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Hirn-Trainer: Machen nicht klüger?

Die Frage, ob Hirn-Training-Spiele nur die Leistung in den dort dargebotenen Aufgaben verbessern, oder auch eine darüber hinaus gehende Wirkung haben können, wird schon länger diskutiert. Zuletzt setzte sich nun das BBC Lab UK zusammen mit der BBC-Sendung Bang Goes the Theory damit auseinander, wie Nature berichtet.

Freiwillige traten in insgesamt drei Gruppen aufgeteilt an und lösten drei Mal pro Woche für insgesamt zehn Minuten pro Tag diverse Aufgaben. Die erste Gruppe musste sich dabei besonders Herausforderungen mit den Schwerpunkten Planung, Schlussfolgerung und Problemlösefähigkeiten stellen, während sich die zweite Gruppe mit den Bereichen beschäftigte, die oft von Trainings-Applikationen ins Visier genommen werden - das Kurzzeitgedächtnis, Aufmerksamkeit, der Räumlich-visuelle Notizblock sowie Mathematik. Die dritte Gruppe sollte einfach das Internet nutzen, um Antworten auf "obskure" Fragen zu finden. Insgesamt nahmen 11.430 Personen an dem Versuch teil, die jüngsten waren 18, die ältesten 60 Jahre alt.

Das Fazit der Forscher: Es habe keinerlei Transfereffekte gegeben. Die Ergebnisse würden nahelegen, dass all jene Aufgaben die allgemeinen kognitiven Fähigkeiten wie das Gedächtnis, das logischen Denken oder das Lernen nicht verbessern. Die Erwartung, dass das Üben eines weiten Spektrums an kognitiven Ausgaben jemanden klüger mache, kann durch die Untersuchung nicht untermauert werden, so der Neuro-Wissenschaftler Adrian Owen.

Der Neurologe Peter Snyder kritisiert den Befund allerdings. Einen allgemeinen Nutzen konnte auch er nicht nachweisen - es könne aber durchaus sein, dass jene Übungen bei Menschen, die deutlich älter als 60 Jahre sind, eine Wirkung haben.

David Moore, einer der Gründer des Training-Programm-Anbieters MindFit, beanstandet zudem die Zusammensetzung der Teilnehmergruppe. Die hätte aus Freiwilligen bestanden - und diese würden schließlich auch von sich aus dazu tendieren, solche Spiele zu konsumieren.

Im Rahmen sechswöchigen Untersuchung sei der Durchschnittsteilnehmer außerdem auf eine Gesamttestzeit von vier Stunden gekommen - vier Stunden Training könnten jedoch kaum einen bedeutsamen Effekt haben. Viele Trainings würden mehr Zeit benötigen.

Owen entgegnet, dass diverse vergleichbare Studien ebenfalls sechs Wochen lang durchgeführt wurden. Auch solle man sich von den Durchschnittswerten nicht täuschen lassen: Einige sehr engagierte Teilnehmer hätten sich mehrere hundert Mal versucht. Es habe an beiden Enden des Spektrums keine Leistungsunterschiede gegeben.
Autor: Julian Dasgupta
Quelle: MCV
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Kommentare

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  • Eher eine Verkaufsgott Franchise... Ansonsten halten ich Dr. Kawashima für so kompentent und glaubwürdig wie Dr. Best...
  • Das war doch ein voller Erfolg ! Nach so viel Zeit vor der Kiste hätten die sich eigentlich alle in sabbernde Zombies verwandeln müssen. Hamse aber nich ! Und zwar wegen der gelegentlich-Gehirn-wiederbeleb-Zapp-Impuls-Wirkung der Lernspiele. Dr. Kawashima ist ein Hirn- Gott. ... dass sich  [...] Das war doch ein voller Erfolg ! Nach so viel Zeit vor der Kiste hätten die sich eigentlich alle in sabbernde Zombies verwandeln müssen. Hamse aber nich ! Und zwar wegen der gelegentlich-Gehirn-wiederbeleb-Zapp-Impuls-Wirkung der Lernspiele. Dr. Kawashima ist ein Hirn- Gott. ... dass sich das wie "hirntot" anhört ist irgendwie unpassend und frustriert mich jetzt total.
  • a.user schrieb:
    warum? weil meine arbeit aus um welten anspruchsvollerem besteht, als man dort als training bekommt.
    Was nicht bedeutet, dass es Dir nichts bringt. Ich kenne studierte Physiker, die enorme Probleme mit dem Kopfrechnen haben. Ich selbst bin noch  [...]
    a.user schrieb:
    warum? weil meine arbeit aus um welten anspruchsvollerem besteht, als man dort als training bekommt.
    Was nicht bedeutet, dass es Dir nichts bringt. Ich kenne studierte Physiker, die enorme Probleme mit dem Kopfrechnen haben. Ich selbst bin noch recht brauchbar in Mathematik - kann aber ums verrecken nicht in der Geschwindigkeit Kopfrechnen wie andere, die wiederum nicht mal im Ansatz begreifen, worum es bei Formeln mit mehr als zwei Unbekannten geht. Also wenn Deine Arbeit zwar kompliziert ist, aber nichts mit den Aufgaben des Spiels zu tun hat, dann bringt Dir das schon was. Eigentlich bringt es Dir immer etwas, das Hirn zu fordern. Gilt auch für den Möbelpacker, immerhin muss er seinen Arm bewegen, wenn er mit Wattebällchen trainiert. ;)