Funcom: Backt künftig kleinere Brötchen

von Julian Dasgupta,
Funcom: Backt künftig kleinere Brötchen
Bildquelle: Funcom
Dass The Secret World sich schlechter schlägt als erwartet, hatte Funcom bereits vor einigen Tagen durchblicken lassen und Sparmaßnahmen angekündigt. In verschiedenen Niederlassungen des Herstellers wurde ungefähr die Hälfte der Belegschaft gekündigt.



Im jüngsten Geschäftsbericht (PDF) geht das Unternehmen etwas mehr ins Detail. Das MMORPG habe sich demnach knapp 200.000 Mal verkauft. Wie schon zuvor hebt Funcom die Wertungen als einen der Faktoren hervor: Ein Metacritic-Score von 7.2 sei ein Riesenhindernis für eine neue Marke. Ebenfalls nicht gerade förderlich aus Sicht des Herstellers: Eine Woche vor dem Launch hatte NCsoft das genaue Releasedatum von Guild Wars 2 verkündet.



Ein paar Tage später habe dann noch Blizzard bekannt gegeben, wann World of Warcraft: Mists of Pandaria kommen werde. Dadurch seien ebenfalls potenzielle Kunden abgesprungen, habe es sich doch um etablierte Marken gehandelt. Das im Mai veröffentlichte Diablo III sei außerdem erfolgreicher gewesen als erwartet und habe ebenfalls einige Nutzer an sich gebunden. Mit 2,56 Mio. US-Dollar fiel der Umsatz im vergangenen Quartal niedriger aus als im gleichen Quartal des Vorjahres. Mit mehreren Initiativen wolle man in den kommenden Wochen und Monaten versuchen, die Spielerbasis zu vergrößern.

The Secred World war (mit Unterbrechungen) seit zehn Jahren geplant und produziert worden. Zukünftig will sich Funcom deswegen auf kleinere, fokussierte Projekte beschränken, bei denen es stark auf Community- bzw. Spielerinteraktion ankomme. Es gehe um Multiplattform-Projekte und "flexible Geschäftsmodelle" wie bei League of Legends, Minecraft und World of Tanks.




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