Activision Blizzard

Rekordumsatz

Im vergangenen Geschäftsjahr (1. Januar bis 31. Dezember 2011) konnte Activision Blizzard einen Rekordumsatz von 4,76 Mrd. Dollar erwirtschaften und übertraf damit die Vorjahresmarke von 4,45 Mrd. Dollar. Noch deutlicher wird der Unterschied beim Gewinn: Verbuchte man im Vorjahr ein Plus von 418 Mio. Dollar, so blieben in diesem Jahr nach Abzug aller Ausgaben satte 1,085 Mrd. Dollar übrig. Insgesamt lief das Geschäft damit deutlich besser als erwartet: Vor einem Jahr hatte man einen Umsatz von 3,95 Mrd. Dollar vorhergesagt.

Neben den üblichen Umsatzmotoren - World of Warcraft und Call of Duty - verweist der Publisher auf Skylanders: Spyro's Adventure: Das Spiel sei der erfolgreichste Start einer neuen Marke in der Geschichte des Herstellers gewesen. Über 20 Mio. Skylanders-Figuren seien weltweit verkauft worden - grundsätzlich habe Skylanders das Potenzial, zu einer Marke wie Call of Duty zu werden, die mehr als eine Mrd. Dollar Umsatz generieren kann. Gestern erst hatte Activision mit Skylanders Giants eine Fortsetzung angekündigt.

Im Falle von Call of Duty: Modern Warfare 3 nannten Kotick & Co. nochmals die Startrekorde und verkündeten zudem: Die Online-Plattform Call of Duty Elite kommt derzeit auf über sieben Mio. Nutzer, von denen 1,5 Mio. einen kostenpflichtigen Premium-Account haben. In Sachen individueller Online-Spieler habe der Shooter Call of Duty: Black Ops (zu einem vergleichbaren Zeitpunkt) um 12 Prozent übertroffen. Activision gab auch bekannt, dass man im März auf Xbox Live die MW3 Content Collection veröffentlichen wird. Diese wird sämtliche bis dahin veröffentlichten Premium-Inhalte umfassen. PS3- und PC-Nutzer dürften wie üblich einen Monat später bedient werden.

Der Hersteller rechnet laut Geschäftsbericht in diesem Jahr mit zwei Blizzard-Titeln. Welches Spiel neben Diablo III damit gemeint bzw. verschiebungsgefährdet sein könnte - World of Warcraft: Mists of Pandaria oder StarCraft II: Heart of the Swarm - ist nicht ganz klar. In anschließenden Conference Call ließ Thomas Tippl allerdings verlauten, man erwarte "mindestens zwei Blizzard-Spiele."

World of Warcraft kommt laut Angaben des Herstellers momentan auf 10,2 Mio. Abonnenten. Neue Infos zu WoW: Mists of Pandaria soll es am 19. März geben

Für Diablo III sei in Stapellauf im zweiten Quartal (April bis Juni) angepeilt, heißt es außerdem. Dass das Action-RPG nicht wie vor einigen Monaten angekündigt "Anfang 2012" erscheinen wird, hatte sich bereits mit einer recht umfangreichen Liste mit Änderungen bereits angedeutet.

Für das laufenden Geschäftsjahr geht Activision Blizzard von einem Umsatz in Höhe von 4,15 Mrd. Dollar aus.

Der Umsatz verteilte sich im vergangenen Geschäftsjahr folgendermaßen auf die einzelnen Plattformen:

System/Sparte: Umsatzanteil (Vorjahreswert)

  • Online Subscriptions*: 29% (28%)
  • PC: 8% (7%)
  • PS3: 20% (19%)
  • PS2: - (1%)
  • Xbox 360: 24% (23%)
  • Wii: 7% (9%)
  • PSP: - (-)
  • 3DS: 1% (-)
  • NDS: 2% (4%)

* Umfasst im Gegensatz zu den Vorjahren nicht mehr nur die Abo-Einnahmen aus World of Warcraft, sondern auch den mit CoD Elite Premium-Mitgliedern erwirtschafteten Umsatz.

Autor: Julian Dasgupta
Quelle: ATVI

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Kommentare

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  • Brakiri schrieb:
    Was ich nicht so ganz verstehe ist, warum Blizzard überhaupt mit Acctiwurst gemeinsame Sache macht? Die Cashcow WoW hätte doch für die nächten Jahre für ein dickes Polster gesorgt, auf dem sich Blizzard ausruhen, und ohne Stress neue Spiele entwickeln kann. Statt
     [...]
    Brakiri schrieb:
    Was ich nicht so ganz verstehe ist, warum Blizzard überhaupt mit Acctiwurst gemeinsame Sache macht? Die Cashcow WoW hätte doch für die nächten Jahre für ein dickes Polster gesorgt, auf dem sich Blizzard ausruhen, und ohne Stress neue Spiele entwickeln kann. Statt dessen unterstützt diese CashCow nun Activisions unsägliche Replikationsspiele-Strategie. Weiss da einer was genaueres?
    Blizzard gehörte ja zu Vivendi, und Vivendi Games und Activision haben eine Fusion hinter sich. Der Name Activision Blizzard hat man wohl gewählt, weil Blizzard ein sehr bekannter Markenname ist. Das Entwicklerstudio Blizzard wird in dem Punkt wohl nicht viel zu sagen gehabt haben. Edit: KOK seinen Beitrag habe ich doch glatt übersehen.
  • KOK
    Brakiri schrieb:
    Was ich nicht so ganz verstehe ist, warum Blizzard überhaupt mit Acctiwurst gemeinsame Sache macht? Die Cashcow WoW hätte doch für die nächten Jahre für ein dickes Polster gesorgt, auf dem sich Blizzard ausruhen, und ohne Stress neue Spiele entwickeln kann. Statt
     [...]
    Brakiri schrieb:
    Was ich nicht so ganz verstehe ist, warum Blizzard überhaupt mit Acctiwurst gemeinsame Sache macht? Die Cashcow WoW hätte doch für die nächten Jahre für ein dickes Polster gesorgt, auf dem sich Blizzard ausruhen, und ohne Stress neue Spiele entwickeln kann. Statt dessen unterstützt diese CashCow nun Activisions unsägliche Replikationsspiele-Strategie. Weiss da einer was genaueres?
    Nicht Blizzard und Activision haben sich zusammengetan, sondern Vivendi und Activision. Blizzard ist bei Vivendi unter Vertrag. Den Namen Blizzard wird in Activsion Blizzard wohl aus PR-Gründe benutzt.
  • DCIONE schrieb:
    Kein Wort über die bösen Kopierer, die das Geschäft ruinieren? Kein Seitenhieb auf den Gebrauchtspielemarkt, der ebenfalls das Geschäft zerstört? Ok, zugegeben, wäre bei 1Mrd Gewinn auch schwer zu vertreten. Ich persönlich finde, dass die Diablo Serie, Starcraft
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    DCIONE schrieb:
    Kein Wort über die bösen Kopierer, die das Geschäft ruinieren? Kein Seitenhieb auf den Gebrauchtspielemarkt, der ebenfalls das Geschäft zerstört? Ok, zugegeben, wäre bei 1Mrd Gewinn auch schwer zu vertreten. Ich persönlich finde, dass die Diablo Serie, Starcraft und auch Call of Duty (trotz Kürze und Abnutzungserscheinungen) sehr gute Serien sind, die genau das bringen, was man von ihnen erwartet und vor allem hoch qualitativ sind. Ich verstehe manche nicht, die erst jammern, dass Spiele so verbuggt und nicht komplett sind, oder zu wenig bieten und dann nochmal jammern wenn Publisher versuchen, eben genau das durch eine akribische Vorarbeit, Testphase und Nacharbeit zu vermeiden. Wie man es macht, manchen kann man es einfach nicht recht machen. Ich warte lieber länger, also dass ich halbe oder verbuggte Spiele kaufe. Außerdem sind die Serien verdientermaßen Bestseller (aus den oben erwähnten Gründen). Allerdings hätte ich eines anders gemacht. ich hätte nicht schon vor gefühlten 10 Jahren Diablo III angekündigt als "kommt bald" und dann über die Jahre alle hingehalten. Das macht erst neugierig, dann ungeduldig, dann zornig Und dennoch denke ich, dass wenn es kommt, sich viele an die Qualität der Vorgänger erinnern und zugreifen. Und wenn sich dann herausstellt, dass es ein hervorragendes Spiel ist, war wieder mal vieles vom jammern umsonst. Ist es nicht so, dass gute Spiele sich auch gut verkaufen!? Wenn die Spiele wirklich "shice" wären, dann hätten sie sich nicht so etabliert (ausgenommen sind hier mal die ganzen 2o Euro"Simulationen". Vll. sollten sich die Publisher, die so jammern mal ein Beispiel an der Qualität dieser Serien nehmen (über die Zeit betrachtet), dann wäre vll. so manches Problem nicht vorhanden.
    Ich mag die Spiele von denen heutzutage nicht, obwohl ich immerhin zu seiner Zeit Diablo 1+2 etwas abgewinnen konnte, Starcraft war nett im Lan zu spielen, aber auch nicht besser als Total Annihilation. Warcraft 3 war dann einfach nur noch peinlich, z.B. gerade was das Szenario angeht. Und so schreiten sie denn fort, immer peinlicher, immer massenmarktkompatibler, aber das muss ja nicht für jeden störend sein. Ich akzeptiere auch Leute die Blizzard weiterhin oder überhaupt für die Könige der Entwickler halten.