenlos Zutritt gewähren. Schließlich wäre es ja noch schöner, wenn jeder selbst entscheiden könnte, wie er seine Freizeit verbringt...solange es in der FREIZEIT ist. Sollte es sich auf andere Lebensbereiche auswirken (Arbeit), härtere Strafen (->50% Arbeitslosenhilfe). Und wer dann noch 10h nach der Arbeit spielt ist selber schuld.
  • Also wenn man in WoW einen bestimmten Dungeon mit einer Gruppe spielt, und dort den langen weg wählt, dann ist man in 3 Stunden nicht durch.... und nun? :)
  • Naja, was man imho nicht vergessen darf: Das Internet ist ein relativ junges und neues Medium.. und in China erst recht. Und so wie die Indianer damals nicht mit Alkohol umgehen konnten, können halt manche jungen Chinesen nicht mit dem neuen Inet umgehen und müssen sich daran erst gewöhnen.  [...] Naja, was man imho nicht vergessen darf: Das Internet ist ein relativ junges und neues Medium.. und in China erst recht. Und so wie die Indianer damals nicht mit Alkohol umgehen konnten, können halt manche jungen Chinesen nicht mit dem neuen Inet umgehen und müssen sich daran erst gewöhnen. Außerdem vergessen wir hier noch was: In den asiatischen Ländern sind Regeln Gang und Gäbe. Wer sich zB das sehr gute und witzige Buch von Neuman "Warum Japaner nerven" zu Gemüte führt wird wissen warum. Zur Info: Neuman ist ein in Japan lebender Deutscher, dessen Erfahungsbericht auch INNERHALB Japans zum Bestseller wurde. Den (teilweise unglaublich Schwachsinnigen) Regel wird viel Verständnis entgegengebracht. Tagtäglich werden in U-Bahnen, Zügen, Schwimmbädern, Einkaufszentren, usw Regeln per Lautsprecher und Endlosband wiedergegeben. Es herrscht halt eine gewisse "Regelgeilheit", welche historisch gewachsen ist. Es leben unheimlich viele Menschen auf engstem Raum... wer sich mal die Ballungszentren dort angesehen hat weß wovon ich spreche. Ohne Regeln wäre das ein heilloses Durcheinander. Und was uns jetzt als extreme Beschneidung unserer von Gott durch den Tod seinen Sohnes am Kreuze uswusf blabla. geschenkte Freiheit ist, ist für die Chinesen wahrscheinlich einfach eine weitere Regel, welche sich akzeptieren werden (müssen).