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Kreuzzug gegen Softwarepiraterie

Auch im Namen der Spielebranche wird derzeit offenbar ein Kreuzzug gegen die Softwarepiraterie in Deutschland inszeniert. So berichtet Focus Online jetzt über eine wahre Flut an Anzeigen gegen Raubkopierer, die sich auf den Schreibtischen von Polizei und Staatsanwaltschaften türmen. Allein der Staatsanwalt in Karlsruhe und seine Helfer seien mit 20.000 Anzeigen über sechs Monate wenn nicht sogar Jahre hinaus damit beschäftigt, sich mit der vergleichsweise geringfügigen Kriminalität zu beschäftigen. Nicht wenige Staatsanwalte befürchten gar, dass durch die recht umfangreichen Ermittlungen schwerere Vergehen unbearbeitet blieben. Die Kino-, Musik-, Spiele- und Softwarebranche scheint das laut Focus nicht zu interessieren, denn sie verklagt munter weiter Tausende von Raubkopierern. Bei den Anzeigen handelt es sich um mit spezieller Software massenhaft erstellte Protokolle, die schließlich auf Papier oder DVD bundesweit an die Staatsanwaltschaften weitergeleitet werden.

Besonders hervor tat sich dabei wohl auch die GVU, die laut Focus im ersten Halbjahr dieses Jahres 1391 Verfahren und 1006 Durchsuchungen von Privathaushalten, Büros und Industrieanlagen in die Wege leitete. Gerade diese Hausdurchsuchungen seien es, die die Ermittler letztlich viel Zeit kosteten. Spektakuläre Verurteilungen seien aber eher die Ausnahme, die auch lediglich als Drohkulisse für die Öffentlichkeit dienten, so die Ermittler weiter. Die Kosten der ins Leere laufenden Verfahren hat allerdings stets der Steuerzahler zu tragen. Die GVU verteidigt ihr Vorgehen nun auf GamesMarkt und stellt sich als verlässlicher Partner der Strafverfolgungsbehörden dar. Die Ermittler der GVU lieferten den Staatsanwaltschaften eine umfassende und aussagekräftige Beweislage, so die GVU weiter.         


Autor: Bodo Naser
Quelle: Focus Online
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  • ...so.... nachdem sich alle hinreichend über amiga_mds statement aufgeregt haben, muss ich seine position zumindest ein kleines bißchen verteidigen. in unserer kapatalischtischen welt ist es natürlich nicht umzusetzen, dass spiele von hoher qualität einfach freeware wären. zumal hinter heutigen  [...] ...so.... nachdem sich alle hinreichend über amiga_mds statement aufgeregt haben, muss ich seine position zumindest ein kleines bißchen verteidigen. in unserer kapatalischtischen welt ist es natürlich nicht umzusetzen, dass spiele von hoher qualität einfach freeware wären. zumal hinter heutigen games ja in der regel ein ganzes team von leuten mit existenzen, familien usw. steht. aber mal ein anderes beispiel: wäre es wirklich so unglaublich schlimm, wenn die musikbranche dank dem kostenlosen und nicht immer legalen download der mp3s aus dem netz irgendwann ihren "komplett- absturz" erlebt, sprich niemand ist mehr in der lage, damit gescheit geld zu verdienen?? es würde sicher viel weniger musik am markt geben, aber würde sie dadurch auch zwangsläufig schlechter werden? ich glaube vielmehr, dass eine verlagerung stattfinden würde, weg von kommerz- furzern wie dieter bohlen oder dj ötzi hin zu kleinen underground projekten, die ihre musik ganz einfach kostenlos im web zum download anbieten. denn es gibt weißgott genug leute, die musik produzieren, weil es ihnen spaß macht, ihnen etwas gibt und eben nicht hauptsächlich, um damit geld zu verdienen. hier seien einige meiner bekannten genannt, die auf elektronischem oder akustischen wege musizieren, dabei hinterher immer mit + - 0 dastehen, aber dennoch weitermachen. da ich gern elektronischen sound höre, habe ich mir schon öfter die frage gestellt, ob es gerechtfertigt ist, wenn ein dj nur fürs plattenauflegen gagen über 10000 € erhält. wenn ka 8000 leute nur wegen seines namens in den club gehen, ist das für den veranstalter sicherlich eine sinnvolle investition. betrachtet man aber mal nur die leistung, die er in den paar stunden seines gigs abliefert, erscheinen solche summen schlicht utopisch. wie gesagt, diese thesen kann man natürlich nicht ohne weiteres auf die spielebranche beziehen (kleine einwurf: mit dem jährlichen weihnachtsbaumverkauf wird mehr umsatz gemacht als mit der gesamten musikindustrie, die game- hat die filmbranche allerdings schon überholt). was ich nur herausstellen möchte ist: qualität muss nicht immer viel geld kosten!!!
  • @amiga_md Ich stimme zwutz' Aussage zu und möchte nur mal anmerken. Auch wenn wir die Gesetze in Deutschland abändern würden. Würde es auf internationaler Ebene überhaupt nichts bringen. Denn die großen Firmen sind nicht den deutschen Gesetzen unterstellt. z.B.  [...] @amiga_md Ich stimme zwutz' Aussage zu und möchte nur mal anmerken. Auch wenn wir die Gesetze in Deutschland abändern würden. Würde es auf internationaler Ebene überhaupt nichts bringen. Denn die großen Firmen sind nicht den deutschen Gesetzen unterstellt. z.B. Australien wird nicht mehr offiziel von M$ und Sony mit Konsolen und Spielen beliefert (Hintergrund: Sony und M$ klagten gegen Raubkopierer und wollten endlich richtige Softwarepiraterie-Gesetze in Australien durchsetzen. Das Gericht entschied zugunsten der Raubkopierer und Sony und M$ sagten in einem Statement, das der australische Markt nun nicht mehr interessant für Sie ist). Du siehst im schlimmsten Fall weigern sich die Firmen einfach den Deutschen Markt in ihre Plannung einzubeziehen und beliefern sie nicht mehr. Damit hättest du das Gegenteil erzielt.
  • ich würd ja sogar auf Linux umsteigen, soo schwer ist es auch nicht. Aber mich nervt es halt, dass die Spiele nur teilweise nativ laufen (ok, NWN und UT2k4 sind verdammt gute Gründe) und ich für Cedega jeden Monat extra blechen muss. Damn YOU DirectX ;)