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Valve: "Linux ist die Zukunft der Spiele"

Valve Software (Unternehmen) von Valve Software
Valve Software (Unternehmen) von Valve Software - Bildquelle: Valve Software
Nachdem Valve im vergangenen Winter einige Prototypen der Steam Box vorgestellt hatte, war es eher ruhig um jenes Unterfangen geworden. Auf der LinuxCon gab sich jetzt aber Gabe Newell die Ehre und plauderte laut Ars Technica darüber, Linux sei trotz des derzeit sehr kleinen Marktanteils und aktueller Probleme für Entwickler die Zukunft der Spiele.

Der Valve-Mitgründer versprach: In der kommenden Woche wolle man weitere Informationen veröffentlichen und darlegen, wie man Linux den Weg ins Wohnzimmer ebenen könne.

Indem man Steam auch auf jenem Betriebssystem veröffentlicht hat, habe man seinen Partnern schon mal gezeigt, dass man jenes Vorhaben ernst nehme. Valve wirke am LLDB-Debugger mit und habe außerdem einen eigenen Debugger in Arbeit. Man habe sich mit mit anderen Spieleentwicklern darüber unterhalten, wie man aus Linux eine bessere Spieleumgebung machen könne - dabei sei stets der Wunsch nach einem vernünftigen Debugger geäußert worden.

Newell, der vorher Windows 8 heftig kritisiert hatte, wiederholte nochmals seine Überzeugung: Geschlossene Plattformen würden langfristig immer gegen die offenen verlieren. Valve habe sich schon seit Jahren Gedanken und Sorgen über die Richtung gemacht, die der PC einschlägt. Immer mehr geschlossene Plattformen würden auftauchen, der Verkauf von PCs rückläufig sein. Steam habe dennoch ein Wachstum von 76 Prozent zu verzeichnen.

Das Studio sei überzeugt davon, der Wandel werde sich noch beschleunigen. Durch eine kommende Demokratisierung bei der Entwicklung von Inhalten würden die Grenzen zwischen Schöpfern und Kunden verwischt, so Newell mit Verweis auf Content, der von Spielern beigesteuert wird. Die Spielergemeinde von Team Fortress 2 produziere zehn Mal mehrl Inhalte als Valve selbst.

Geschlossene Systeme würden eine Reibung erzeugen, z.B. durch Zertifizierungsprozesse, die den Markteinstieg und Innovationen behindern würden. Vor Jahren habe sich Valve schon gedacht: Sollten die eigenen Prognosen korrekt sein, werde man dabei helfen müssen, Linux zu einer guten Plattform für Spieler und Entwickler zu machen. Das sei mit viel Arbeit verbunden. Der erste Schritt: Ein Spiel auf Linux portieren. Der Hintergedanke: Dabei werde man schon allerlei Problemen begegnen - und mit den Lösungen dafür auch anderen Entwicklern helfen. Im Februar habe man dann den Steam Client veröffentlicht. Dort gebe es derzeit 198 Linux-Spiele.

Der nächste Schritt sei dann jener in die Welt der Hardware, um das Ergebnis auch wohnzimmer-tauglich zu machen.


Kommentare

Broco schrieb am
Falls Valve die Entwicklung von Linux zur Spieleplattform weiter forciert (und so sieht es aus), werden auch andere Softwarehersteller sich mehr in Richtung Linux orientieren müssen, da der Anteil von Spielesoftware an Software insgesamt so enorm hoch ist.
Steam ist eine unglaublich mächtige Distributionsplattform, und Origin hat dagegen noch einiges aufzuholen. Wenn also Steam auf Linux setzt und die Spieler nachziehen, werden auch die Treiberhersteller mehr Linuxsupport bieten müssen.
Allerdings kann ich mir dann auch vorstellen, dass sich eine Distribution als Hauptplattform herauskristallisieren wird und viel proprietäre Software einsetzen wird, was dann wiederum der Linuxentwicklung schaden würde.
Eventuell wird es aber auch eine Entwicklung wie bei Red Hat / Fedora geben, also ein Open-Source System, das nicht kostenfrei ist.
Open Source bietet einfach unglaublich viele Möglichkeiten und Freiheiten. Und wenn man ein bisschen Geld in die Hand nimmt, kann man da die Entwicklung sehr stark vorantreiben...
Wenn ich überlege, wie sich Ubuntu entwickelt hat... Ich hab mir damals Warthy angeschaut und dachte mir, das kann nichts werden... Bei Dapper dachte ich "Nun gut, wenigstens kriegt man es jetzt auf den meisten Plattformen ans laufen.".
Mittlerweile ist Ubuntu auf den meisten Plattformen leichter zu installieren als Windows (kein Scherz). Jeder Depp kriegt es mit ein bisschen rumsuchen sogar auf seine Bedürfnisse angepasst und die Treiberunterstützung ist so unglaublich viel besser geworden (wer versucht hat, bei Dapper eine ATI-Grafikkarte ans laufen zu kriegen, weiß was ich meine).
Wenn Valve jetzt Geld in Ubuntu (oder von mir aus auch Fedora oder Debian) pumpt... dann können sich Microsoft und Apple auf dem Desktopmarkt ganz warm anziehen.
Ich gebe übrigens offen zu, Linux-Freak zu sein. Windows habe ich nur wegen Lexware und diverser Spiele.
Xris schrieb am
Das tun einstmals gefeierte Spiele fast immer. Weil selbst dann wenn es das Selbe waere viele sagem werden das es nicht mehr an das erste herranreicht. Denn dann ist es ja nicht innovativ...
und wenn es dann innovativ ist es vll. zu innovativ usw usf...
Temeter  schrieb am
Xris hat geschrieben:In d3m Fall hätten sie ja auch einfach nachgeben und HL3 bringen können. Was ist das für eine Logik? Eine neue Franchise wie Portal oder L4D birgt min genauso hohes Risiko wie ein HL Nachfolger. Der mit mehr vom gleichen in halbwegs aktueller Grafik heutzutage schon hohe Wertungen kassieren und sich darueber hinaus vermutlich auch noch besser verkaufen wuerde.
Ein Spiel wie Half Life 3 würde auf einen gewaltigen Hype aufbauen. Da kann man leicht massenweise Fans enttäuschen, wenn das Spiel nicht gut genug wird, oder genauso einfach an überhöhten Erwartungen scheitern. Geld einspielen wird es sicher, aber wozu das Risiko eingehen, Leute zu verprellen? Steam spielt sowieso absurd viel Geld ein. Wenn Valve wirklich ein Half Life 3 wollte, dann hätten sie es schon lange veröffentlicht.
Xris schrieb am
In d3m Fall hätten sie ja auch einfach nachgeben und HL3 bringen können. Was ist das für eine Logik? Eine neue Franchise wie Portal oder L4D birgt min genauso hohes Risiko wie ein HL Nachfolger. Der mit mehr vom gleichen in halbwegs aktueller Grafik heutzutage schon hohe Wertungen kassieren und sich darueber hinaus vermutlich auch noch besser verkaufen wuerde.
sourcOr schrieb am
Xris hat geschrieben:
Genau das meine ich halt. Die machen viel Kram und dieses und jenes, aber nicht mehr wirklich neue coole Spiele mit aha Effekt.
Dir muß ja nicht gefallen was Valve macht. Aber MIR ist die Releasepolitik von Valve immer noch lieber als das kontinuierliche Ausschütten von Fast Food.
Valve sind einfach wahnsinnig kalkulierend. Sie machen seit Half-Life 2 einen enormen Haufen Kohle mit absolut sicheren Dingern - 0 Risiken. Deshalb wollen sie uns auch einfach kein HL3 geben, weil damit ihr gutes Image auf dem Spiel stände. Lieber hier mal die Rechte am Namen einer wahnsinnig erfolgreichen Mod sichern, da die alten Titel pflegen. Das ist immer noch besser als die tausendste Iteration ihrer Titel rauszuhauen, aber da ist dieser fade Beigeschmack, dass es ihnen einfach zu gut geht.
schrieb am

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