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Rollenspiel
Entwickler: CD Projekt
Publisher: Atari
Release:
24.10.2007
Test: The Witcher
85

“Endlich wieder erzählerisch interessante Fantasy für Erwachsene! Trotz kleiner Defizite besser als Gothic 3, Two Worlds & Co!”

Leserwertung: 92% [40]

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The Witcher: Ersteindruck

The Witcher (Rollenspiel) von Atari
The Witcher (Rollenspiel) von Atari - Bildquelle: Atari
Ein Krieger mit katzenhaften Augen und flatterndem weißen Haar setzt zu einem zweihändigen Überkopfhieb an: Das Schwert beschreibt einen eleganten Bogen, bevor sich die Klinge durch Leder, Haut und Knochen frisst - Kopf ab, Blut raus, umdrehen, weiter kämpfen. Aber mit welchem Stil? Dem schnellen oder dem langsamen? Trotz der Echtzeit-Action verlangt das Kampfsystem taktische Entscheidungen wie Paraden, Ausweichen oder Zaubereinsatz von euch bzw. von Geralt von Rivia. Er ist ein professioneller Monsterjäger, aber nicht mehr ganz Mensch - seine Sinne sind schärfer, sein Körper heilt schneller, in seinen Adern fließt arkanes Blut. Er ist der einzige Held, es gibt keine Charakterwahl, aber dafür kann er sowohl kämpfen als auch zaubern.

Die Schritte, die Hiebe, das Licht, die Katakomben - wow. Verdammt, sieht das gut aus. Man erkennt BioWares Aurora Engine ja kaum wieder! Das polnische Team von CD Project hat u.a. mit Hilfe von High-Level-Shadern und weichen Schattenwürfen eine unglaublich faszinierende mittelalterliche Kulisse gezaubert: Kein bunter Elfenkitsch mit glänzenden Farben, keine schillernde High-Fantasy à la Dungeons&Dragons, sondern eine von Braun- und Grautönen geprägte mittelalterliche Welt, in der Stahl, Stoff und Leder ganz natürlich wirken. Es gibt blutrote Sonnenuntergänge, plötzliche Regengüsse und eine Physik-Engine, die Körper und Kisten korrekt fallen oder brechen lässt.

Das Spiel heißt nicht umsonst "The Witcher" und daher gibt es auch eine Vielzahl an spektakulär inszenierten Hexenkräften: Ihr könnt euch z.B. eine Kugel der Unverwundbarkeit zaubern oder in eine Nachtsicht im Stile von Splinter Cell schalten, so dass die rot glühende Wärme selbst Feinde hinter Wänden verrät.

Aber all der grafische Schnickschnack wäre nur halb so beeindruckend ohne die Philosophie: CD Project will kein Action-Rollenspiel im Stile von Diablo oder Dungeon Siege abliefern, sondern ein echtes, erwachsenes und erzählerisch intelligentes Fantasy-Epos - offene Dialoge, nicht-lineare Story, Quests mit mehreren Lösungswegen, ein spielentscheidender Ruf und drei mögliche Enden. Ihr könnt zwar alles und jeden attackieren, selbst den König, aber alles hat Konsequenzen: Ähnlich wie in Gothic ermahnen euch die Wachen z.B., wenn ihr einfach euer Schwert in der Stadt zieht. Und im Gegensatz zu Star Wars: Knights of the Old Republic könnt ihr euch die Entscheidung zwischen Gut, Böse oder irgendetwas dazwischen nicht bis zum Schluss offen halten: Aufgrund eurer kaltblütigen Aktionen gibt es irgendwann einen "point of no return" - ihr seid ein Geächteter - basta.

Der Rollenspielcharakter wird noch deutlicher, wenn man bedenkt, dass die düstere Welt auf den Romanen von A. Sapkowski basiert: Menschen knechten die letzten Reste von Elfen und Zwergen, es gibt Rassismus, Gewalt, Drogen und Prostitution. Über 200 Zwischensequenzen sollen für die nötige Stimmung und dramaturgische Akzente sorgen. Was wir bis jetzt gesehen haben, wirkte in Sachen Regie bereits hervorragend.

Klasse Grafik. Klasse Kampfsystem. Interessante Welt. 30 - 50 Stunden Spielzeit. Die Edge und andere internationale Magazine freuen sich zu Recht: Hier ist hochkarätige Konkurrenz für die ganz großen Rollenspiele im Anmarsch: The Witcher spielt in einer Liga mit Oblivion und Gothic 3. Ich kann es kaum erwarten, bis die erste Fassung bei uns eintrudelt. Momentan sucht das Team noch einen Publisher für einen weltweiten Release im Jahr 2006. Bei der Qualität dürfte die Suche nicht mehr lange dauern.

Kommentare

johndoe-freename-70724 schrieb am
Das spiel wird richtig geil, ich hätte da mal nur eine kleine frage :
gehören die ca. 200 zwischensequenzen zu den ca. max 50 spielstunden.... ? ;)
johndoe-freename-75819 schrieb am
Ich gehöre zu den alten Säcken die Computerspiele aus den allerersten Tagen kennen.The Witcher hat aufgrund der Previews bei mit wieder dieses alte und vertraute Gefühl der Vorfreude geweckt.
Irgendwie kommt es mir vor wie ein Game aus der Schmiede von Origin (We create Worlds!)im Jahr 2005.
Games wie das grandiose System Shock (1+2), Ultima Underworld, Bioforge usw. haben dazu geführt das ich meinen Spieltrieb auf bestem Niveau befriedigen konnte.Und The Witcher scheint dieses gewisse Extra zu haben. SPIELTIEFE UND ATMOSPHÄRE! Kein sinnloses abschlachten von allem was sich bewegt, sondern Fantasy und der ewige Kampf für das Gute.Und der Held
scheint Charisma zu haben.
Ich freue mich auf The Witcher wie bekloppt;_)
Gruß
ZG
AnonymousPHPBB3 schrieb am
Ein Krieger mit katzenhaften Augen und flatterndem weißen Haar setzt zu einem zweihändigen Überkopfhieb an: Das Schwert beschreibt einen eleganten Bogen, bevor sich die Klinge durch Leder, Haut und Knochen frisst: Kopf ab, Blut raus, umdrehen, weiter kämpfen. Aber mit welchem Stil? Dem schnellen oder dem langsamen? Trotz der Echtzeit-Action verlangt das Kampfsystem taktische Entscheidungen wie Paraden, Ausweichen oder Zaubereinsatz von euch bzw. von Geralt von Rivia. Er ist ein professioneller Monsterjäger, aber nicht mehr ganz Mensch - seine Sinne sind schärfer, sein Körper heilt schneller, in seinen Adern fließt arkanes Blut. Er ist der einzige Held, es gibt keine Charakterwahl, aber dafür kann er sowohl kämpfen als auch zaubern.<BR><BR>Die Schritte, die Hiebe, das Licht, die Katakomben - wow. Verdammt, sieht das gut aus. Man erkennt BioWares Aurora Engine ja kaum wieder! Das polnische Team von CD Project hat u.a. mit Hilfe von High-Level-Shadern und weichen Schattenwürfen eine unglaublich faszinierende mittelalterliche Kulisse gezaubert: Kein bunter Elfenkitsch mit glänzenden Farben, keine schillernde High-Fantasy à la Dungeons&Dragons, sondern eine von Braun- und Grautönen geprägte mittelalterliche Welt, in der Stahl, Stoff und Leder ganz natürlich wirken. Es gibt blutrote Sonnenuntergänge, plötzliche Regengüsse und eine Physik-Engine, die Körper und Kisten korrekt fallen oder brechen lässt.<BR><BR>Das Spiel heißt nicht umsonst "The Witcher" und daher gibt es auch eine Vielzahl an spektakulär inszenierten Hexenkräften: Ihr könnt euch z.B. eine Kugel der Unverwundbarkeit zaubern oder in eine Nachtsicht im Stile von Splinter Cell schalten, so dass die rot glühende Wärme selbst Feinde hinter Wänden verrät. <BR><BR>Aber all der grafische Schnickschnack wäre nur halb so beeindruckend ohne die Philosophie: CD Project will kein Action-Rollenspiel im Stile von Diablo oder Dungeon Siege abliefern, sondern ein echtes,...
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