BioWare&Pandemic äußern sich
Nachdem Electronic Arts BioWare/Pandemic, zwei der bis dahin größten unabhängigen Studios, geschluckt hat, haben sich die Entwickler nun zu der Übernahme geäußert. So plauderte 1UP mit Andrew Goldman, Greg Borrud und Josh Resnick, die bisher die Geschicke der Mercenaries-Macher leiteten.
Man sei sich bewusst, dass die Fans mit Skepsis auf diesen Schritt reagieren würden - allerdings sei man jetzt Teil des "weltweit besten Publishers". Resnick betont, dass der kreative Prozess und die Entscheidung darüber, an welchen Projekten man arbeitet, und darüber, wie man diese angeht, weiterhin bei Pandemic liegen würden. Bei Saboteur
habe man teilweise mit BioWare zusammengearbeitet, nun hätten die Entwickler die Möglichkeit, künftig auch noch mit anderen Teams (aus EAs Studiofamilie) zu kooperieren.
Die Entwickler versichern zudem, dass die Übernahme nicht unbedingt heißen muss, dass man nie wieder an Spielen wie der Star Wars: Battlefronts-Reihe arbeiten würde - die Rechte gehören naturgemäß LucasArts. Man habe gute Geschäftsbeziehungen zu anderen Publishern und sei durchaus daran interessiert, diese auch weiter zu pflegen.
Auch Gamasutra sprach mit den Pandemic-Chefs, die bestätigten, dass man die Akquisition nicht nur abgenickt, sondern bewusst vorangetrieben habe. Und auch hier betonen Goldman & Co., dass die interne Struktur des Studios von der Übernahme nicht betroffen sei. Man werde die Firma weiter so führen wie gehabt. Die bald beim EA Games-Label tätigen Mannen stellen zudem klar, dass Pandemic die Rechte an Full Spectrum Warrior
hat.
Gamespot unterhielt sich mit Greg Zeschuk und Ray Muzyka. Die beiden BioWare-Geschäftsführer, wegen ihres akademischen Hintergrunds oft auch "the two doctors" genannt, finden, dass die Firma in gewisser Weise immer noch unabhängig ist. Man könne nun aber mehr erreichen, auf größere Ressourcen zurückgreifen und haben neue Möglichkeiten im Bereich des Marketings. Man habe vor, weiter so zu arbeiten wie gehabt - John Riccitiello, der Geschäftsführer von EA, sei auch nicht interessiert daran, dies irgendwie zu ändern.