Amoklauf: Thompson spricht
Nach dem gestrigen Amoklauf an der Virgina Tech Universität in den USA, dem offiziellen Angaben zufolge 33 Menschen zum Opfer fielen, dauerte es nicht allzu lange, bis Spiele als einer der möglichen Auslöser ausgemacht wurden.
Obwohl bis zum jetzigen Zeitpunkt über den mutmaßlichen Täter nur bekannt ist, dass es sich wohl um eine männliche, zwischen 20 und 30 Jahre alte Person asiatischer Herkunft handelt, bot der als recht konservativ einzuschätzende Sender Fox News Jack Thompson schon gestern die Möglichkeit, seine Thesen über gewaltlastige Spiele kundzugeben. Der Anwalt, der schon früher sagte, dass die Amokschützen von Columbine mit Doom für ihre Tat trainiert hätten, wiederholte eben jene Behauptung im Rahmen eines Interviews.
Im Gespräch mit Larry King machte Dr. Phil McGraw laut Gamepolitics Gewalt in Spielen und Filmen/Serien für die Verrohung der Jugend verantwortlich. Der in den USA dank seiner Talkshow (Dr. Phil) sehr bekannte Psychologe vertritt die Meinung, dass die in den Medien akzeptierte und geläufige Glorifizierung von Gewalt zusammen mit Wut einen Psychopathen, Soziopathen oder Menschen mit einer anderen Geisteskrankheit durchaus zu einer derartigen Tat animieren könnte. Man müsse sich dieser Probleme annehmen "und begreifen, dass die Kinder, die heute mit einer massiven Überdosis an Gewalt programmiert werden, die Massenmörder von Morgen sind."