PlayStation Vita: Aus PSP-Fehlern gelernt

von Benjamin Schmädig,
PlayStation Vita (Hardware) von Sony
Bildquelle: Sony
Im Rahmen der Tokyo Game Show hat sich GameInformer mit dem Pr√§sidenten von Sony Computer Entertainment Worldwide, Shuhei Yoshida, unterhalten und wichtige Informationen zur PlayStation Vita erfahren. So best√§tigte Yoshida nicht nur, dass Sony derzeit testet, wie gut PSP-Downloadtitel auf dem neuen Handheld laufen: Eine hundertprozentige Kompatibilit√§t k√∂nne man noch nicht garantieren, die meisten Spiele sollen aber funktionieren. Der Pr√§sident f√ľgt au√üerdem hinzu, dass man die von der PSP bekannte Steuerung auf die Eingabem√∂glichkeiten der Vita verlegen k√∂nne. Digikreuz und andere Tasten lie√üen sich z.B. auf den zweiten Analogstick legen - viele Actionspiele k√∂nnten davon profitieren. Man arbeite au√üerdem an einer M√∂glichkeit, auch auf UMD befindliche Spiele auf die Vita zu √ľbertragen. Im Moment habe man dabei allerdings den japanischen Markt im Auge - ob man UMD-Besitzern au√üerhalb Japans denselben Service anbieten wird, hat Sony offenbar noch nicht entschieden.



Weiterhin hat Sony zwei Lehren aus den Erfahrungen mit der PSP gezogen: Zum einen will man st√§rker darauf achten, die Vita mit einzigartigen Spielen zu versorgen, anstatt zahlreiche Ableger bekannter Serien in √§hnlicher Form wie man sie von Konsole kennt auf den Handheld zu √ľbertragen. Wer z.B. die M√∂glichkeit h√§tte, ein spielerisch sehr √§hnliches God of War auf PS3 zu kaufen, w√§re an vergleichbaren, aber kleineren Handheld-Titeln weniger interessiert. Vita-Spiele sollen deshalb u.a. einen gro√üen Schwerpunkt auf die besonderen Eingabem√∂glichkeiten des Handhelds legen.



Zum anderen h√§tte Sony die Bereitschaft und M√∂glichkeiten der Entwickler √ľbersch√§tzt, die PSP nach ihrer Ver√∂ffentlichung stetig mit hochklassigen Spielen zu unterst√ľtzen. Sie h√§tten ihr Potential vielmehr in den Start und die Unterst√ľtzung der drei Konsolen investiert und den Handheld vernachl√§ssigt. Das erkl√§rt wohl, weshalb Sony nach einer Zeit der Pause die PSP in den vergangenen Jahren mit starken Spielen wie God of War, Motorstorm oder LittleBigPlanet zu st√ľtzen versuchte. Auf Vita wolle man nun von Anfang an darauf achten, dass regelm√§√üig gute Titel ver√∂ffentlicht werden.

Firmware-Updates sollen hingegen weniger aufdringlich sein - zu Details √§u√üert sich Yoshida allerdings nicht. Man wisse aber, dass es sowohl auf PSP als auch auf PS3 zu lange dauert, ein System-Update aufzuspielen und wolle den Vorgang auf beiden Plattformen verbessern. Die Vita soll au√üerdem besser gegen Software-Piraterie gesch√ľtzt sein.

Und wie sieht es mit Remote Play aus? GameInformer wollte wissen, ob jeder PS3-Titel auch mit der Vita als Controller spielbar sein werde. Yoshida pr√§sentierte auf der TGS immerhin eine entsprechende Demo mit Killzone 3. Ganz so einfach ist es aber nicht. Denn wie der SCE-Pr√§sident erkl√§rt, muss jedes Spiel f√ľr Vita angepasst werden, damit man den Handheld statt eines Gamepads nutzen kann. Ein Paar Schultertasten muss etwa auf das Touchpad der R√ľckseite gelegt werden. Sony arbeitet derzeit an einer Software-L√∂sung, die solche √úbertragungen √ľbernimmt. Wenn diese fertig sei, k√∂nne jeder Entwickler sehen, ob sein Spiel ohne weitere √Ąnderungen Remote Play unterst√ľtzt. Immerhin ist f√ľr diese Funktion etwas PS3-Rechenkraft vonn√∂ten, was solche Titel √ľberm√§√üig beanspruchen k√∂nnte, die die Konsole im Normalfall schon bis zuletzt ausreizen.


Quelle: GameInformer



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