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WoW - "Das Beste vom Alten"

Als Lead-Designer von Origins Ultima Online war Raph Koster einer der Pioniere im MMO-Bereich. Später wechselte zu Sony Online Entertainment (SOE), wo er maßgeblich an Everquest II und Star Wars Galaxies mitarbeitete.

Anfang 2006 verließ Koster, der mittlerweile auch ein Buch über Gamedesign geschrieben hatte, schließlich SOE, um zu neuen Ufern aufzubrechen. So gründete er Areae, eine Firma die auf die Entwicklung von Technologie für MMO-Spiele spezialisiert ist.

In einem Interview mit RealMMO spricht der Branchenveteran u.a. darüber, was seiner Meinung nach ein gutes Spiel auszeichnet, World of Warcraft und kommende Trends im MMO-Genre. Koster denkt, dass Blizzard es verstehe, bestehende Konzepte aufzubereiten und auf Hochglanz zu polieren wie kein anderer Entwickler, aber:

"Allerdings haben sie es verpasst, neue Strömungen und Trends, die es heute im MMO-Bereich gibt, aufzunehmen und einzuarbeiten - und was noch schwerer wiegt: wenn man sich ihre Expertise so anschaut, werden sie das auch niemals machen. Wir sehen ein wachsendes Interesse an nutzergenerierten Inhalten, an vollständig integrierten Wirtschaftskreisläufen in Spielen wie EVE Online usw. Etwas derartig Forgeschrittenes gibt es nicht in WoW."

Koster vergleicht Blizzards MMORPG mit einem Vergnügungspark, bei dem man sich in eine der Attraktionen setzt und mitfährt. Es gebe viele Richtungen, die das MMO-Genre heute einschlage. Für ihn ist WoW die "Vergöttlichung des Alten" - neue Wege aufzeigen würde es nicht.

Und was sieht er als möglichen Trend?

"Wenn ich das in einem Wort zusammenfassen müsste, dann wäre das wohl 'Entscheidungsfreiheit'. Viele der stark gelenkten Spiele geben dem Spieler keine Wahl. "Du zahlst, hier ist deine Fahrt mit der Achterbahn." Und da kann man eben nicht mal mittendrin austeigen und andere Wege ausprobieren.

Und auch wenn jedem so eine Fahrt im Vergnügungspark zumindest einmal Spaß macht, die Zahl der Leute, die das dann immer wieder und wieder machen werden ist ziemlich eingeschränkt im Angesicht der möglichen Tätigkeiten in unserer Welt. Man sollte nicht vergessen, dass WoW zwar an sich groß ist, verglichen zur MySpace-Gemeinde aber relativ winzig erscheint."

Von den aktuell erhältlichen MMO-Spielen vermag es kein Titel, Koster wirklich anzusprechen. EVE Online sei zu zeitintensiv, WoW hingegen zu linear und vertraut. Den Level-Grind in heutigen Titeln findet er schon seit langer Zeit langweilig.

 

 


Autor: Julian Dasgupta
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Kommentare

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  • ein "ultima online" in zeitgemäßer grafik würde ich mir wünschen :) also ich hab D&D nur die ersten beiden monte gespielt und ich glaub nicht das es zu kompliziert war @trialversion dieses gedränge auf gruppenspiel war wohl eher der genickbruch (ka wie es jetzt ausschaut) und  [...] ein "ultima online" in zeitgemäßer grafik würde ich mir wünschen :) also ich hab D&D nur die ersten beiden monte gespielt und ich glaub nicht das es zu kompliziert war @trialversion dieses gedränge auf gruppenspiel war wohl eher der genickbruch (ka wie es jetzt ausschaut) und für mich gehört zu einem richtigen mmorpg eine frei begehbare welt in der man unterwegs auch mal auf andere spieler stößt edit: und diese instanzierung hat mich tierisch gestört
  • Pascal Wiederkehr schrieb:
    Hotohori schrieb:
    Es bräuchte nur ein MMORPG eine Schlagzeile ala "besser als WoW" schaffen und bei WoW würde eine Massenabwanderung statt finden.
    Glaub ich eher nicht, da bei Dungeons & Dragons Online
     [...]
    Pascal Wiederkehr schrieb:
    Hotohori schrieb:
    Es bräuchte nur ein MMORPG eine Schlagzeile ala "besser als WoW" schaffen und bei WoW würde eine Massenabwanderung statt finden.
    Glaub ich eher nicht, da bei Dungeons & Dragons Online im voraus auch alle] Ähm, dass das "besser als WoW" natürlich nicht nur ein dummer Spruch sein sollte versteht sich von selbst. Hätte ich vielleicht besser ausdrücken sollen. Klar sollte das Spiel dann tatsächlich auch das bieten können, was WoW bieten kann und noch eins drauf setzen, ansonsten ist der Spruch nur ein Marketinggag mit nichts dahinter. Viele versuchen so verzweifelt gegen die WoW Übermacht anzukommen. Dazu reicht aber eben nicht nur der Spruch.
  • Pascal Wiederkehr schrieb:
    Glaub ich eher nicht, da bei Dungeons & Dragons Online im voraus auch alle: Besser als WoW geschrien haben, viele Medien es bei GuildWars schon tun und Blizzard Spiele nicht für einen schnellen Verlust der Spieler bekannt sind. Vor allem das letzte
     [...]
    Pascal Wiederkehr schrieb:
    Glaub ich eher nicht, da bei Dungeons & Dragons Online im voraus auch alle] Also ich hab D&D Online gespielt und Titan Quest sogar durchgespielt. Und WOW, bzw. Diablo sind in meinen Augen immer noch um Längen besser als die beiden genannten Konkurenten. D&D online ist viel zu kompliziert für den Durchschnittsgamer und der entscheidet über den finanziellen Erfolg. Was die Hardcoregamer denken ist für den finanziellen Erfolg völlig irrelevant. Und Titan Quest hat ausser toller Grafik nix zu bieten. Das Spiel selbst ist stinklangweilig. Blizzard hat zu Recht Erfolg, weil sie einfach die besseren Speile machen. Jedenfalls ist das bisher immer noch so.