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Erste Europa-Konferenz zur Spielwerbung

Die Spielebranche boomt wie kein anderer Bereich der Unterhaltungsindustrie. Kein Wunder, dass auch Games immer deutlicher ins Visier der Marketingstrategen geraten. Am 17. November dreht sich in London alles um Werbung in Spielen: Das "European Advertising In Games Forum" wird von The Game Initiative organisiert und von der "Microsoft Casual games Group" sowie IGA Partners gesponsert.

Es will Entwickler, Publisher sowie Agenturen und Marketingexperten großer Produkte aus den USA und Europa zusammen bringen. Dabei geht es nicht nur um finanzielle Effizienz, die nötige Software oder statistische Marktanalysen. Es geht auch um die Möglichkeiten der Werbung in Spielen - angefangen von Markeneinblendungen über komplette Brandings oder dynamische Kampagnen innerhalb virtueller Abenteuer. Welche Vor- und Nachteile bringen spezielle Formen des Advertisings mit sich? Wie werden Spieler und Verbraucher auf Werbeformen reagieren?

Wer sich für die Materie interessiert, darf sich am Sanetti-Horrorszenario der Kolumne laben oder gleich die Einschätzungen eines Profis von IGA Partners in unserem Interview nachlesen.


Autor: Jörg Luibl
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Kommentare

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  • Ich habe die gleichen Befürchtungen wie viele hier schon vor mir geschrieben haben. Ich hoffe allerdings auch die Vernunft der Hersteller, Werbung passend einzubauen, also zeitgemäß... Wenn ich durch ein Level laufe und dort irgendwelchen Marken über den Weg laufe, die dort auch wirklich sein  [...] Ich habe die gleichen Befürchtungen wie viele hier schon vor mir geschrieben haben. Ich hoffe allerdings auch die Vernunft der Hersteller, Werbung passend einzubauen, also zeitgemäß... Wenn ich durch ein Level laufe und dort irgendwelchen Marken über den Weg laufe, die dort auch wirklich sein könnten, (Spiel in New Yord z.B.), dann geht das in Ordnung. Das hört aber damit auf, dass ich in einem Sci-Fi Spiel vielleicht gerade NICHT realitätsbezogen spielen möchte, sondern in eine andere Welt abtauchen will, ohne alle 2 Minuten an irgendwelche Konzerne erinnert zu werden. Zudem kommt, dass für mich eine Spielunterbrechung wie z.B. Popups oder unnötig verlängerte Cutscenes in die dann noch 5Sekunden Werbung eingebaut werden muss , absolut inakzeptabel ist und ich mir ein solchen Spiel aus Prinzip nicht kaufen würde, um es nicht zu unterstützen. Fazit: Kein Problem mit angemessener passiv auftretender Werbung, wobei die Betunung auzch angemessen und passiv liegt.
  • Schade nur, dass dem Medium Spiel mit diesem Schritt auch ein weiterer Kreativitätsaspekt entzogen wird, was am Ende den Spieler abstumpft. Mir zumindest geht es so, dass ich es liebe, virtuelle Welten in mich aufzusaugen, wenn ich sie erst einmal akzeptiert habe. Beispiel: Max Payne (2) war zu  [...] Schade nur, dass dem Medium Spiel mit diesem Schritt auch ein weiterer Kreativitätsaspekt entzogen wird, was am Ende den Spieler abstumpft. Mir zumindest geht es so, dass ich es liebe, virtuelle Welten in mich aufzusaugen, wenn ich sie erst einmal akzeptiert habe. Beispiel: Max Payne (2) war zu kurz? Natürlich, jedes gute Computerspiel ist zu kurz und trotzdem habe ich wahrscheinlich 20 Stunden damit verbracht das Spiel durchzuspielen. Nicht, weil ich die Kisten nicht von den Gegnern unterscheiden konnte, sondern weil es mir eine Welt offenbart hat, die in sich logisch war, Stil und Atmosphäre hatte und in der viel Liebe zum Detail steckte. Und um all diese Details auch entdecken und aufnehmen zu können, habe ich das Spiel nicht nur gespielt, sondern gelebt (hoffentlich klingt das nicht zu abgedreht). Denn oft sind es gerade die Details, die am Ende den Unterschied ausmachen. Und hier kommt die Werbung wieder ins Spiel (oh, wie doppeldeutig). Denn die Erschaffung einer Welt wird erst dann wirklich komplettiert, wenn jeder Aspekt durchdacht und ausgereift ist. Dies trifft auch Poster, Zeitschriften, Waschpulver, Schuhsohlen und Kloreiniger zu. Will ich Werbung konsumieren (und wer will das schon wirklich?), dann schlage ich eine x-beliebige Zeitschrift auf, schalte den Fernseher an oder wende den Blick auf meinem Arbeitsweg um 2°-90° nach links oder rechts. Spiele bieten allerdings die Chance sich kritisch oder zumindest auf eine unterhaltsame Art und Weise mit ihr auseinanderzusetzen, indem etwa seit langem ausgelutschte Konzepte unter zynischer Federführung auf die Spitze getrieben werden. In Splinter Cell 3 hat es mich schon ein gestört, dass die Wrigley\'s Airwaves Packung in der zweiten Zwischensequenz in dem dunklen Hubschrauber so offensichtlich aufleuchtete und dann direkt vor das virtuelle Objektiv gelegt wurde. Natürlich darf sich auch Sam Fisher mal eine Coke genehmigen, aber nur in seltenen Fällen gehört die Darstellung derselbigen auch wirklich in die Cutscene eines Computerspiels. Na klar, ambitionierte Entwickler können ja weiterhin IHRE Werbung im Spiel einbauen, aber gerade die hätten das Geld oft am nötigsten. Denn die Werbung ist traurig aber wahr der nächste konsequente Schritt um Spiele als Massenmedium und damit gewinnbringend zu etablieren. Das mag die verbohrte Sicht eines Spieleenthusiasten sein, der oftmals von nicht mehr als 2-3 Spielen im Jahr den Abspann sieht, sich an den guten Spielen also (vielleicht zu) lange aufhält. Für eben jenen Fanatiker spielt es aber eben durchaus eine Rolle, ob mich in Max Payne die Werbung für \"Freaking Zombie Demons From Outer Space\" [url]http://maxpayne.gamevision-network.de/screensmp/7a.jpg[/url] zum Schmunzeln bringt oder er gelangweilt über eines der vielen McDonalds Poster hinwegsieht, die ihn schon zuhauf im echten Leben erwarten, von gerade dem man im Spiel ja eine kurze Auszeit nimmt.
  • Was "Know How" betrifft... Vielleicht könnte man es ja auch technisch so hinbekommen, dass die Werbeflächen monatlich geändert werden bzw. es regionale Unterschiede gibt. Ich mein, mich würd's nicht stören wenn die aktuellen Sonderburger bei McDoof in GTA beworben werden.... :mrgreen: