Metal Gear Solid: Peace Walker: TGS-Eindruck: Kojimas Klon-Armee - 4Players.de

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Stealth-Action
Entwickler: Kojima Productions
Publisher: Konami
Release:
kein Termin
17.06.2010
 
Keine Wertung vorhanden
Test: Metal Gear Solid: Peace Walker
87
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Leserwertung: 89% [4]

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TGS-Eindruck: Metal Gear Solid: Peace Walker

Konamis Metal Gear-Serie ist auf der PSP keine Unbekannte: Neben der Kartenspiel-Variante Ac!d und interaktiven Comics (Graphic Novels) wurde die Stealth-Action in den beiden Portable Ops-Auskopplungen mit einer ordentlichen Portion Strategie und Sammelwut gewürzt. Dass sich Hideo Kojima aber nach dem grandiosen Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots gerade Sonys Handheld für eine "große" Fortsetzung aussuchen würde, war bei der Ankündigung eine große Überraschung. Die Handlung ist nach den



Download: Demo zu Metal Gear Solid: Peace Walker - Macht ein Probespiel!
Ereignissen von MGS 3 angesiedelt, bei denen der junge Naked Snake seine Mentorin und Freundin "The Boss" auf einem Schlachtfeld in Russland liquidieren musste, um einen Weltkrieg zu verhindern. So wurde aus einer nackten Schlange Big Boss und damit einer der größten Helden der Geschichte, dessen Ruf ihn schnell zu einer lebenden Legende machte. Doch anstatt sich in seiner Heimat weiter feiern zu lassen, zog es Snake nach  Kolumbien, wo er eine Söldnertruppe namens MSF (Militaires Sans Frontiéres) aufbaute. Im Gegensatz zu anderen "Soldaten ohne Nation" hinterfragt die MSF jedoch ihre Einsätze und kämpft dabei nicht nur für Geld, sondern auch eine Ideologie.

So gibt sich Big Boss am Anfang noch etwas zögerlich, als Flüchtlinge aus Costa Rica ihn bitten, dem Land militärische Unterstützung zu leisten, da es nicht über eine eigene Armee verfügt und im Tauziehen zwischen Ost und West im Kalten Krieg seine Neutralität bewahrt hat - also sozusagen die Schweiz von Südamerika darstellt. Doch neuerdings sorgt eine mysteriöse Gruppe von bewaffneten Kämpfern für Unruhen und Spannungen in dem friedlichen Land, das ohne die MSF keine Chance sieht, sich gegen die Bedrohung zu verteidigen. Auch Snake erkennt bald die aussichtslose Lage und beschließt, mit seiner Truppe aktiv in den Konflikt einzugreifen...

Präsentierte man in Köln lediglich einen neuen Trailer, durfte man in Tokio erstmals selbst Hand an den neuen Schleicheinsatz anlegen und neben einem ausführlichen Tutorial auch den neuen Koop-Modus testen, der die Serie in ganz neue Bahnen lenken soll. Zunächst galt es aber, den Rekruten in einer kleinen Trainingssession zu zeigen, was man als Söldner alles draufhaben muss: Neben grundlegenden Aktionen wie Laufen, Umsehen und Zielen ist selbstverständlich der gekonnte Umgang mit der Waffe oberste Pflicht. Daneben spielen aber auch erneut CQC-Nahkampftechniken eine entscheidende Rolle, wenn man eher unauffällig und ohne lautes Geballer losziehen will. Dabei lassen sich wirkungsvolle Kombos aus Tritten und Schlägen einfach ausführen, indem man drei Mal schnell auf die Angriffstaste hämmert. Außerdem lassen sich Gegner wie gewohnt in den Würgegriff nehmen und in Verbindung mit dem Analogstick auch in eine beliebige Richtung schleudern. Neuerdings hat man dabei auch die Möglichkeit, gleich noch einen zweiten Feind  mit umzuwerfen,wenn man seine Geisel genau auf ihn schubst. Aber was, wenn Snake gleich von drei Bösewichtern umzingelt ist? Mindestens einer würde ja bei der bisherigen Methode immer noch stehen bleiben und könnte angreifen... Nicht aber mit dem verfeinerten CQC-System, das durch ein neuartiges Reaktionsspielchen sogar das Ausschalten von drei Feinden erlaubt und dabei auch noch verdammt cool inszeniert wird. Wenn Snake die drei Widersacher nacheinander fertig macht, dabei geschickt Schlägen ausweicht und blitzschnell mit Griffen oder Würfen kontert, wirkt selbst Rambo  wie ein blutjunger Anfänger. 

Im Spiel hat man die Auswahl zwischen zwei Steuerungsvariationen: Zum einen kann man eine Tastenbelegung wählen, die an die Portable Ops-Teile angelehnt ist oder sich alternativ mehr an Metal Gear Solid 4 orientieren. Dabei werden die typischen Funktionen eines Analogsticks einfach auf die vier Action-Tasten übertragen, mit denen man sich folglich nach oben, unten sowie zur Seite umsehen kann. Das ist zunächst etwas gewöhnungsbedürftig und auch das Zielen insgesamt noch sehr träge. Allerdings bleibt die Hoffnung, dass man die Sensibilität den eigenen Vorlieben anpassen kann. Snake selbst wird mit den Analognippel bewegt, während die Waffen- und Itemwahl auf das Digitalkreuz gelegt wird. Dort wechselt man auch seinen Stand und geht entweder in die Hocke oder legt sich flach den Boden. Kriechen wird allerdings nicht länger möglich sein - stattdessen verbessert man hier nur seinen Tarnindex, der aus MGS 3 und dem vierten Teil übernommen wird und anzeigt, wie gut man vom Gegner in der aktuellen Position und Lage gesehen wird. Auch Funktionen wie das Verstecken unter einem Karton oder das Radarsystem sind bereits bekannt.

Neu ist dagegen die Möglichkeit, die Missionen auch kooperativ mit bis zu vier Spielern über eine Adhoc-Verbindung anzugehen. Allerdings müssen die Level auch entsprechend angelegt sein - man kann also nicht alle Missionen mit der vollen Truppe angehen, sondern sich dabei auf bestimmte Aufträge beschränken. Das gemeinsame Losziehen in Zweier-Teams ist dagegen meistens möglich. Und wie funktioniert das dann? Zunächst muss man sich darauf einigen, wer der Host der Sitzung ist und wer dem Spiel anschließend beitritt. Ist diese erste kleine Hürde genommen, geht es an die Charakterauswahl: Es stehen vier Snake-Variationen zur Auswahl, die sich beachtlich bezüglich ihrer Ausrüstung und Fähigkeiten unterscheiden. Will man mit einem großen Waffenarsenal in den Kampf ziehen oder sich doch lieber auf seine Schleichkünste verlassen? Oder wie wäre mit mit einem Kompromiss aus beidem? Vielleicht reicht ja auch als "Naked Snake" nur eine Panzerfaust ohne weiteren Schnickschnack, so dass man sich blitzschnell mit freuem Oberkörper bewegen kann? Auf jeden Fall sollte man dafür sorgen, dass sich beide Söldner gut ergänzen. Zwar wird die Ausrüstung mit der Wahl auf den Charakter zunächst festgelegt, aber das bedeutet nicht, dass man nicht variieren kann. Als Team teilt man sich bei Peace Walker nicht nur eine Gesundheitsanzeige, sondern tauscht auch nach Lust und Laune Items sowie Waffen untereinander aus. Daneben kann man sich auch gegenseitig wiederbeleben und setzt sich in bester Army of Two-Manier mit Räuberleitern über Hindernisse hinweg.

Doch damit nicht genug: Beide Spieler können sich nach einer kurzen Wartezeit auch miteinander synchronisieren. Dabei übernimmt einer die Führung, während der andere immer automatisch hinterher dippelt. Der Vorteil dabei ist, dass sich z.B. der Schleich-Snake auf die Bewegung konzentrieren kann, während "Rambo-Snake" das Kommando über die Waffen übernimmt - eine sinnvolle Arbeitsteilung. Damit ist auch das Rätsel gelöst, wie im Trailer zwei Snakes hintereinander unter einem Pappkarton verschwinden können... Gerade diese Szene - so lustig sie auch war - hat mich sehr skeptisch gegenüber Peace Walker gestimmt. Auch jetzt bin ich mir noch nicht sicher, wie zusammen mit den Koop-Möglichkeiten eine ähnlich spannende Story erzählt werden soll wie bei den anderen "großen" Metal Gear-Titeln. Die Zwischensequenzen werden bei Peace Walker übrigens sehr viel interaktiver sein. So kann man z.B. die Charaktere mit einer Zoom-Funktion durch die Kleider hindurch bis zur Unterwäsche durchleuchten oder muss sogar im richtigen Moment Waffen abfeuern. Neben Filmen in der ansehnlichen Grafikengine werden auch wieder vermehrt Sequenzen im Comic-Look geboten, der schon bei Portable Ops zum Einsatz kam. Dieser wirkt zwar nicht ganz so packend wie etwa die grandiosen Cutscenes eines MGS 4, aber verleiht dem PSP-Ableger zumindest einen eigenständigen Stil, auch wenn im eigentlich Spiel alles beim Alten bleibt. Dabei entlockt man dem Grafikchip allerdings einige schöne Effekte, wenn etwa Regen auf den Boden prasselt oder man Benzinfässer mit prächtigen Explosionen hochjagt.

Trotz meiner immer noch vorhandenen Skepsis bezüglich der Snake-Klonarmee steht für mich nach dem ersten Anspielen der Koop-Gefechte fest: Es macht verdammt viel Spaß, auch wenn die Steuerung noch nicht so schnell in Fleisch und Blut übergehen will, wie man es von den Konsolen kennt. Doch der neue Ansatz hat durchaus seinen Reiz und könnte das kooperative Spielen auf der PSP ähnlich positiv beeinflussen wie etwa Left 4 Dead es im letzten Jahr auf dem PC und der 360 getan hat. Ob Peace Walker aber tatsächlich das Zeug hat, zu einer würdigen Fortsetzung von Snake Eater zu reifen und dabei eine ähnlich packende Geschichte zu erzählen, kann erst die Zukunft zeigen.

TGS-Eindruck: sehr gut         


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Kommentare

dante-vergil schrieb am
Naja jeder metal gear teil ist ein muss
Ksueleman schrieb am
Ehm, gibt bei der Demo einige Sätze die ich nicht verstehe unter anderem ALLE !! :D Ansonsten ist es bisher cool, mich würder aber mal interessieren, ob in der Tutorial Mission auch was erklärt wird, was ich noch nicht raushab.....kann man irgendwie aus der Deckung heraus schießen?
3agleOn3 schrieb am
Japanisch...Ist irgendwie schwerer als ich gedacht habe :D
KingDingeLing87 schrieb am
Ich liebe Metal Gear, da ich aber keine PSP besitze, wird das Spiel an mir vorbeiziehen.
Force_of_shadow schrieb am
Grafik ist wirklich nicht übel...Gameplay auch...Ich hoffe es gibt demnächst auch ne englische demo.
schrieb am

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