Activision Blizzard

Weniger Umsatz, mehr Gewinn

Im zweiten Geschäftsquartal des Jahres (April, Mai, Juni) konnte Activision Blizzard einen Umsatz von 967 Mio. Dollar erwirtschaften. Damit blieb man etwas unter der Vorjahresmarke (1,038 Mrd. Dollar), konnte allerdings mehr Gewinn verbuchen: 219 statt 195 Mio. Dollar.

Also wichtigste Umsatzmotoren erwiesen sich einmal mehr die Call of Duty-Reihe sowie World of WarCraft . Call of Duty: Modern Warfare 2 sei nach Angaben der NPD Group, GfK und Charttrack der bestverkaufte Shooter der ersten Jahreshälfte gewesen. Die Neuveröffentlichungen jenes Quartals - Shrek, Singularity , Blur und TransFormers: Kampf um Cybertron - wurden nicht weiter erwähnt.

Im laufenden Geschäftsquartal baut Activision Blizzard neben den üblichen Geldkühen besonders auf StarCraft II: Wings of Liberty , Guitar Hero: Warriors of Rock sowie Spider-Man: Shattered Dimensions . Der Publisher ließ außerdem verlauten, dass True Crime: Hong Kong erst im nächsten Jahr erscheinen wird. Man wolle dem Studio mehr Zeit geben, das Spiel so zu gestalten, wie sich die Entwickler das vorgestellt haben. An den Prognosen für das laufende Geschäftsjahr werde man allerdings nichts ändern, da man davon ausgeht, dass die Call of Duty-Marke, natürlich insbesondere Call of Duty: Black Ops , im vierten Quartal umsatzträchtiger sein wird als ursprünglich eingeplant.

Im zweiten Quartal verteilte sich der Umsatz folgendermaßen:

System/Division: Umsatzanteil (Vorjahreswert)

  • MMORPG: 30% (31%)
  • PC & andere: 8% (4%)
  • PS3: 19% (15%)
  • PS2: 1% (4%)
  • Xbox 360: 24% (22%)
  • Wii: 8% (11%)
  • PSP: - (2%)
  • NDS: 5% (5%)


(Wie üblich gilt: World of Warcraft wurde in die MMORPG-Sparte gepackt. Welche derzeit nur aus jener Blizzard-Produktion besteht.)


Autor: Julian Dasgupta
Quelle: ATVI

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Kommentare

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  • Beam02 schrieb:
    Wäre jetzt noch interessant zu wissen, wie sie ihren Gewinn bei zurückgehendem Umsatz gesteigert haben. Gesunkene Lohn(stück)kosten, gesunkene Kapitalnutzungskosten, oder was genau? Schade, dass man sowas nie erfährt.
    Eigendlich nicht schwer.  [...]
    Beam02 schrieb:
    Wäre jetzt noch interessant zu wissen, wie sie ihren Gewinn bei zurückgehendem Umsatz gesteigert haben. Gesunkene Lohn(stück)kosten, gesunkene Kapitalnutzungskosten, oder was genau? Schade, dass man sowas nie erfährt.
    Eigendlich nicht schwer. Musst nur die Marge erhöhen. Denke mal das kam durch die hohen Preise zustande, die ja die Leute trotzdem nicht von SC2 und CoD-DLCs ferngehalten haben. Wenn die Margenerhöhung also realtiv gesehen stärker ist, als der Umsatzverlust, überkompensiert der Erste den Letzteren
  • Infi88 schrieb:
    Eine Marktsituation muss nicht glatt so extrem sein wie da beschrieben, das man von Monopol spricht. Intel z.B. hat ne klare Monopolstellung obwohl AMD jetzt auch keine Wurstfabrikanten sind.
    *G* Das hat nicht zwangsweise was mit Wikipedia zu  [...]
    Infi88 schrieb:
    Eine Marktsituation muss nicht glatt so extrem sein wie da beschrieben, das man von Monopol spricht. Intel z.B. hat ne klare Monopolstellung obwohl AMD jetzt auch keine Wurstfabrikanten sind.
    *G* Das hat nicht zwangsweise was mit Wikipedia zu tun ;). Ich hab nur leider so schnell keinen Scanner zur Handgehabt um dir die Textstelle aus meinen Büchern zu koopieren :D. Das Blöde an Theorien ist immer, dass Sie in der Wirklichkeit meistens nicht vorkommen ;). Was du meinst verstehe ich schon. Du sprichst von der Theorie des "weichen" Monopols, welches im eigentlichen Sinne, zwar kein Monopol ist, einen Wirtschaftsteilnehmer allerdings durch eine überpropotionale Marktmacht in diesen Status "hieft". Er kann also durch seinen enormen Einfluss auf die Verbraucher den Marktpreis mehr beeinflussen, als es unter "normalen" Umständen der Fall ist. Ich denke dieser Text (nein keine Angst nicht Wikipedia ;) ) bpb schrieb:
    Angebotsmonopol Marktform, bei der ein Anbieter einigen oder vielen Nachfragern gegenübersteht, das Monopol im eigentlichen Sinn. Aufgrund seiner beherrschenden Marktstellung kann der Monopolist den Preis und die Menge für seine Waren und Erzeugnisse in bestimmten Grenzen festsetzen. [size=75]Quelle]
    erklärt nochmal ganz Gut, auf was ich abheben wollte. Evtl. war mein plotischer Bezug des Hegemon nicht ganz glücklich gewählt. Ich muss ebenfalls gestehen, ich bin kein Freund des "weichen Monopols" weil es für mich eine Art Paradoxon ist, da es den wörtlichen Sinn (Mono=eins) ein wenig ad absurdum führt. Dein Beispiel: Infi88 schrieb:
    Intel z.B. hat ne klare Monopolstellung obwohl AMD jetzt auch keine Wurstfabrikanten sind.
    ist meiner Meinung nach aber ein wenig unpraktisch gewählt, da es (ja wieder Theorie :( ) das "Idealbeispiel" eines Oligopols darstellt. (Oder in diesem speziellen Fall eine Art der "monopolistischer Konkurenz" wie meine Vorredner richtig angemerkt haben. (Ich hätte nie gedacht, das ich meine 4 Semester VWL irgendwann man "sinnvoll" einsetzten kann -.-') @Beam02 Ja das ist aus der VWL, hatte das gerade diesen Sommer in der Handelskammer Prüfung dran -.-. Ist eigentlich ein Staubtrockenes Thema, aber ich werde meinem Prof mal vorschlagen, die Preisbildungsgesetzte anhand der WoW-Markt-Situation dazustellen, das wird bestimmt weitaus spannender :D
  • Boesor schrieb:
    Beam02 schrieb:
    Bei solchen Fällen spricht man doch afaik eher von monopolistischer Konkurrenz. Also ähnliche Marktbedingungen wie bei der vollständigen Konkurrenz, nur dass der Markt teilmonopolisiert ist, so dass die Unternehmen einen
     [...]
    Boesor schrieb:
    Beam02 schrieb:
    Bei solchen Fällen spricht man doch afaik eher von monopolistischer Konkurrenz. Also ähnliche Marktbedingungen wie bei der vollständigen Konkurrenz, nur dass der Markt teilmonopolisiert ist, so dass die Unternehmen einen Gewinnaufschlag, den sogenannten mark-up, auf die Grenzkosten verlangen können.
    BWLer aller länder vereinigt euch. ] Ist sogar eine Marktform aus der VWL^^ Wird vor allem zur Bestimmung der Preisbildungsgleichung der Unternehmen im Lohn- und Preissetzungsmodell herangezogen (Arbeitsmarkt).