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Dyack: Skepsis bei Social Gaming

Social Gaming boomt und scheint momentan das Lieblingskind vieler Investoren zu sein. Dennis Dyack, seines Zeichens Chef von Silicon Knights, steht diesem Trend allerdings äußerst skeptisch gegenüber und sieht keine Zukunft für das Modell - zumindest, wenn man echte Spieler ansprechen will.

"Den Trend, den ich dabei sehe: Das wird vielleicht eine der größten Blasen und Explosionen, die unsere Industrie seit langer Zeit gesehen hat und wenn es zum Crash kommt, wird er meiner Meinung nach sehr hart ausfallen"
, so Dyack gegenüber IndustryGamers. "Ich sehe da kein Geschäftsmodell [...]. Das sieht für mich wie Marketing aus und nicht nach echten Spielen. Vielleicht ändert sich da ja noch - ich weiß es nicht. Aber es sieht sehr, sehr gefährlich aus."

Aus diesem Grund kann es der Branchen-Veteran auch nicht nachvollziehen, warum ein Unternehmen wie die Farmville-Macher von Zynga derzeit wertvoller sind als traditionelle Publisher.

"Ich glaube, Zynga ist momentan mehr wert als einige traditionelle Publisher, die seit Jahrzehnten in der Industrie sind", stellt Dyack fest. "Es tut mir leid, aber ich kapiere es nicht. Das scheint mir illusorisch...und auf lange Sicht scheint mir das nicht gesund zu sein."

Obwohl sich EA mit dem Kauf von Playfish offensichtlich ebenfalls ein Standbein in diesem Markt schaffen will, geht Dyack davon aus, dass viele andere große Publisher sowie  Hersteller wie Nintendo seine Bedenken teilen und deshalb ebenfalls keine Zukunft im Social Gaming-Bereich sehen, so wie er heute existiert.
Autor: Michael Krosta
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Kommentare

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  • Sir_pillepalle schrieb:
    Nunja, das haben sämtliche Branchen so an sich, die prinzipiell wenig wirkliches Kapital haben. Was hat zB. Facebook denn an Kapital? Ein Haufen Server, eine Schar von Programmierern und Webdevelopern. Das wars im Großen und Ganzen.
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    Sir_pillepalle schrieb:
    Nunja, das haben sämtliche Branchen so an sich, die prinzipiell wenig wirkliches Kapital haben. Was hat zB. Facebook denn an Kapital? Ein Haufen Server, eine Schar von Programmierern und Webdevelopern. Das wars im Großen und Ganzen.
    Naja, durch die Investoren von diversen Firmen und den generierten Umsatz durch Werbeeinahmen dürfte Facebook schon einiges an Wert haben. Dabei ist es völlig irrelevant, wieviele Server oder Programmierer die haben. Der reele Wert im Verhältnis zum generierten Umsatz ist von daher durchaus gegeben. Und wie Dominius schrieb; Facebook ist doch noch gar nicht an der Börse notiert. @Topic: Muss da dem Herrn recht geben. Wenn Firmen von diesen "SocialGames" mehr wert sind als etablierte Studios, kann das böse enden. Wie er richtig erkannte, ist das Marketing und kein Geschäftsmodell. Diese Spiele leben von der Masse und durch Werbeeinnahmen, tatsächlicher Umsatz durch Verkaufszahlen ist gar nicht vorhanden. Zynga macht bestimmt Gewinn, bitter kanns für Publisher enden die große Summen in diese Studios stecken (wie nun EA). Aber dass es durch diese Spiele einen allgemeinen Crash in der Spielebranche geben wird, glaube ich nicht. Die anderen Zielgruppen werden eh ohnehin anders erreicht...
  • Social Gaming? Sind das diese Minifurz-Spiele für das verseuchte Facebook? Benutz ich nicht. Bin von der Seuche nicht betroffen..
  • papperlapapp schrieb:
    ähnliche frage: warum ist facebook milliarden wert? weil aus kruzfristigen anlagegründen die aktie eben von den investoren und analysten hochgehyped wird. spätestens bis der facebook nachfolger kommt, ist die aktie schlagartig auch nichts mehr wert. siehe
     [...]
    papperlapapp schrieb:
    ähnliche frage: warum ist facebook milliarden wert? weil aus kruzfristigen anlagegründen die aktie eben von den investoren und analysten hochgehyped wird. spätestens bis der facebook nachfolger kommt, ist die aktie schlagartig auch nichts mehr wert. siehe myspace, etc. es steht hinter solchen firmen einfach substantiell kein gegenwert, bzw ein gegenwert (informationen bzw dienstelistung) der schnell kopiert und in diesem fall sofort nichtig ist
    Wo kannst du denn den Kurs der Facebook-Aktie nachlesen? Huch, Facebook wird noch gar nicht an der Börse gehandelt... das ist aber was. Zum Thema: Social Games sind sicher ein zweischneidiges Schwert. Die erreichen Nutzer*innenzahlen, von denen WoW nur träumen kann, aber im Verhältnis dazu, sind die Umsätze noch gering. Ich glaube, dass solche Spiele vor allem für Gelegenheits- und Nicht-Spieler*innen konzipiert sind und bei jenen auch gut ankommen - und Geld verdienen lässt sich damit sicher auch. Und wenn halt 80 Millionen Menschen Farmville spielen, kommt da auch etwas bei rum, bei Zyngas Konto.