Wann ist ein Spiel gewalttätig?
Die US-Händlervereinigung Interactive Entertainment Merchants Association (IEMA) hat sich in einem offenen Brief an Arnold Schwarzenegger gewandt, in dem sie den Gouverneur bittet, Veto gegen den Gesetzesentwurf A.B. 1179 einzulegen. Der Entwurf sieht vor, Händler mit schweren Strafen zu belangen, falls sie Software mit "ab 18"-Stempel an Minderjährige verkaufen (wir berichteten).
Zum einen hält die IEMA eine solche Regelung für überflüssig, da die Händler sich bereits darauf geeinigt hätten, Spiele nur entsprechend ihrer Alterseinstufungen abzusetzen. Zum anderen entzöge die vom Senat vorgesehene Regelung Eltern das Recht und die Pflicht, als erste Instanz Erziehungsgewalt über ihre Kinder zu haben.
Ein weiterer Punkt, den die IEMA anführt, ist die Tatsache, dass Computer- und Videospiele unter die Bestimmungen der Redefreiheit fallen - Letztere müsse aber als unanfechtbar gelten. Nicht zuletzt gäbe es außerdem keine präzise Richtlinie, aufgrund derer festgestellt werden könne, welche Spiele für Jugendliche nicht zugänglich sein dürften. Dadurch würden strafrechtliche Folgen von subjektiven Entscheidungen geprägt und damit anfechtbar sein.
Für den kompletten Brief klickt euch zur offiziellen Webseite der Interactive Entertainment Merchants Association durch.