"Move/Kinect-Spiele kosten wenig"

Während Microsoft sich gerade im Rahmen der Tokyo Game Show 2010 mit einigen Ankündigungen bemüht hat, etwas am 'Casual-Image' von Kinect zu rütteln, stellt THQ-Boss Brian Farrell klar, dass sein Unternehmen Software, die speziell für jenes Zubehör oder Sonys Move entwickelt wird, in eine andere Schublade steckt als die 'Core-Titel' aus dem eigenen Hause. So äußerte er sich auf einer von Goldman Sachs veranstalteten Konferenz folgendermaßen:

"Das sind Spiele, die sich eher an den Massenmarkt richten. Die Produktionskosten von Spielen für Kinect und Move betragen nur einen Bruchteil des Krams, den wir euch gerade auf dem Bildschirm gezeigt haben."

Farrell hatte den Anwesenden zuvor Red Faction: Armageddon und Homefront vorgeführt.

"Das sind eben einfach simplere Arten von Spielen, wo es mehr auf Ihre Bewegungen und das Eingabegerät ankommt - nicht auf tolle Optik oder sehr komplexe Animationen. Das ist auch der andere Grund, warum wir diese beiden Produkte so mögen - die Entwicklungskosten sind viel niedriger als bei Core-Spielen."

An anderer Stelle äußerte sich der THQ-Geschäftsführer noch zur aktuellen Branchensituation: Der Markt schrumpfe nicht - NPD Group & Co. würden schließlich nur den traditionellen Retailbereich erfassen, nicht aber die Einnahmen, die durch Abonnements, Micro-Transaktionen oder Plattformen wie PSN, Xbox Live oder Steam erwirtschaftet werden. 

Generell gebe es da eine "digitale Migration" der Kunden, der man als Hersteller gerecht werden muss. Als Publisher sollte man da schon breiter aufgestellt sein, so Farrell, der beispielsweise auf das von THQ entwickelte uDraw für Wii verwies. Auch werde man sich sicherlich stärker auf Facebook bemühen und versuchen, sich dort mit einigen bekannten Marken zu etablieren. Dabei werde man allerdings Vorsicht walten lassen - THQ sei sich bewusst, dass man dort nicht den üblichen Nutzerstamm antreffe.
Autor: Julian Dasgupta

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Kommentare

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  • AIex schrieb:
    Bobipuegi schrieb:
    ?? Wem würde das was bringen? Nehmen wir als Beispiel "Partyspielesammlung XY": Das spiel verkäuft sich mit schlechter Grafik und extrem simpler Spielmechanik sehr gut im Massenmarkt. Würde man jetzt die
     [...]
    AIex schrieb:
    Bobipuegi schrieb:
    ?? Wem würde das was bringen? Nehmen wir als Beispiel "Partyspielesammlung XY": Das spiel verkäuft sich mit schlechter Grafik und extrem simpler Spielmechanik sehr gut im Massenmarkt. Würde man jetzt die Produktionskosten erhöhen(z.b. detailiertere Grafiken einbauen) würden auch nicht mehr Leute das Spiel kaufen, da sich der "Massenmarkt" nur bedingt für gut aussehende Spiele interessiert(weshalb die WII auch so einen großen Erfolg hat). Man würde auch keine neuen Spieler dazugewinnen, da die Spielmechanik genauso simpel bleiben würde. Sprich: Immens höhere Ausgaben für die Entwickler bei nahezu gleich bleibenden Einnahmen. Inwiefern ist das jetzt paradoxer Schwachsinn?
    Woher nimmst du die Weisheit, dass nicht mehr Spieler die Spiele kaufen würden? Bisher werden nur Gelegenheitskäufer angesprochen. Wer Tests liest, kauft sich selten solchen Billigmüll.
    Würdest du dir irgendeine Minispielsammlung kaufen, nur weil sie mit größerem Kostenaufwand produziert wurde, sprich bessere Grafiken und Animationen hat? Das Spielsystem würde genauso simpel bleiben, da man sonst die eigentliche Zielgruppe (Massenmarkt,Casualgamer) nicht mehr ansprechen würde. Undi hc gehe eifnach davon aus,dass die meisten Leute schlau genug sind kein Geld für etwas was ihnen keinen Spaß macht auszugeben, nur weil es schöner verpackt ist.
  • SingendeElch schrieb:
    Torino84 schrieb:
    Zitat:
    Man wird doch nicht genug Einnahmen durch Gelegenheitsspieler für weitere Entwicklungen der Hardware, bzw. Software erwirtschaften. So wie ich das Ganze jetzt sehe, ist dieser "sei der Kontroller-
     [...]
    SingendeElch schrieb:
    Torino84 schrieb:
    Zitat:
    Man wird doch nicht genug Einnahmen durch Gelegenheitsspieler für weitere Entwicklungen der Hardware, bzw. Software erwirtschaften. So wie ich das Ganze jetzt sehe, ist dieser "sei der Kontroller- Müll" zum scheitern verurteilt.
    Erzähl das mal Nintendo. Der Massenmarkt sind die Gelegenheitsspieler. Coregamer sind eine Randgruppe und werden zukünftig auch so behandelt werden. Viel zu anspruchsvoll, viel zu teuer. Dann doch lieber noch eine Minispielsammlung. ]
    eben, dabei geben auch echte Gamer viel mehr aus für gute games, und wenn Move/Kinect gut ist, wird es von den Gamer geeks auch gekauft und nicht nur mainstream Konsumenten, die sonst keine Videospiele spielen.
  • sowas wie x3 ist ein corespiel^^. oblivion meinetwegen auch noch :D