"DRM ist Zeitverschwendung"
Dass Kopierschutzmaßnahmen Zeitverschwendung sind, hatte 2D Boy schon vor einiger Zeit behauptet, und auch knapp ein halbes Jahr nach dem Release von World of Goo
ist man nicht von dieser Meinung abgerückt. Im Rahmen des Independent Games Summits auf der Game Developers Conference äußerte sich Ron Carmel folgendermaßen:
"Ihr gebt nur den DRM-Anbietern euer Geld. Alles, was irgendwie interessant ist, wird gecracked, und die gecrackte Version bietet letztendlich sogar ein besseres Nutzererlebnis, weil man keine 32-stellige Seriennummer eingeben muss."
Die Raubkopierraten seien bekannt, und World of Goo unterscheide sich hier nicht von anderen Spielen. Das Duo von 2D Boy hatte von der Verwendung eines DRM-Verfahrens abgesehen und in den Wochen nach dem Release über jenes 'Experiment' berichtet.
Carmel ließ außerdem verlauten, dass die Entwicklung des Spiels knapp 96.000 Dollar verschlang, die er und Kyle Gabler selbst aufbringen mussten. Man habe sich immer an das Motto gehalten, Design einen höheren Stellenwert zu geben als Finanzen - als das Geld dann im Verlauf des zweiten Jahres knapp wurde, habe es dann aber auch dementsprechend Stress gegeben.
Knapp 55 bis 60 Prozent der Einnahmen habe man bisher über WiiWare erwirtschaftet, im laufenden Jahr konnte man jedoch - auch dank diverser Preissenkungsaktionen - deutlich mehr Spiele über Steam verkaufen. Zwei bis drei Prozent des Umsatzes entfielen auf den herkömmlichen Handel. Indie-Entwickler sollten nicht zu stark auf die traditionellen Publisher setzen, könnten die doch nicht allzu viel zum Online-Vertrieb beitragen.